{"id":1593,"date":"2018-06-12T00:00:00","date_gmt":"2018-06-11T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/boasblogs.org\/whatsinaname\/unsere-gesellschaft-den-veraenderten-verhaeltnissen-anzupassen\/"},"modified":"2020-02-25T18:41:05","modified_gmt":"2020-02-25T17:41:05","slug":"unsere-gesellschaft-den-veraenderten-verhaeltnissen-anzupassen","status":"publish","type":"whatsinaname","link":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/unsere-gesellschaft-den-veraenderten-verhaeltnissen-anzupassen\/","title":{"rendered":"\u201e\u2026unsere Gesellschaft den ver\u00e4nderten Verh\u00e4ltnissen anzupassen\u2026\u201c"},"content":{"rendered":"\n<style>\n\t.dkpdf-download-icon { height: 1.5rem; }\n<\/style>\n\n\n\n\t<div class=\"dkpdf-button-container\" style=\" text-align:right \">\n\n\t\t<a class=\"dkpdf-button\" href=\"\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1593?pdf=1593\" target=\"_blank\">\n\t\t\t<img src='\/wp-content\/themes\/boasblogs\/dkpdf\/download_red.svg' class=dkpdf-download-icon'\/>\n\t\t<\/a>\n\t\n\t\t<!-- <a class=\"dkpdf-button\" href=\"\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1593?pdf=1593\" target=\"_blank\"><span class=\"dkpdf-button-icon\"><i class=\"fa fa-file-pdf-o\"><\/i><\/span> Download PDF<\/a> &rarr; -->\n\n\t<\/div>\n\n<p>Nicht nur gegen, sondern auch f\u00fcr eine Umbenennung der <em>Deutschen Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde<\/em> wurde fachhistorisch argumentiert. Ein neuer Name f\u00fcr die Gesellschaft sollte als ein Zeichen der Distanzierung zur eigenen Disziplingeschichte verstanden werden, da etwa <a href=\"https:\/\/www.dgska.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/DGV-Mitteilungen_49_web_300dpi.pdf\">\u201edie V\u00f6lkerkunde einen nicht unerheblichen Anteil an der wissenschaftlichen Produktion und Legitimierung von Rassen-Theorien\u201c<\/a> gehabt habe.<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[i]<\/a> Im Gegenzug dazu beinhaltete die Kritik an der Namens\u00e4nderung wiederholt den Vorwurf, es handele sich bei denjenigen, die eine Umbenennung bef\u00fcrworten, um jene, so z.B. <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/whatsinaname\/die-umbenennung-moralisches-schulterklopfen-und-geschichtsvergessenheit\/\">Dieter Haller<\/a>, \u201edie nichts mehr wissen von ihrer fachlichen Vergangenheit und wohl auch nichts wissen wollen\u201c.<\/p>\n<div align=\"justify\">\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Bevor ich genau hier ansetze, auch auf die Gefahr hin, als \u201egeschichtsbesoffen\u201c bezeichnet zu werden, wie es in dem Beitrag von <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/whatsinaname\/teilnehmende-namensgebung\/\">Thomas Widlok<\/a> hei\u00dft, m\u00f6chte ich mich jedoch noch zu dem Blog des Kollegen <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/whatsinaname\/die-geschichtsverdraengung-der-ethnologen-als-gesellschaftliches-problem\/\">Han Vermeulen<\/a>\u00a0\u00e4u\u00dfern. Zum Thema \u201edeutschsprachige Ethnologie und Kolonialismus\u201c liegen neben den angef\u00fchrten doch ein paar mehr Studien vor. Ingeburg Winkelmann schrieb beispielsweise 1966 in Ostberlin ihre Doktorarbeit zu diesem Thema, und 1983 erschien das Buch von Manfred Gothsch \u00fcber \u201eDie deutsche V\u00f6lkerkunde und ihr Verh\u00e4ltnis zum Kolonialismus\u201c, um zwei fr\u00fche Arbeiten zu nennen. Weitere Studien folgten, z.B. in j\u00fcngerer Zeit von Fiedler, F\u00f6rster, Stoecker