{"id":1599,"date":"2018-07-24T00:00:00","date_gmt":"2018-07-23T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/boasblogs.org\/whatsinaname\/ich-habe-nichts-gegen-sozial-und-kulturanthropologinnen-einige-meiner-besten-freundinnen-sind-sozial-und-kulturanthropologinnen\/"},"modified":"2019-09-23T17:08:32","modified_gmt":"2019-09-23T15:08:32","slug":"ich-habe-nichts-gegen-sozial-und-kulturanthropologinnen-einige-meiner-besten-freundinnen-sind-sozial-und-kulturanthropologinnen","status":"publish","type":"whatsinaname","link":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/ich-habe-nichts-gegen-sozial-und-kulturanthropologinnen-einige-meiner-besten-freundinnen-sind-sozial-und-kulturanthropologinnen\/","title":{"rendered":"Ich habe nichts gegen Sozial- und KulturanthropologInnen, einige meiner besten FreundInnen sind Sozial- und KulturanthropologInnen"},"content":{"rendered":"\n<style>\n\t.dkpdf-download-icon { height: 1.5rem; }\n<\/style>\n\n\n\n\t<div class=\"dkpdf-button-container\" style=\" text-align:right \">\n\n\t\t<a class=\"dkpdf-button\" href=\"\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1599?pdf=1599\" target=\"_blank\">\n\t\t\t<img src='\/wp-content\/themes\/boasblogs\/dkpdf\/download_red.svg' class=dkpdf-download-icon'\/>\n\t\t<\/a>\n\t\n\t\t<!-- <a class=\"dkpdf-button\" href=\"\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1599?pdf=1599\" target=\"_blank\"><span class=\"dkpdf-button-icon\"><i class=\"fa fa-file-pdf-o\"><\/i><\/span> Download PDF<\/a> &rarr; -->\n\n\t<\/div>\n\n<p>Ich arbeite am <em>Institut f\u00fcr Kulturanthropologie\/Europ\u00e4ische Ethnologie<\/em> der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen; die wissenschaftliche Fachgesellschaft, bei der ich Mitglied bin, ist die <em>dgv<\/em>, die <em>Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Volkskunde<\/em>. Wie einige andere KollegInnen wurde ich von den Blog-BetreiberInnen freundlicherweise eingeladen, die Umbenennungsdebatte und ihre m\u00f6glichen Folgen f\u00fcr das Verh\u00e4ltnis der beiden F\u00e4cher \u2013 Ex-V\u00f6lkerkunde und Ex-Volkskunde \u2013 zu kommentieren. Ich w\u00fcnsche den Kolleginnen und Kollegen in der DGSKA, dass sie die Lage angesichts der generellen Tendenz zur Ununterscheidbarkeit von Fachbenennungsdebatten und Wissenschaftssatire mit etwas Humor nehmen k\u00f6nnen. Ein wenig Schadenfreude dar\u00fcber, dass das Benennungschaos bei der Ethnologie\/Sozial- und Kulturanthropologie nun \u00e4hnlich weit gediehen ist wie \u201ebei uns\u201c \u2013 die spiegelverkehrten Umbenennungsprozesse haben schon was! \u2013 und dar\u00fcber, dass auch dort die handliche L\u00f6sung ohne Dopplungen nicht gelingen will, kann ich nicht verleugnen. Nett ist das sicher nicht von mir, ich hoffe aber, einigerma\u00dfen verst\u00e4ndlich. Man ist mit seinem Leid nicht gern allein.<\/p>\n<div align=\"justify\">\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Bed\u00fcrfnis, den Namen \u201eV\u00f6lkerkunde\u201c abzulegen, kann ich jedenfalls sehr gut nachvollziehen. Das auch auf Fachverbandsebene zu tun, war in meinen Augen eine \u00fcberf\u00e4llige Entscheidung. Rundum elegant, historisch \u00fcber alle Zweifel erhaben und widerspruchsfrei ist auch die neue L\u00f6sung offenbar nicht, aber weder Ethnologie noch V\u00f6lkerkunde schneiden in dieser Hinsicht besser ab. Die Kritik, die Umbenennung sei Teil eines allgemeinen Rechtsrucks, wirkt auf mich abstrus. Ein affirmatives Verh\u00e4ltnis zu universit\u00e4tspolitischen Steuerungsprozessen (Stichwort \u201eproaktiv\u201c) und Prestigepolitiken scheint in einigen Begr\u00fcndungen schon eher durch, aber wer steht da schon g\u00e4nzlich dr\u00fcber und will den ersten Stein werfen. Daf\u00fcr irritieren in einigen der pro-ethnologischen Beitr\u00e4ge die denunzierenden Formulierungen \u2013 gelegentlich erinnerte die Debatte fast schon an die unselige Berliner Volksb\u00fchnen-Konfrontationsformierung von Derconianern (\u201eWir Kosmopoliten!