02/02/18
ENDE DES BLOGS – FORTSETZUNG DER DISKUSSION
Nach einer längeren Zwangspause durch den Umzug des Blogs von der alten Seite des Global South Studies Center auf die neu gestaltetete Seite, haben wir uns entschieden, diesen Blog nach insgesamt 35 Beiträgen zu beenden. Wir danken allen Autor/inn/en noch einmal herzlich für Ihre Beiträge und die erkenntnisreichen Diskussionen. Der Blog wird nun dauerhaft an […]

10/03/17
VIELSTIMMIGKEIT, DIFFERENZPOLITIK UND KONFLIKTE …
Vielleicht liegt es ja an der Zeit meines Studiums in den 1970er Jahren. Ohne eine intensive Grundausbildung in marxistischer Theorie ging gar nichts, und die Soziologie und Politikwissenschaft hatte damals für eine neugierige politisierte Studentin weit Interessanteres anzubieten als die Ethnologie, zumindest an meinen Studienorten. Fächergrenzen waren uninteressant; wir wollten die Gesellschaft verstehen und verändern. […]

SOZIOLOGISCHE ANMERKUNGEN ZUM PROBLEM DES FREMDVERSTEHENS
Anmerkung der Redaktion: Mit diesem Beitrag verabschiedet sich der Blog in die Semesterpause. Wir wünschen einen schönen Sommer und sind Anfang Oktober zurück. Das Problem des Fremdverstehens interessiert mich in zweierlei Hinsicht. Zum einen beschäftigt mich seit Langem die Frage nach dem deutenden Verstehen der Handlungen eines menschlichen Gegenübers generell. Alfred Schütz (1971, 1974) hatte […]

07/25/17
VIER STATT ZWEI: (RELATIVISMUS UND UNIVERSALISM)2
Sowohl der in der Süddeutschen Zeitung erschiene Beitrag als auch einige der im Blog versammelten interventions scheinen von der problematischen Annahme auszugehen, dass Relativismus und Universalismus ein sich gegenseitig logisch ausschließendes Paar konstituieren. Mit anderen Worten: entweder man ist Relativist oder man ist Universalist. Das Hauptproblem dieser Annahme ist die Verkennung der Tatsache, dass jede […]

07/18/17
ETHNOLOGIE ALS BERUF
Zunächst möchte man in diese (nicht neue, wiederkehrende) Diskussion um die Verklärung oder aber Verurteilung der Praxen und Subjektverständnisse anderer Kollektive einwerfen: nicht die Ethnologie als Disziplin, sondern kultur-, also modernitätskritische Intellektuelle des 18., 19. und des 20. – und vielleicht auch des 21. – Jahrhunderts haben ‚die Anderen‘ verklärt: Philosophen, Literaten, Künstler, gegenwärtig ebenso […]

07/11/17
DIE BEDEUTUNG DER ETHNOLOGIE IM ZEITALTER VON BREXIT
Ganz ehrlich gesagt ist der Artikel von Christian Weber in der Süddeutschen Zeitung an mir vorbeigegangen. Ich lebe seit 2004 in Großbritannien und habe mit Brexit genug Probleme. Auch ist die Ethnologen-Dresche leider kein Einzelfall. In Brasilien, meinem derzeitigen Forschungsfeld, werden Ethnologen in polemischen Zeitungskampagnen oftmals als naive Verteidiger der Indigenen angegriffen, vor allem wenn […]

07/04/17
AUFKLÄRUNG UND RELATIONISMUS
Beherrscht die (Sozial- und Kultur-)Anthropologie eine Universalsprache, mit der sie sich überall verständlich machen könnte? Ist sie in der Lage, restlos zur Sprache zu bringen, was den Leuten selbst unaussprechlich bleibt, was Tabus und Schweigegeboten unterliegt oder wovon andere nur vorsprachlich wissen? Hat sie ein exklusives Mandat dazu? Niemand würde diese Fragen mit einem dreifachen […]