oder im Sammelband, herausgegeben von Brigitte Templin und Gottfried B\u00f6hme \u2013 dies sind nur Beispiele. Erw\u00e4hnt seien in diesem Zusammenhang auch die Studien, die u.a. in Museen und im Rahmen von Projekten durchgef\u00fchrt werden, nicht zuletzt im Kontext von \u201eProvenienzforschung in ethnologischen Sammlungen der Kolonialzeit\u201c (so der Titel einer Tagung im vergangenen Jahr]. Auch im Blog \u201eWie weiter mit Humboldts Erbe? Ethnographische Sammlungen neu denken\u201c, finden sich Hinweise zu laufenden Arbeiten. Da, wie <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/dcntr\/was-fuer-ein-wirbel-2\/\">Erhard Sch\u00fcttpelz<\/a> es ausdr\u00fcckte, die \u201edeutsche Kolonialgeschichte mit ihren ethnologischen Tr\u00e4umen und Alptr\u00e4umen\u201c nicht 1914 endete, sondern 1945, lie\u00dfe sich eine l\u00e4ngere Literaturliste aufstellen, die ebenfalls dem zweiten von Han Vermeulen angesprochenen Komplex, namentlich Ethnologie und Nationalsozialismus zuzuordnen w\u00e4re.<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[ii]<\/a> Zweifellos ist hier noch sehr viel zu erforschen bzw. auch immer wieder zu revidieren, und es wird stets auch offene Fragen geben. Aufgrund von umfangreichen, detaillierten und differenzierten Studien in den vergangenen drei Jahrzehnten explizit zu Ethnologie und Nationalsozialismus k\u00f6nnen wir aber durchaus in Bezug auf jenen Themenkomplex zu den allgemeinen Aussagen kommen, dass ein Gro\u00dfteil der V\u00f6lkerkundlerinnen und V\u00f6lkerkundler, die in jener Phase im \u201eDeutschen Reich\u201c geblieben sind, kolonialrevisionistisch eingestellt waren und sich entsprechend nicht selten in Eigeninitiative engagierten. In der Hoffnung auf neue Positionen und Bet\u00e4tigungsfelder strebten sie in der Regel auch die Zusammenarbeit mit Parteifunktion\u00e4ren an, die ihrerseits V\u00f6lkerkundler in ihre Kolonialpl\u00e4ne einbezogen. Nahezu niemand hat eine angebotene Forschungsf\u00f6rderung durch den NS-Staat ausgeschlagen. Vor allem diejenigen, die ein Amt innehatten, kooperierten in irgendeiner Form mit dem System, wenn auch in ganz unterschiedlichem Ausma\u00df, d.h. manche nur minimal, andere umso williger. Das gilt wohl f\u00fcr Akademiker aller Disziplinen im NS-Regime. Vollkommen unabh\u00e4ngig davon, wie man sich zu der Umbenennung der ehemals DGV stellt, kann es m.E. nicht sein, die Verstrickungen des Faches mit der NS-Diktatur in Frage zu stellen. Das w\u00e4re fatal. Ganz abgesehen davon, erscheint es mir unrealistisch, eine Disziplin als eine Einheit zu begreifen und von <em>der<\/em> Ethnologie zu sprechen. Ohne dies als Apologetik zu verstehen, sollte selbstverst\u00e4ndlich jede einzelne Person, ihr Lebensverlauf, ihre Studien, ihr Netzwerk, ihr Handeln und in diesem Kontext auch die jeweiligen Beweggr\u00fcnde vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen, unter Ber\u00fccksichtigung des zur Verf\u00fcgung stehenden Handlungsspielraums sowie auch die absehbare Tragweite ihres Tuns betrachtet werden. Um sich von dem teils anbiedernden, teils vollkommen \u00fcberzeugten Verhalten unserer akademischen Vorfahren in jener d\u00fcsteren \u00c4ra zu distanzieren, kann das Studium bzw. die Thematisierung der Fachgeschichte m.E. durchaus aufrichtiger sein als eine Namens\u00e4nderung. Der Vorwurf der \u201eR\u00fcckw\u00e4rtsgewandtheit\u201c bekr\u00e4ftigt diesen Gedanken nur.