\u201c) vs. Castorfianern (\u201eIhr Neoliberale!\u201c).<\/p>\n<p>Ansonsten habe ich beim Lesen, wie man so sagt, tats\u00e4chlich viel gelernt.<\/p>\n<p>Auch dar\u00fcber, dass die Grenzen des Sagbaren in der Ethnologie\/SKA l\u00e4ngst nicht so strikt gezogen werden, wie ich mir das vorgestellt hatte: Als ich in Bernhard Strecks Text von einer \u201eNeuen Weltordnung\u201c las, an der die Sozial- und Kulturanthropologie notwendig teilhabe, weil sie aus dem \u201eangloamerikanischen Westen\u201c kommt, gegen den die \u201eSouver\u00e4nit\u00e4t\u201c (der V\u00f6lker) hochzuhalten sei, da verlor ich mich zun\u00e4chst im Dickicht von Sarkasmus, emphatischem Antimodernismus und Verschw\u00f6rungstheorie-Vokabel. (Ein Kollege wies in den Kommentaren verdienstvollerweise kritisch auf die indirekte Assad-Apologie im Text hin). Dann ergooglete ich (danke, Amerika!) ein siebzehnseitiges Gutachten, in dem der Blog-Autor dem AfD-Politiker Wolfgang Gedeon \u2013 was tagespolitisch vor zwei Jahren einige Nachrichten wert war \u2013 bescheinigte, kein Antisemit im strikten Sinne des Wortes zu sein. Beeindruckt von Gedeons, wie er sagt, nonkonformistischen Denken, bewarb Streck dessen antij\u00fcdisch-antimodern-antizionistischen Dreiteiler \u201eChristlich-europ\u00e4ische Leitkultur\u201c als \u201epolitisch-historisches Meisterwerk\u201c. Streck teilt, wie er sagt, \u201ekeineswegs alle Positionen\u201c Gedeons (Gutachten, S. 15), vor allem nicht die theologischen, um die es Gedeon vor allem geht, will aber wie dieser dem \u201eNOVUM ORDO SECLORUM des Dollarscheins\u201c (ebd., S. 8) etwas entgegenhalten, offensichtlich auch im Anti-Neue-Weltordnungs-Blog-Text, der so zur intertextuellen Fortsetzung des Pro-Gedeon-Gutachtens wird. Da f\u00fchlt sich jemand anscheinend wahnsinnig unangepasst und wagemutig, als K\u00e4mpfer gegen den Zeitgeist und den Terror der politischen Korrektheit \u2013 oder spielt er nur neu-rechtes Bullshit-Bingo mit sich selbst? Seltsam jedenfalls, das im Zusammenhang dieses Forums zu lesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00dcbernahmen, Enteignungen &amp; Eingemeindungen<\/strong><\/p>\n<p>Genug echauffiert, zur\u00fcck zum Thema und zu den F\u00e4chern. Bislang sind bei mir keine Diskussionen angekommen, in denen auf \u201eunserer\u201c Seite der l\u00f6chrigen disziplin\u00e4ren Trennmauer dar\u00fcber spekuliert w\u00fcrde, ob mit dieser Umbenennung eine feindliche \u00dcbernahme, eine freundliche \u00dcbernahme, gar keine \u00dcbernahme, eine Einladung, keine Einladung oder was auch immer gemeint war. Solche Fragen k\u00f6nnte man sich ja stellen, vielleicht tun das auch die einen oder anderen. Es ber\u00fchrt uns bislang aber insgesamt nicht so sehr, glaube ich; die wissenschaftspolitische Vorsicht und Erfahrung gebieten ohnehin eher Quietismus und Aussitzen: Lieber nichts tun als schlafende Hunde zu wecken, sich daneben zu benehmen, einen Korb zu holen, in schwer kontrollierbare Dynamiken zu geraten usw.. Aber bemerkenswert ist das schon: Meine KollegInnen und ich sind durch die Umbenennung der DGV zur DGSKA terminologisch in den Verband eingemeindet worden und m\u00fcssten ihm nun eigentlich beitreten, da er sich ja f\u00fcr Leute wie uns zust\u00e4ndig erkl\u00e4rt \u2013 st\u00e4rker als unser eigener Verband, schlie\u00dflich sind wir ja, was die Instituts- und Studiengangnamen angeht, keine VolkskundlerInnen mehr.