06/27/17
KULTURRELATIVISMUS, GLEICHMACHEREI UND VERSTIMMTE GITARREN
Kulturrelativismus, ob als moralische Haltung, epistemologische Notwendigkeit oder methodischer Zugang, hat ein notwendiges Apriori: kulturelle Andersheit. Weil Kulturrelativismus ja diejenige Haltung kennzeichnet, die versucht, das kulturell Andere nicht im Lichte des Eigenen zu lesen, wird er dann relevant, wenn diejenigen Leute, um die es gerade geht, Dinge tun oder glauben, die von denen abweichen, die […]

06/20/17
VOM SINN UND UNSINN DES RELATIVISMUS
Ohne Zweifel gibt es romantische Idealisierungen und falsche Relativierungen – auch in den Wissenschaften. Aber hat sich damit der Relativismus erledigt? Das scheint Christian Weber mit seinem Artikel Die Mär vom edlen Wilden behaupten zu wollen, wenn er relativierenden Verstehensbemühungen pauschal falschen Romantizismus unterstellt. Einem flotten Artikel eine Debatte zu schenken, lohnt sich nur, wenn […]

06/13/17
ALTE KLISCHEES … ABER DAS EIGENTLICHE PROBLEM NICHT ERKANNT
Es liegt nun schon ein gutes Dreivierteljahr zurück, dass Christian Weber seinen Ethnologie-kritischen Artikel in der SZ veröffentlicht hat, und zahlreiche KollegInnen haben bereits mit sehr interessanten und gut geschriebenen Stellungnahmen reagiert. Insbesondere die Beiträge von Chris Hann, Bernhard Streck und Franz Krause möchte ich hervorheben, ohne damit die übrigen abwerten zu wollen. Die Diskussionen […]

05/30/17
HOW CAN WE (NOT) COMPARE WITH CULTURAL RELATIVISM?
The excellent contributions to this blog have demonstrated beyond doubt how relevant and indeed necessary cultural relativism is, not only for contemporary anthropological research, but also for countering recent xenophobic, racist and populist trends in European politics and practices. I see the preceding posts as a great resource with potentials for undergraduate teaching and non-specialist […]

05/23/17
RELATIVISMUS ALS VERBRECHEN
Der Relativismus ist eine Form des Gedankenexperiments, das Ethnologie nicht erfunden hat. Die Idee, alles anzuzweifeln entstammt der Philosophie (Sokrates Mäeutik, Platos Höhlengleichnis) und brachte Descartes Meditationen ebenso hervor wie den Mystizismus Jakob Böhmes oder den Marxismus. Zu Rettung, Sinn und Ideengeschichte des Relativismus innerhalb der Ethnologie verweisen Beiträge dieses Blogs zu Recht auf die […]

BIBI UND TINA
Okay, okay – an diesem unwirtlichen Ort ist Vorsicht geboten. Wir sind auf dem Martinshof und es sind Sommerferien. Hufe klappern und Pferde traben. Sie springen über den Wassergraben und über Stock und Stein. Wer wird das wohl sein? Es sind Bibi und Tina auf Amadeus und Sabrina. Wie in jedem Jahr besucht Bibi Blocksberg […]

05/09/17
DAS SEGENSREICHE SELBST IM SPIEGELSAAL
So ist es eben, wenn jemand die Welt erklären möchte, ohne sie selbst erfahren zu haben. Dann sammelt man die eignen Selbstverständlichkeiten aus dem Oberstübchen zusammen und erklärt diese gerade mal als Richtschnur für gutes Verhalten: denn darum geht es dem Autoren Christian Weber in seinem Artikel in der SZ. Man muss sich nur die […]

04/25/17
ON NOBLE ANTHROPOLOGISTS AND IGNOBLE JOURNALISTS
I thank the organizers of this blog for soliciting a foreign contribution. Unlike all previous contributors (as far as I can tell), I am based outside the country and the academic tradition in which I received my training. In 2017 it would be strange to exaggerate the significance of these differences within the broad field […]