<\/p>\n<p>Zur oben bereits angedeuteten dunklen Seiten der Fachgeschichte habe ich wiederholt publiziert und in diesem Zusammenhang habe ich auch konstatiert, dass es in Deutschland in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts kaum einen V\u00f6lkerkundler gab, der Aspekte der physischen Anthropologie bzw. der Rassenkunde komplett au\u00dfer Acht gelassen hatte. Im Folgenden m\u00f6chte ich jedoch mal eine Gegenbewegung in den sp\u00e4ten 1920er\/fr\u00fchen 1930er Jahren und damit eine lichtere Seite hervorheben, die eben genau die Geschichte der <em>Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde<\/em> betrifft bzw. mit dieser eng zusammenh\u00e4ngt und von daher als Erg\u00e4nzung des Artikels von <a href=\"https:\/\/www.dgska.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Carola_Lentz__Silja_Thomas_ZfE_140_2015_S.225-253.pdf#\">Carola Lentz und Silja Thomas \u00fcber die \u201eDeutsche Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde. Geschichte und aktuelle Herausforderungen\u201c (2015)<\/a> zu verstehen ist.<\/p>\n<p>Wir gehen zur\u00fcck in das Jahr 1926, als in Leipzig diskutiert wurde, wer das <em>Ethnographische Seminar<\/em> als \u00e4ltestes akademisches Institut seines Faches im deutschsprachigen Gebiet nach dem Tod Karl Weules \u00fcbernehmen soll. Favorisiert wurde der Leiter des <em>Museums f\u00fcr V\u00f6lkerkunde Hamburg<\/em>, Georg Thilenius. Als dieser absagte, entschied man sich in Leipzig f\u00fcr die Berufung des Anthropologen und V\u00f6lkerkundlers Otto Reche. Seine anthropologischen Studien empfand man als \u201egl\u00fcckliche Erg\u00e4nzung seiner v\u00f6lkerkundlichen T\u00e4tigkeit\u201c.<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[iii]<\/a> Dar\u00fcber hinaus war seine rassistische Auffassung bekannt, ebenso die Durchdringung seiner Schriften von diesem Gedankengut, da man auch auf seinen publizierten Vortrag anl\u00e4sslich der Gr\u00fcndung der Wiener Gesellschaft f\u00fcr Rassenpflege hinwies. Fritz Krause als Interimsleiter des <em>Ethnographischen Seminars<\/em>, des <em>Staatlich-S\u00e4chsischen Forschungsinstituts f\u00fcr V\u00f6lkerkunde<\/em> und des <em>Museums f\u00fcr V\u00f6lkerkunde zu Leipzig<\/em> \u00e4u\u00dferte schon zeitig seine Bedenken gegen\u00fcber einer Berufung Reches. Krause hatte bereits im Juli 1926 an den Leipziger Stadtrat geschrieben, Reche gelte als \u201eVork\u00e4mpfer auf neuen Wegen in der Vererbungsforschung\u201c, w\u00e4hrend er selbst sich bem\u00fche, \u201edie V\u00f6lkerkunde aus ihrer bisherigen Bindung an die Naturwissenschaften zu l\u00f6sen und zur Kultur- und Geisteswissenschaft auszubauen\u201c.<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[iv]<\/a> Die \u00c4mter wurden schlie\u00dflich getrennt, Reche wurde Leiter des akademischen und des Forschungsinstituts und Krause \u00fcbernahm das Museum.<\/p>\n<p>Reche personifizierte also in Leipzig eine V\u00f6lkerkunde mit rassistischem Unterbau und stand mit dieser eindeutig formulierten Orientierung Krause gegen\u00fcber. Dass sich Krause nun in der folgenden Zeit f\u00fcr die Emanzipation der V\u00f6lkerkunde engagierte, h\u00e4ngt m.E. eben auch genau mit jener Situation in Leipzig zusammen. Als er im M\u00e4rz 1929 zur Gr\u00fcndung einer <em>Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde<\/em> aufrief, widmete er sich bereits im ersten Absatz des Blattes der Losl\u00f6sung der V\u00f6lkerkunde von den Naturwissenschaften, darunter namentlich der Zoologie und physischen Anthropologie, was im Klartext