02/12/23

Session 6 | 7 Dec 2023 | Kollaborative Methoden für die Erforschung von Heritage

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Mapa participativo Rurrenabaque © Ana María Bucheli

Die Entwicklung und Anwendung kollaborativer Methoden begann Mitte des 20. Jahrhunderts in Entwicklungsländern, wo kontextbezogenes Wissen und die lokale Sprache bei der Lösung lokaler Probleme effektiver waren. Die theoretischen Grundlagen der kollaborativen Methoden sind vielfältig. Sie basieren auf der Pluralität der menschlichen Erfahrung und auch auf ihrer Positionierung und politischen Ethik. In dieser Sitzung werden wir uns mit Fragen der Zusammenarbeit oder Kollaboration befassen, die von den Prioritäten der Gemeinschaft über das Forschungsdesign bis hin zur Entwicklung und Rückkehr reichen. Wir werden uns mit ethischen Fragen im Zusammenhang mit der Anerkennung von geistigen Eigentumsrechten und kulturellem Eigentum befassen und das Beispiel des Projekts Heritage and Territoriality analysieren. Das Projekt beschäftigt sich mit ‚Heritage‘ vier indigener Gruppen im Amazonasgebiet in Bolivien und Brasilien (Mosetén, Tacana, Tsimane‘ und Waiwai). Unter ‚Heritage‘ verstehen wir den komplexen Zusammenhang von kulturellen und auf das Territorium sowie die Natur bezogenen Vorstellungen und Praktiken von ‚Heritage‘.

Weiterführende Literatur

Smith, C., & Jackson, G. (2008). The ethics of collaboration. Whose culture? Whose intellectual property? Who benefits? In C. Colwell-Chanthaphonh & T. J. Ferguson (Eds.), Collaboration in archaeological practice (pp. 171-199). Lanham; Plymouth: AltaMira Press.

Rappaport, J. (2016-17). Rethinking the meaning of research in collaborative relationships, Collaborative Anthropologies, Volume 9, Numbers 1-2, pp. 1-31.


Prof. Dr. Carla Jaimes Betancourt ist Professorin für Cultural Heritage am Institut für Archäologie und Kulturanthropologie, Abteilung für Altamerikanistik, der Universität Bonn.