04/18/17
FOUR COMMENTS ON ANTHROPOLOGY AND CULTURAL RELATIVISM TODAY
Christian Weber’s specific claims in the Süddeutsche Zeitung about the relationship of ethnology to native peoples hardly deserves our attention, so unreservedly arrogant and mean-spirited, as it is, filled with willful ignorance and misrepresentation. I am most puzzled why the editors of the SZ, which I highly respect and regularly read, would suspend their consistently […]

KULTURRELATIVISMUS, ETHNOPLURALISMUS, “KRITISCHER ETHNOZENTRISMUS”
1 Der Artikel von Christian Weber ist ausführlich besprochen und seine Einwände gegen das Fach sind von ihm selbst relativiert, von anderen widerlegt worden. Das “Gespenst des Indigenen” ist einmal als europäischer Eskapismus (von BoBos, Lebensreformern etc.), ein anderes Mal als letzte Gefährdung (innere und äußere: der Pegida-Sachse, der Detonations-Syrer) enttarnt worden, aber kaum mehr […]

VON WILDEN UND WERTEN
Das Problem der öffentlichen Wahrnehmung  Die Ethnologie hat ein Problem mit ihrer öffentlichen Wahrnehmung. Es ist offenbar schlecht bestellt um die Allgemeinverständlichkeit des Faches. Sollen sich die Presse, die selten genug über unsere Arbeit berichtet, und die interessierte Öffentlichkeit soweit in unsere Disziplin einarbeiten, dass die ethnologische „Krise der Repräsentation“, der „ontologische turn“ und die […]

03/28/17
EIN LEICHTSINNIGES SPIEL
Es scheint, als ob SZ-Journalist Christian Weber, als er beschloss, das rostige Perpetuum Mobile der Kritik an der ‚Mär vom edlen Wilden‘ erneut anzuwerfen, nichts besseres zu tun hatte. Okay, okay – in der unwirtlichen Welt des Berufsjournalismus mag es weiterhin angebracht sein, über Themen, denen die heimische Nestwärme fehlt, vorsichtshalber so massiv drüber zu […]

03/21/17
WAS KANN DIE SOZIOLOGIE VON DER ETHNOLOGIE LERNEN?
In der Debatte in diesem Blog ist im Prinzip das Wichtigste schon gesagt. Es geht der Ethnologie nicht darum, Praktiken zu legitimieren, die aus einem modernen menschenrechtlichen Perspektive als unmenschlich und gewaltsam abzulehnen sind, wie z.B. brachiale körperliche Eingriffe. Vielmehr geht es darum, solche Praktiken aus dem Sinnzusammenhang heraus zu verstehen, in dem sie als […]

03/14/17
STANLEY, NICHT JARED
“Civilized men are more discourteous than savages because they know they can be impolite without having their skulls split, as a general thing.” – Robert E. Howard, The Tower of the Elephant „It is always useful—even necessary—to understand non-A in order to understand A.“- Alain Testart, What is a Gift (2013: 256) Herr Weber hat […]

03/03/17
VON UNTERSCHIEDEN, UNTERSCHEIDUNGEN UND POLITISCH MOTIVIERTEN RELATIVIERUNGEN
Worum geht es hier und warum lohnt es sich, darüber zu diskutieren? Ein uninformierter Wissenschaftsjournalist, der an anderer Stelle[1] von sich behauptet, den akademischen Betrieb als eine Art Dolmetscher kritisch zu beobachten, und gerne „große, tiefe Geschichten“ schreiben möchte, wie sie bei der Süddeutschen Zeitung noch möglich seien, veröffentlicht einen oberflächlichen, uninformierten und verquasten Artikel. […]

02/28/17
DENN ALLES FLEISCH, ES IST WIE GRAS!
Anmerkung der Redaktion: Marpurg uff Fastnacht 2017  Dieser Blog verdankt sein Entstehen einem Feuilleton-Aufsatz, doch um den geht es hier inzwischen kaum noch, sondern allgemein um ethnologischen Kulturrelativismus. Den möchte ich aber auch noch einmal auf jenen Aufsatz anwenden. Ich nehme ihn zum Beispiel einer von vielen widersprüchlichen Facetten unserer uneinheitlichen Kultur: Der Feindschaft gegen […]