eine Trennung der V\u00f6lkerkunde von der Rassenkunde bedeutete. Dies war ein wesentlicher Schritt in der Geschichte der Disziplin, den Krause gegen Widerst\u00e4nde auch innerhalb des Faches unternahm. \u201eAufgabe und Ziel\u201c der Gesellschaft definierte er vor rund 90 Jahren folgenderma\u00dfen: \u201ePflege und F\u00f6rderung der Wissenschaft der V\u00f6lkerkunde in jeder Hinsicht, n\u00e4mlich der allgemeinen Ethnologie wie der speziellen Ethnographie der einzelnen Erdgebiete mit Einschlu\u00df Europas und unter Ber\u00fccksichtigung aller Zeitperioden. Und zwar unter F\u00fchlungnahme mit den kulturwissenschaftlichen Nachbardisziplinen, wie Soziologie, vergleichender Religions-, Rechts- und Sprachwissenschaft, V\u00f6lkerpsychologie u.a.\u201c<a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\">[v]<\/a> In der <em>Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde<\/em> wollte man also den Blick auf au\u00dfereurop\u00e4ische wie auf europ\u00e4ische Gebiete lenken. Die Auswahl der relevanten Nachbardisziplinen liegt nicht so fern der Definition, die heute auf der Homepage der Gesellschaft (jetzt <em>Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Kultur- und Sozialanthropologie<\/em>) zu finden ist: \u201eDie Gegenstandsbereiche [&#8230;] umfassen die sozialen, wirtschaftlichen, politischen und religi\u00f6sen Organisationsformen sowie die Norm- und Wertsysteme, die menschliches Handeln motivieren\u201c.<a href=\"#_edn6\" name=\"_ednref6\">[vi]<\/a> Zu den Mitgliedern der ersten Stunde z\u00e4hlten auch Fachvertreter aus dem Ausland, wie etwa Franz Boas, Evans-Pritchard, Paul Rivet, George Henri Rivi\u00e8re, Wilhelm Koppers und Wilhelm Schmidt.<\/p>\n<p>Krause setzte sich jedoch nicht nur innerhalb Deutschlands f\u00fcr die Losl\u00f6sung der V\u00f6lkerkunde von der physischen Anthropologie ein; dass er sich gleichfalls auf internationaler Ebene der Trennung jener Verbindung widmete, ist bei Lentz und Thomas bereits erw\u00e4hnt<a href=\"#_edn7\" name=\"_ednref7\">[vii]<\/a> und soll im Folgenden detaillierter dargestellt werden. Kurz zur Vorgeschichte: Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde regelm\u00e4\u00dfig ein <em>Congr\u00e8s international d\u2019Anthropologie et d\u2019Arch\u00e9ologie pr\u00e9historiques<\/em> abgehalten. Dies spiegelt das Interesse der damaligen Zeit wieder, u.a. ein umfassendes Bild der Menschheitsgeschichte schreiben zu wollen. Dementsprechend trafen sich in Deutschland Fachvertreter in der 1869 gegr\u00fcndeten <em>Berliner Gesellschaft f\u00fcr Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte<\/em>. Auf internationaler Ebene trennten sich die Pr\u00e4historiker im Fr\u00fchjahr 1931 von den Anthropologen und kamen bereits im August desselben Jahres in London zu einem eigenen <em>International Congress of Prehistoric and Protohistoric Sciences<\/em> zusammen. Bereits zuvor war \u00fcber die weitere Entwicklung und \u201edie Frage des sachlichen Aufgabenbereiches des Kongresses\u201c diskutiert worden.