<\/p>\n<p>Allerdings w\u00e4re es unehrlich, sich auf unserer Seite \u00fcber diese ungefragte Eingemeindung allzu laut beschweren oder gar eine Enteignung beklagen zu wollen, denn die Ex-Volkskunde hat in den letzten Jahrzehnten auch Namen \u2013 vor allem eben Kulturanthropologie \u2013 f\u00fcr sich beansprucht, die die (vor allem au\u00dfereurop\u00e4ische) Ethnologie wissenschaftssystematisch mit mindestens ebenso viel Recht f\u00fcr sich beanspruchen h\u00e4tte k\u00f6nnen. Die Ex-V\u00f6lkerkunde war bei den R\u00fcck\u00fcbersetzungen aus dem Englischen aber deutlich langsamer \u2013 und holt jetzt offensichtlich auf bzw. hat uns \u00fcberholt. Wenn EthnologInnen bzw. nach jetzigem <em>Sprachgebrauch Sozial- und KulturanthropologInnen, deren Vorg\u00e4ngerfach V\u00f6lkerkunde hei\u00dft<\/em>, solche Entlehnungen vonseiten der Ex-Volkskunde damals dreist fanden und deshalb die j\u00fcngsten Eingemeindungen nur als historische Berichtigung betrachten, kann ich das nachvollziehen. Wenn ihnen \u2013 wahrscheinlicher \u2013 real existierende kulturanthropologische Institute, die nicht zur DGV oder zur DGSKA geh\u00f6ren, sondern zur dgv, eher gleichg\u00fcltig sind \u2013 <em>fair enough<\/em>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Disziplinarit\u00e4t und Lebenslauf<\/strong><\/p>\n<p>Um einen kurzen Einblick in den Benennungs-Wirrwarr zu geben, durch den sich unsereins in einer wissenschaftlichen Biografie so bewegt und zu dem zumindest ich dann irgendwann ein resigniert-liebevolles Verh\u00e4ltnis entwickelt habe: Studiert habe ich <em>Europ\u00e4ische Ethnologie<\/em>, an der HU Berlin. Das Institut steht in der Nachfolge des <em>Bereichs Ethnografie<\/em>, Sektion Geschichte, der zu DDR-Zeiten ein Fernstudium der <em>Deutschen Volkskunde<\/em> anbot. Das Studienfach habe ich gew\u00e4hlt, weil ich \u2013 eher zuf\u00e4llig \u2013 wusste, dass sich hinter diesem Namen das verbirgt, was in T\u00fcbingen Empirische Kulturwissenschaft hei\u00dft, also eine ethnografisch und kultursoziologisch und zum Teil auch ethnologisch modernisierte ehemalige Volkskunde mit historischen, vor allem alltagsgeschichtlichen, Komponenten. Das war mein Verst\u00e4ndnis, manche Lehrende sahen es eher so, dass sie ein g\u00e4nzlich neues Fach unterrichten. Mein Doktorvater in der Europ\u00e4ischen Ethnologie ist wiederum habilitierter <em>Kultursoziologe<\/em>, dessen besonderes wissenschaftsgeschichtliches Interesse sowohl den <em>Cultural Studies<\/em> als auch der <em>Cultural Anthropology<\/em> galt (vor allem ersteres teile ich). Dann habe ich am <em>Institut f\u00fcr S\u00e4chsische Geschichte und Volkskunde<\/em> gearbeitet \u2013 und angesichts des V-Wortes einigen Spott Berliner KommilitonInnen \u00fcber mich ergehen lassen m\u00fcssen \u2013 \u00a0daraufhin einige Jahre am <em>Institut f\u00fcr Volkskunde\/Europ\u00e4ische Ethnologie der LMU M\u00fcnchen<\/em>, das aber seit 2018 <em>Institut f\u00fcr Empirische Kulturwissenschaft\/Europ\u00e4ische Ethnologie<\/em> hei\u00dft, bis 2007 aber noch das <em>Institut f\u00fcr deutsche und vergleichende Volkskunde<\/em> war. Durch den Wechsel nach G\u00f6ttingen wurde ich 2015 offiziell zum <em>Kulturanthropologen<\/em>, was ich bis dahin noch nicht war, ohne daf\u00fcr aber das Fach wechseln zu m\u00fcssen. Eine meiner dortigen Kolleginnen, die dort 2003 in die Umbenennung von <em>Volkskunde<\/em> zur <em>KAEE<\/em> involviert war, hat einen Ph.D. in <em>Folklore Studies <\/em>(setzte sich aber auch schon in den USA f\u00fcr Umbenennungen ein), die andere in <em>Kulturanthropologie\/Europ\u00e4ische Ethnologie<\/em>. Leuten, denen ich in Feldforschungen und bei Interviews begegne, stelle ich mich meistens als <em>Kulturwissenschaftler<\/em> vor, das finde ich unverf\u00e4nglicher als <em>Kulturanthropologe<\/em> (kennt ja kaum jemand, und &#8211;<em>anthropologie<\/em> evoziert gelegentlich doch noch seltsame biologistische Assoziationen, ein zum Rechtsradikalismus tendierender Interviewpartner erhoffte sich von mir mal Sch\u00e4delvermessung), <em>Ethnologe<\/em> nenne ich mich in schwachen Momenten, wenn nicht das Risiko besteht, dass sich jemand ethnisiert und exotisiert vorkommt \u2013 und wenn keine V\u00f6lkerkundlerInnen in der N\u00e4he sind, die da h\u00e4ufig exklusive Anspr\u00fcche haben. <em>Europ\u00e4ischer Ethnologe<\/em> funktioniert nicht, weil die Information, dass ich aus Europa komme, selten jemanden \u00fcberrascht. In interdisziplin\u00e4ren Zusammenh\u00e4ngen formuliere ich auch mal so etwas wie \u201e<em>wir Ethnografen<\/em>\u201c (bzw. EthnografInnen), wozu ich mich durch einigerma\u00dfen ausf\u00fchrliche Feldforschungen berechtigt f\u00fchle. In einer interdisziplin\u00e4ren DFG-Forschergruppe, an der ich beteiligt bin, erkl\u00e4rt die Kollegin aus der Ethnologie in englischsprachigen Situationen gern, sie selbst sei <em>social anthropologist<\/em> und wir (Ex-VolkskundlerInnen) seien <em>cultural anthropologists<\/em>. Das klingt erstmal gut, nur: Viele meiner KollegInnen von der Kulturanthropologie\/Europ\u00e4ischen Ethnologie nennen sich in englischsprachigen Zusammenh\u00e4ngen auch lieber <em>social anthropologists<\/em>, was meiner Beobachtung nach mit Lekt\u00fcrelisten, Studienaufenthalten, Anglophilie und auch theoretisch fundiertem Anti-Kulturalismus zusammenh\u00e4ngt und auch zur Berufung einer <em>social anthropologist <\/em>auf einen Europ\u00e4ische Ethnologie-Lehrstuhl vor einigen Jahren passt. Es macht die Lage aber auch nicht \u00fcbersichtlicher.<\/p>\n<p>Bei allem Umbenennungsflei\u00df und terminologischem Wirrwarr: die <em>Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Volkskunde<\/em> (gegr\u00fcndet erst 1963 als Nachfolgerin des <em>Verbandes der deutschen Vereine f\u00fcr Volkskunde <\/em>von 1904) hat den Namen <em>Volkskunde<\/em> bis heute ebenso wenig abgelegt wie die <em>Zeitschrift f\u00fcr Volkskunde<\/em> (wor\u00fcber k\u00fcrzlich aber noch einmal diskutiert wurde) \u2013 sicherlich auch aus allgemeiner Erm\u00fcdung nach nunmehr f\u00fcnf Jahrzehnten der Namensdiskussionen. Seit kurzer Zeit gibt es eine englischsprachige Ausgabe der <em>Zeitschrift f\u00fcr Volkskunde<\/em>, das <em>Journal for Cultural Analysis and European Ethnology<\/em>. Auch nochmal eine Option.<\/p>\n<p>Wie gesagt, ich habe ein eher liebesvolles Verh\u00e4ltnis zu dieser Un\u00fcbersichtlichkeit entwickelt und glaube nicht daran, dass es hier je wieder klare Verh\u00e4ltnisse geben wird.<\/p>\n<p>In meinen Augen ist der Begriff Volkskunde schon aufgrund der Assoziationen, die er provoziert, nicht zu retten. Ein Bewusstsein davon, dass damit auch einiges verloren ging und geht, widerspricht dieser \u00dcberzeugung letztlich nicht: Verloren ging aber zum Beispiel der explizite Bezug auf die Subalternen und das Populare (<em>populus<\/em> und <em>demos<\/em>, nicht so eindeutig <em>ethnos<\/em> wie in der V\u00f6lkerkunde), eine durchaus beeindruckende Forschungsgeschichte insbesondere \u00fcber soziale Unterschichten, \u00fcber die und mit denen sonst kaum jemand arbeitete, oder auch der stete Zwang zur Auseinandersetzung mit untergr\u00fcndigen v\u00f6lkisch-nationalistischen Kontinuit\u00e4ten sowie ein Wissen um die eigene Provinzialit\u00e4t, das ja eine gute Grundlage f\u00fcr einen nicht-elit\u00e4ren Kosmopolitismus sein kann. Weil mir die zuletzt genannten Aspekte immer wichtiger geworden sind, je mehr ich mich mit der Fachgeschichte besch\u00e4ftigt habe, kann ich mit den fortlaufenden Namen von Verband und Zeitschrift (<em>Zeitschrift f\u00fcr Volkskunde<\/em>) einigerma\u00dfen leben. Die Studieng\u00e4nge und Institute hei\u00dfen ja meist l\u00e4ngst anders (eben Europ\u00e4ische Ethnologie, Kulturanthropologie, Empirische Kulturwissenschaft, gelegentlich noch mit Volkskunde vor oder hinter einem Schr\u00e4gstrich).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Namen und was sie bedeuten (Bendix\/Eggeling 2004)<\/strong><a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[<\/a><a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">1]<\/a><\/p>\n<p>W\u00fcrden \u201ewir\u201c nun ebenfalls in eine neue Umbenennungsdiskussion auf Verbandsebene einsteigen, st\u00fcnde \u2013 mal wieder \u2013 die praktische Frage im Raum, welche anderen Namen \u00fcberhaupt zur Verf\u00fcgung stehen. Verbreitet sind bei uns derzeit vor allem drei Bezeichnungen: Kulturanthropologie, Europ\u00e4ische Ethnologie und empirische Kulturwissenschaft.