02/21/17
ETHNOLOGIE UND ÖFFENTLICHKEIT: ODER DIE KUNST, ZWISCHEN DEN STÜHLEN ZU SITZEN
Warum reagieren deutsche Ethnologinnen und Ethnologen derart dünnhäutig auf ein paar journalistische Seitenhiebe auf ihr Fach? Auf die Gefahr hin, als Nestbeschmutzer zu gelten: Der Journalist, dessen Artikel diesen gelehrten ‚Shitstorm‘ auslöste, hat einen wunden Punkt getroffen, sonst würden sich nicht so viele von uns bemüßigt fühlen, Repliken zu verfassen. Er trifft das Fach und […]

02/14/17
WE’VE GOT A BIGGER PROBLEM NOW
Runde 1.  Ist es wirklich notwendig, einen Blog zum Kulturrelativismus ins Leben zu rufen, weil ein Wissenschaftsjournalist grobschlächtig über unser Fach generalisiert? Nein, wahrscheinlich nicht. Aber zugegeben: Weber ist kein Einzelfall. Auch in der „Zeit“ konnte man vor einiger Zeit einen Artikel lesen, der den Begriff Kulturrelativismus mit moralischer Indifferenz gleichsetzte. Demnach fliegen hier gleich […]

02/07/17
WAS TUN MIT „KETZERISCHEN FRAGEN“? EIN PLÄDOYER FÜR DEN PRAKTISCHEN HUMANISMUS
Der Artikel Die Mär des edlen Wilden erscheint heute wie eine Polemik, doch zur Hochzeit des Kolonialismus würde Christian Webers Argumentation die gängige Geisteshaltung widerspiegeln. Kolonialismus definierte sich nicht nur durch die Landnahme oder die Ausbeutung von Arbeitskräften, sondern auch durch die Beherrschung des Bewusstseins und Denkens. Die Mittel hierfür waren nicht physische Gewalt, sondern […]

MIMETISCHE PRAKTIKEN IN DER BEGEGNUNG VON EIGENEM UND FREMDEM. HEGEMONIALE IMAGINATIONEN UND IHRE SUBVERSION
Die Selbstvergessenheit von “Kulturkritikern”  Immer wieder einmal wird der Ethnologie vorgeworfen, sie idealisiere abstruse kulturelle Praktiken bei “indigenen” nichteuropäischen Gesellschaften. Impliziert wird in der Kritik, dass Ethnographien in ihrem Methodenkanon in der Tat die Logik der Praxis anderer Kulturen durch ethnographisches Schreiben autorisieren und legitimieren, indem sie vor allem die Stimmen der Beteiligten und deren […]

01/24/17
ALLE KULTUR IST PREKÄR. DIE RELATIVISTISCHE ETHNOLOGIE ALS AUFKLÄRUNG
Nichts ist wahr ohne sein Gegenteil, sagt der junge Alte Martin Walser. Also: Aufklärung ist immer auch Verklärung, insbesondere wo sie sich dem alles beanspruchenden Fortschrittsmythos verpflichtet zeigt. Und Kulturrelativismus verabsolutiert die kulturelle Kreativität, gerade wo diese, wie so oft, in Wahn und Grauen ausschlägt oder, wie noch öfters, fremdbestimmt ist. Die beiden im Widerstreit […]

01/17/17
VÖLLIG LOSGELÖST, NICHTS GELERNT UND NICHT GEWILLT ZU LERNEN!
„Okay, okay – an einigen unwirtlichen Orten dieses Planeten mag es immer noch angebracht sein, fremde Menschen, die einem unangemeldet über den Weg laufen, vorsichtshalber zu erschlagen …“ Mit diesen Worten leitet Christian Weber seinen Artikel über die „edlen Wilden“ ein, an dessen Ende eine generalisierende Diskreditierung der Ethnologie steht, mit herausgepickten angeblichen Argumenten verschiedener […]