<a href=\"#_edn8\" name=\"_ednref8\">[viii]<\/a> Fritz Krause nahm als Ehrenmitglied des <em>Royal Anthropological Institute<\/em><em> of Great Britain and Ireland<\/em> und korrespondierendes Mitglied der <em>Wiener Anthropologischen<\/em><em> Gesellschaft<\/em> sowie der <em>Societ\u00e9 des Am\u00e9ricanistes de Paris<\/em><a href=\"#_edn9\" name=\"_ednref9\">[ix]<\/a> aktiv Anteil an den Debatten, in welchem Rahmen nun k\u00fcnftig die Anthropologen international tagen sollten und inwiefern dies gemeinsam mit Ethnologen geschehen soll. W\u00e4hrend Krause die Mitglieder der frisch gegr\u00fcndeten <em>Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde<\/em> zu dieser Thematik befragte, unternahm unabh\u00e4ngig von ihm in Wien Pater Wilhelm Schmidt eine \u00e4hnliche Umfrage unter seinen Kollegen vor Ort. Wie Krause pl\u00e4dierte auch Schmidt f\u00fcr einen eigenen Internationalen Kongress f\u00fcr Ethnologie. Laut Krause hatten sich von 180 Mitgliedern der Gesellschaft 54 an der Umfrage beteiligt und sich von diesen Personen 38, d.h. rund 70% definitiv f\u00fcr einen eigenen Internationalen Kongress f\u00fcr Ethnologie ausgesprochen. Als Begr\u00fcndung wurde u.a. angegeben: \u201eInsbesondere haben E und A v\u00f6llig getrennte Entwicklungsrichtungen eingeschlagen, so da\u00df ihre Verbindungen in Widerspruch steht zur inneren Entwicklung beider Wissenschaften\u201c.<a href=\"#_edn10\" name=\"_ednref10\">[x]<\/a> In der Zeitschrift <em>Man<\/em> hatte Krause 1932 seine Umfrage vorgestellt und seinen Standpunkt erneut dargelegt: \u201eIn the autumn of 1929 an Ethnological Society (die <em>Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde<\/em>) was established with the aim of promotion the science in all countries which take an active part in the advancement of mankind; and especially, in those countries where this science still stands in historical connections with other sciences, to release it from those connections and set it on its own feet, so that it may develop freely in accordance with its own aims. [\u2026] Almost all those whom I asked said they preferred, and would welcome, a purely ethnological congress.\u201c<a href=\"#_edn11\" name=\"_ednref11\">[xi]<\/a><\/p>\n<p>Unmittelbar anschlie\u00dfend in dieser Ausgabe von <em>Man<\/em> erl\u00e4uterte auch Schmidt seine Gedanken zu jenem Thema. In Wien sei das Verh\u00e4ltnis der Ethnologie zur Pr\u00e4historie enger als zur physischen Anthropologie. Er s\u00e4he jedoch die Ethnologie mit ihrer Konzentration auf lebende V\u00f6lker auf einem <em>Congres of Prehistoric and Protohistoric Sciences<\/em> nicht ausreichend repr\u00e4sentiert. Schmidt schlug vor, dass sich im Abstand von zwei Jahren Vertreter von Ethnologie, Anthropologie und Pr\u00e4historie zu einem jeweils eigenen Kongress auf internationaler Ebene treffen sollten: \u201e[\u2026] ethnology, anthropology, and prehistory are independent sciences, with their own fields of research, their own methods and equipment, and their own workers. But the more fully these three sciences of man have become conscious of their individuality and independence, the more fruitfully and spontaneously should they be able to co-operate, without forfeiting their independence.\u201d<a href=\"#_edn12\" name=\"_ednref12\">[xii]<\/a> Auf den Tagungen der jeweiligen Disziplinen, so Schmidt, sollte es eine Sektion gemeinsam mit den jeweils anderen beiden F\u00e4chern geben. Nach seiner Empfehlung sollte man nach den Tagungen der einzelnen Disziplinen zwei Jahre sp\u00e4ter, also alle acht Jahre zu einem gemeinsamen Kongress f\u00fcr Ethnologie, Anthropologie und Urgeschichte zusammenkommen.<\/p>\n<p>Krause und Schmidt waren sich durchaus bewusst, dass sie mit vielen ihrer anglophonen Kollegen nicht konform gingen. 