<\/p>\n<p>\u201eGesellschaft f\u00fcr Kulturanthropologie\u201c k\u00f6nnen wir uns jetzt offensichtlich nicht mehr nennen, das ist die einzige klare Ver\u00e4nderung. \u201eGesellschaft f\u00fcr Europ\u00e4ische Ethnologie\u201c w\u00e4re f\u00fcr mich nicht plausibel, jetzt weniger denn je, weil die vermeintliche Systematik einer europ\u00e4ischen und einer au\u00dfereurop\u00e4ischen Ethnologie in verschiedener Hinsicht fragw\u00fcrdig ist (was genau ist nochmal dieses Europa?) und die KAEE\/EKW mit ihrer historisch-archivalischen Komponente, ihrer kulturwissenschaftlichen \u00d6ffnung etc. als regionale Ethnologie missverstanden und in ein besonders wenig den eigenen K\u00f6rperformen angepasstes disziplin\u00e4r-methodologisches Korsett gezw\u00e4ngt w\u00e4re \u2013 ganz abgesehen davon, dass selbst die Ethnologie nicht mehr Ethnologie hei\u00dfen will und es jetzt besonders seltsam w\u00e4re, unsererseits diesen abgelegten Namen aufzugreifen und so den Ethnos-Begriff im Spiel zu halten. Bei der DFG ist der F\u00e4cher-Name 106-1 bislang allerdings \u201eEthnologie und Europ\u00e4ische Ethnologie\u201c \u2013 we\u2019ll see what happens, wie Trump immer so sch\u00f6n sagt.<\/p>\n<p>Es bleibt die \u201eGesellschaft f\u00fcr empirische Kulturwissenschaft\u201c. Mir w\u00e4re das recht. So benannte sich das Vorreiterinstitut der fachpolitischen Umbauten an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen um 1970. Die Bezeichnung EKW machte Furore, wurde aber jahrzehntelang von keinem anderen Institut \u00fcbernommen; \u201eEurop\u00e4ische Ethnologie\u201c lag damals vielen im Fach n\u00e4her, u.a. weil sie so das Volk nicht ganz aufgeben mussten, es f\u00fcgte sich in die Sprachregelungen in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern und passte dann sp\u00e4ter z.B. auch besser an manche Universit\u00e4ten wie die HU Berlin, wo es keine Ethnologie gab, von der man sich h\u00e4tte abgrenzen m\u00fcssen, aber eine (dezidiert hochkulturelle) Kulturwissenschaft. EKW galt als Benennung bis vor kurzem als ein bisschen antiquiert, glaube ich, bis sie sich auf einmal wieder in neuen Studieng\u00e4ngen, Professur- und Institutsbenennungen wiederfand (in Z\u00fcrich, Klagenfurt, M\u00fcnchen).<\/p>\n<p>Oder \u2013 und das w\u00e4re die vierte Alternative, die jetzt im Raum zu stehen scheint \u2013 verstehen wir uns vielleicht doch in erster Linie als Bestandteil einer \u00fcbergreifenden <em>Anthropology<\/em> bzw. Sozial- und Kulturanthropologie mit der Tendenz zum r\u00e4umlichen Gegenstandsbereich Europa, was dann mittel- oder l\u00e4ngerfristig zu einer st\u00e4rkeren institutionellen Ann\u00e4herung oder Verschmelzung f\u00fchren sollte?<\/p>\n<p>Steht \u201eSKA\u201c also f\u00fcr eine inhaltliche, methodische und transdisziplin\u00e4re \u00d6ffnung der Ethnologie, mit der sich dann auch die Vorbehalte unsererseits gegen\u00fcber dem einengenden disziplin\u00e4r-methodischen Korsett erledigt h\u00e4tten, das sich, so k\u00f6nnte man zumindest denken, zumindest f\u00fcr viele von uns mit den Namen <em>Ethnologie<\/em> verbindet? Ich glaube, dass eine ganze Reihe von KollegInnen diese Aussicht sympathisch f\u00e4nden und die eigene Arbeit auch in erster Linie so (als Europa-SKA) verstehen. Vonseiten der Europa-Ethnologie, die institutionell aus der V\u00f6lkerkunde kommt, wurde eine solche Ann\u00e4herung ja bereits immer wieder vorgeschlagen \u2013 auch vor dem Hintergrund eines offenkundigen Unbehagens in der \u201eeigenen\u201c damals Ethnologie\/V\u00f6lkerkunde, wie sie damals real existierte. Und tats\u00e4chlich gibt es ja nicht nur viele Kooperationen bei Forschungsprojekten, sondern inzwischen auch \u2013 anders als vor zehn Jahren \u2013 einige gemeinsame Studieng\u00e4nge.