01/10/17
ANTWORT AUF DEN OFFENEN BRIEF DER DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR VÖLKERKUNDE AN DIE SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
Anmerkung der Redaktion: Die Stellungnahme von Christian Weber findet sich auf der Facebook-Seite der DGV:  https://www.facebook.com/DGV.GermanAnthropologicalAssociation/posts/1876… Erstaunt habe ich die Stellungnahme zu meinem Artikel ‚Dschungelmärchen‘ in der Süddeutschen Zeitung vom 15. Oktober 2016 gelesen. Ihr zugrunde liegt ein Missverständnis. In dem kritisierten Beitrag geht es gar nicht um die Ethnologie als Wissenschaft, deren Theoriegeschichte oder […]

WER ERHÄLT DIE MÄR VOM EDLEN WILDEN? GEGEN DIE DISKREDITIERUNG EINER GESAMTEN DISZIPLIN
Anmerkung der Redaktion: Bei folgendem Text handelt es sich um einen offenen Brief des aktuellen Vorstands und Beirats der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde (DGV), der am 26. Oktober 2016 auf der DGV-Webseite veröffentlicht wurde. Autoren des Textes sind Hansjörg Dilger, Kristina Dohrn, Dominik Mattes, Anita von Poser, Birgitt Röttger-Rössler und Olaf Zenker. Vgl. http://www.dgv-net.de/offener-brief-an-die- sueddeutsche-zeitung/  […]

12/27/16
DIE MÄR VOM GRAUSAMEN WILDEN
Christian Weber gehört zu denjenigen Wissenschaftsjournalisten, die Wissenschaft kritisch hinterfragen und sich auch nicht scheuen, wie ihre Kollegen aus der Politik ihre Meinung kundzutun. In seinem Artikel Die Mär vom Edlen Wilden dient ihm ein Fotoband von Nelson, aus dem farbige Abbildungen den Artikel illustrieren, zum Anlass, über uns und die Anderen nachzudenken. Das Thema ist […]

UND BOAS HAT DOCH RECHT! EIN PLÄDOYER FÜR DEN KULTURRELATIVISMUS
Anmerkung der Redaktion: Thomas Reinhardt veröffentlichte diesen Text zuerst Anfang November 2016 auf der Homepage des ethnologischen Instituts der Ludwig-Maximilians- Universität München als offenen Brief an die Süddeutsche Zeitung – Betr.: SZ vom 17.10.2016, Christian Weber: Die Mär vom edlen Wilden Der Mensch ist nicht immer gut. Was er sich an kulturellen Praktiken einfallen lässt, […]

RELATIVISMUS RELATIVIERT. FÜR EINEN MODERATEN KULTURRELATIVISMUS
Cora Bender kritisiert einen Artikel von Christian Weber in der Süddeutschen Zeitung, in dem er den Kulturrelativismus angreift und damit einen Kern der Ethnologie. Ich finde den Ärger, den ihre prompte Reaktion zeigt, berechtigt. Obwohl Benders Gegenrede deutlich länger als Webers Aufsatz ist, rekurriert sie fast nur auf seine Polemik gegen die Ethnologie. Auf die […]

12/06/16
DAS GESPENST DES KULTURRELATIVISMUS
Anmerkung der Redaktion: Wir beginnen diesen Blog mit einem Beitrag von Cora Bender, die am 16.10.2016 als eine der ersten Ethnologinnen auf Facebook mit einer Gegenpolemik auf Christian Webers Artikel reagierte. Die Ethnologie hat irgendwas richtig gemacht, wenn sie in der Süddeutschen Zeitung zusammen mit den indigenen Völkern attackiert wird.

KULTURRELATIVISMUS UND AUFKLÄRUNG
Unter dem Titel „Dschungelmärchen“ erschien am 15. Oktober 2016 in der Druckausgabe der Süddeutschen Zeitung (online als „Die Mär vom edlen Wilden“ am 17.10.2016) eine Polemik gegen die Ethnologie. Der Autor Christian Weber zeichnet darin ein Bild der Ethnologie, das diese als unheilbringende und gefährliche Verklärerin barbarischer Verhaltensweisen erscheinen lässt, rechtfertige der von der Ethnologie propagierte […]