<\/p>\n<p>Aber <em>konsens<\/em>f\u00e4hig ist derzeit, glaube ich, weder \u201eEKW\u201c noch \u201eEuropa-SKA\u201c. <em>Mehrheits<\/em>f\u00e4hig k\u00f6nnten je nach Abstimmungssituationen mit all ihren Kontingenzen beide sein: Da m\u00fcsste man sich dann eben angemessen vorbereiten und off- und online organisieren, f\u00fcr so etwas gibt es ja offensichtlich Vorbilder&#8230;<\/p>\n<p>Die Fach-Verh\u00e4ltnis-Strategiediskussionen haben bekannterma\u00dfen eine eigene Geschichte. Auf die kurzen Diskussionsbeitr\u00e4ge von Thomas Hauschild, Dorle Drackl\u00e9, Karl Braun und Wolfgang Kaschuba in den DGV-Nachrichten von 2006 wurde in diesem Blog schon verwiesen<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>; andere Positionen finden sich zum Beispiel in Texten von Gisela Welz<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> und (eher ethnologiskeptisch) Rolf Lindner<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>. Hauschilds Text<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> lohnt an dieser Stelle ein kurzes Res\u00fcmee, weil er die Gemengelage ethnologischerseits so sch\u00f6n sortiert und illustriert: Einerseits f\u00fchrt er den Reiz einer gemeinsamen Programmatik an, aber auch, was er nach l\u00e4ngerer Besch\u00e4ftigung mit diesen Fragen als die Hindernisse oder Probleme einer st\u00e4rkeren Verzahnung versteht: gesellschaftliches Desinteresse am Globalen <em>und<\/em> am Ethnografischen, Ressourcenknappheit und Einspar-Versuchungen, daraus resultierendes Misstrauen, reale Methoden-Differenzen und wechselseitige Ignoranz gegen\u00fcber den St\u00e4rken der jeweils anderen Seite, divergierende Vorstellungen von der Rolle von Theorie, Unterschiede \u201ein der Klientel\u201c. All das mache ihn zunehmend skeptisch, ob die Disziplinen je zueinander finden w\u00fcrden. Vorsicht sei geboten: \u201eSehr bru\u0308ske Vereinigungsversuche wu\u0308rden wahrscheinlich nicht nur das betroffene Personal verst\u00f6ren sondern auch zum Einbruch jeweils sinnvoller und wichtiger Forschungstraditionen fu\u0308hren.\u201c (S. 6) Andererseits ruft er bei den Studieng\u00e4ngen nach einer Top-Down-L\u00f6sung: \u201eMan sollte hier, vielleicht gemeinsam mit Drittmittelinstitutionen, eine nationale L\u00f6sung anstreben\u201c (S. 5) \u2013 um dann aber umzuschwenken \u2013 \u201eoder aber es ganz lassen und die Unterschiede der F\u00e4cher wieder st\u00e4rker herausarbeiten.\u201c (S. 5) Vielleicht l\u00e4sst sich nachvollziehen, dass der erste Teil des Satzes nicht so wahnsinnig vertrauensbildend klingt, wenn man sich als das personell kleinere und prek\u00e4rere Fach empfindet. In jedem Fall ist ersichtlich, dass bei diesen Fragen institutionell <em>und<\/em> intellektuell viel auf dem Spiel steht, und es ist weniger klar, wie sich das alles entwirren l\u00e4sst. Was daran ist ein interessantes Projekt (lasst uns etwas tolles, neues zusammenbauen!)? Was ist defensive Strategie, um im hochschulpolitischen Verteilungskampf den Kopf \u00fcber Wasser zu halten? Was ist \u2013 durchaus positiv zu verstehender \u2013 Opportunismus, um sich bietende Chancen zu nutzen? Was ist rhetorische Erzeugung von Dringlichkeit und Zugzwang, um partielle Interessen durchzusetzen?<\/p>\n<p>Und da sind wir wieder, 2017\/18. So sehr ich mich an der Zusammenarbeit mit KollegInnen aus der SKA freue und hoffe, dass diese sich weiter intensiviert, und so sehr ich mich mit ihnen verbunden f\u00fchle, vor allem, wenn ich mit anderen, nicht-feldforschenden KulturwissenschaftlerInnen zu tun habe, so halte ich es erst einmal mit der zweiten von Hauschild damals skizzierten Optionen. Defensiv gesprochen: Ich bin skeptisch, was das Schicksal der empirisch-kulturwissenschaftlichen Seite unseres Faches, die mir am n\u00e4chsten liegt, und ihres Denkstils bei einer weiteren Ann\u00e4herung an die Sozial- und Kulturanthropologie l\u00e4ngerfristig w\u00e4re. Klar: Das Feldforschungs-Lernen vor allem von der Ethnologie (und z.T. auch Soziologie) hat der KAEE\/EKW fraglos viel gebracht, ethnografisch, soziografisch, praxeografisch, wie auch immer. (Und viele von uns sind darin inzwischen auch ziemlich gut und gr\u00fcndlich). F\u00fcr viele wichtige inhaltliche Debatten sind Sozial- und KulturanthropologInnen international die ersten AnsprechpartnerInnen und Orientierungspunkte. F\u00fcr viele andere aber auch nicht. Offensiver gesprochen: Als modernisiert-transformierte Ex-Volkskunde hat das Fach in den letzten Jahrzehnten viele originelle und fundierte Studien produziert, die ihren alltags- und popul\u00e4rkulturellen Gegenst\u00e4nden (historisch wie gegenwartsbezogen) auch auf andere Weise gerecht geworden sind, als dies in der Ethnologie\/SKA geboten und \u00fcblich ist \u2013 mit historisch-kulturwissenschaftlichen Methoden, durch medienanalytische Verfahren und oft auch im Rahmen anderer Darstellungskonventionen. Dabei waren und sind auch die wesentlichen theoretischen Bezugspunkte keine (Sozial- oder Kultur-)Anthropologischen.<\/p>\n<p>In meinen Augen gerieren sich die englischsprachigen Fachformationen, die nun als Vorbild eines m\u00f6glichen neuen gemeinsamen Projektes dienen, in solchen Fragen nicht viel weniger streng disziplin\u00e4r als die deutsche Ethnologie, so schwer das angesichts der Gr\u00f6\u00dfe dieser F\u00e4cher auch zu \u00fcberblicken ist. (Ich habe gar nichts gegen die \u00fcbliche Praxis der SKA, sich weitgehend exklusiv \u00fcber bestimmte Formen von langfristiger Feldforschung zu definieren, das kann ja sehr berechtigt sein, aber passt eben f\u00fcr viele empirisch-kulturwissenschaftlich relevante Fragen nicht). Das Bed\u00fcrfnis zur geringsch\u00e4tzenden Abgrenzung z.B. gegen\u00fcber den Cultural Studies \u2013 die, mit all ihren Innovationen in Sachen Gesellschaftsdiagnostik, in der Ethnologie \u00fcblicherweise als \u201eflach\u201c gelten und im Unterschied zur Cambridge-Oxford-LSE-usw.-Sozialanthropologie auch \u2013 oh weh! \u2013 in besonderem Ma\u00dfe an prestigeschwachen Institutionen wie ehemaligen Fachhochschulen institutionalisiert wurden \u2013 und gegen\u00fcber der Geschichtswissenschaft ist dort meiner Erfahrung nach sehr stark ausgepr\u00e4gt. \u201eSKA\u201c muss also nicht unbedingt f\u00fcr \u00d6ffnung stehen.<\/p>\n<p>Oft hei\u00dft es, auch in diesem Blog, die organisatorische Selbst\u00e4ndigkeit der Ex-Volkskunde und der Ex-V\u00f6lkerkunde als separate Disziplinen sei (a) ein zu \u00fcberwindendes Erbe des 19. und fr\u00fchen 20. Jahrhunderts, das (b) in besonderem Ma\u00dfe koloniale Wissensstrukturen reproduziere und (c) ein irgendwie peinlicher deutscher Sonderweg. Keines dieser Argumente ist v\u00f6llig falsch, aber keines \u00fcberzeugt mich rundum.<\/p>\n<p>Meiner Ansicht nach ist da letztlich (a) nichts \u201eGanzes\u201c, das irgendwann zerbrochen w\u00e4re, das trifft die Sache weder als historische Rekonstruktion noch als systematische Analyse, (b) war und ist die Unterscheidung von Volks- und V\u00f6lkerkunde auch nicht \u201ekolonialer\u201c und eurozentrischer als die sehr viel fundamentalere und wirkm\u00e4chtigere von Soziologie und Ethnologie, an der nicht so h\u00e4ufig ger\u00fcttelt wird, vermutlich, weil kaum jemand anthropologischerseits Lust auf eine Vereinigung mit den tendenziell methodenimperialistischen SoziologInnen hat, und (c) gab und gibt es diese Unterscheidung sehr wohl auch anderswo, von Schottland \u00fcber Schweden und die USA bis Japan. Wobei sich die Ex-Volkskunden zugegebenerma\u00dfen nirgendwo so weit von Volkskunde\/Folklore Studies entfernt haben und \u00e4hnlich gro\u00df sind wie in den deutschsprachigen L\u00e4ndern. Ich w\u00fcrde das aber eher als eine Bereicherung der Wissenschaftslandschaft sehen wollen denn als eine aufs internationale Normalma\u00df zur\u00fcckzustutzende Anomalie. Lasst viele Blumen bl\u00fchen usw.<\/p>\n<p>Carola Lentz schrieb in der Vorg\u00e4nger-Blogserie, von ihr aus k\u00f6nne die Ethnologie auch gerne in einer umfassenderen Kultur- und Sozialwissenschaft aufgehen. Ihr gehe es um die Sache und sie f\u00fchle sich der Soziologie ohnehin oft n\u00e4her als einer \u201eromantisierenden Ethnologie\u201c mit ihrem Fremdheitsfetisch. Die Blog-InitatorInnen fragten in ihrer Diskussionsanregung dann, ob die Umbenennung zur DGSKA nicht genau das leiste. Lentz sieht das offenkundig nicht so, st\u00f6rt sich in ihrem zweiten Beitrag aber vor allem an der terminologischen Abkehr von der Ethnologie. Wichtiger finde ich an dieser Stelle eigentlich, dass bei ihrer Vision einer umfassenden Kultur- und Sozial<em>wissenschaft<\/em> (die nicht in erster Linie eine Anthropologie sein muss) auch noch viele andere Disziplinen einbezogen bzw. mit aufgel\u00f6st werden m\u00fcssten. Derartige Deterritorialisierungen sind eine mindestens ebenso spannende Aufgabe wie die Reterritorialisierung auf \u201eden Menschen\u201c. Vielleicht lie\u00dfe sich nicht nur \u00fcber die Chancen und Gefahren einer fortlaufenden Anthropologisierung, sondern auch an diesem Punkt weiterdiskutieren \u2013 oder einfach an Kleinteiligerem, Arbeitspraktischem, um das sich dieser Text erfolgreich dr\u00fccken konnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Moritz Ege<\/strong>, Professor f\u00fcr Kulturanthropologie\/Europ\u00e4ische Ethnologie an der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen. Ver\u00f6ffentlichungen u.a.: T\u00fcbingen\/Birmingham. Empirische Kulturwissenschaft und Cultural Studies in den 1970er-Jahren, in: <\/em>Historische Anthropologie 22.2 (2014)<em>, S. 149-181; <\/em>\u201eEin Proll mit Klasse\u201c. Mode, Popkultur und soziale Ungleichheiten unter jungen M\u00e4nnern in Berlin<em>, Frankfurt am Main\/New York: Campus, 2013; <\/em>Schwarz werden. Afroamerikanophilie in den 1960er- und 1970er Jahren, <em>Bielefeld: transcript, 2007. Stellvertretender Sprecher der DFG-Forschergruppe <\/em>Urbane Ethiken. Konflikte um \u201agute\u2018 und \u201arichtige\u2018 st\u00e4dtische Lebensf\u00fchrung im 20. und 21. Jahrhundert;<em> Redaktionsmitglied der <\/em>Historischen Anthropologie <em>und der<\/em> Zeitschrift f\u00fcr Kulturwissenschaften.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u2013\u2013\u2013\u2013<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Regina Bendix\/Tatjana Eggeling (Hg.), <em>Namen und was sie bedeuten. Zur Namensdebatte im Fach Volkskunde<\/em>, G\u00f6ttingen: Schmerse, 2004 (= Beitr\u00e4ge zur Volkskunde in Niedersachsen, 19).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Die Beitr\u00e4ge sind in der 36. Ausgabe der DGV-Mitteilungen 36 im Mai 2006 erschienen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. Gisela Welz, Europa: Ein Kontinent, zwei Ethnologien? Nachdenken \u00fcber einen Grenzfall, in: Thomas Bierschenk\/Matthias Krings, Matthias\/Carola Lentz (Hg.), <em>Ethnologie im 21. Jahrhundert<\/em>, Berlin: Reimer, 2013, S. 211-227.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Vgl. Rolf Lindner, Vom Wesen der Kulturanalyse, in: Zeitschrift f\u00fcr Volkskunde 99 (2), S. 177-188. In diesem Sinn auch Jens Wietschorke, Beziehungswissenschaft. Ein Versuch zur volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Epistemologie, in: \u00d6sterreichische Zeitschrift f\u00fcr Volkskunde LXVI, S. 325-359.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Thomas Hauschild, Volkskunde und V\u00f6lkerkunde, in: DGV-Mitteilungen 36, Mai 2006, S. 4-7.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"autor":[126],"whatsinaname_category":[],"class_list":["post-1599","whatsinaname","type-whatsinaname","status-publish","hentry","autor-moritz-ege"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1599","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname"}],"about":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/whatsinaname"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1599\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1810,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1599\/revisions\/1810"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1599"}],"wp:term":[{"taxonomy":"autor","embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/autor?post=1599"},{"taxonomy":"whatsinaname_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname_category?post=1599"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}