1932 hatte John Myres im Kontext jener Diskussionen geschrieben: \u201eOur British colleagues have been, for many years, a \u2018happy family\u2019 within a single Institute, and are accustomed, like most of our countrymen, to a few large composite congresses, divided into several sections; and they would probably prefer to support a single Congress for Anthropology and Ethnology combined.\u201d<a href=\"#_edn13\" name=\"_ednref13\">[xiii]<\/a><\/p>\n<p>Auch unter den deutschsprachigen Kollegen gab es selbstverst\u00e4ndlich Gegenstimmen, wie jene von Thilenius, der f\u00fcr eine enge Zusammenarbeit der physischen Anthropologie und der V\u00f6lkerkunde eintrat und daher von Beginn an schon gegen die Gr\u00fcndung der <em>Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde<\/em> gewesen war. Im Anschluss an eine Aussprache von Anthropologen und Ethnologen aus unterschiedlichen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern in London im September 1931 hatte sich Thilenius in einer Umfrage insbesondere ein Bild von dem allgemeinen Interesse an k\u00fcnftigen internationalen Kongressen gemacht.<a href=\"#_edn14\" name=\"_ednref14\">[xiv]<\/a> Aus den Akten des Hamburger Museums geht dar\u00fcber hinaus hervor, dass sich manche Gelehrte explizit dem Vorschlag Schmidts anschlossen und die meisten sich auch zum Verh\u00e4ltnis der Disziplinen zueinander \u00e4u\u00dferten. Einige w\u00fcnschten sich wieder die Beteiligung der Pr\u00e4historie, andere sprachen sich, wie Krause und Schmidt, f\u00fcr eine Separierung der Ethnologie von der physischen Anthropologie aus, darunter Bernhard Ankermann (Berlin), A.L. Sera (Naples), Henri Th\u00e9odore Fischer (Utrecht), Raffaele Pettazzoni (Rom), Lucian Scherman und Heinrich Ubbelohde-Doering (M\u00fcnchen).<a href=\"#_edn15\" name=\"_ednref15\">[xv]<\/a> Auch Franz Boas, dessen aufkl\u00e4rerische Studien und Stellungnahmen gegen Rassismus wohl bekannt sind, legte keinen Wert auf die Einbeziehung der physischen Anthropologie und \u00e4u\u00dferte sich folgenderma\u00dfen: \u201eAn effort should be made to place in the program of the Congress these two items, ((1) the distribution of physical types in so far as they throw light on the history of people, (2) the problem of the relation of bodily and mental characteristics) excluding the purely biological aspect of anthropology. The separation of prehistoric archaeology and ethnology seems to me of a similar kind \u2026 I believe that the two should be kept together, provided undue emphasis upon earliest prehistoric times can be avoided \u2026 If we could have a general congress of ethnology and prehistoric archaeology every five years our purpose would be adequately served. Then I should let the physical anthropologist do whatever they like.\u201d<a href=\"#_edn16\" name=\"_ednref16\">[xvi]<\/a><\/p>\n<p>Die konstituierende Versammlung f\u00fcr den Internationalen Kongress fand schlie\u00dflich vom 20. bis zum 22. April 1933 in Basel statt, rund zweieinhalb Monate nachdem Hitler zum Reichskanzler ernannt worden war. Nach Krauses Ausf\u00fchrungen traten nun auf diesem Treffen er und Wilhelm Koppers \u201eals einzige der Anwesenden f\u00fcr m\u00f6glichste Selbst\u00e4ndigkeit der Ethnologie\u201c ein. Gemeinsam h\u00e4tten sie f\u00fcr die Umsetzung des Planes von W. Schmidt pl\u00e4diert, \u201eobwohl uns von vornherein klar war, da\u00df wir damit nicht durchdringen w\u00fcrden\u201c.<a href=\"#_edn17\" name=\"_ednref17\">[xvii]<\/a> Wie erwartet, stimmte die Mehrheit f\u00fcr einen gemeinsamen <em>Internationalen Kongress f\u00fcr Anthropologie und Ethnologie<\/em>, der alle vier Jahre stattfinden sollte. Krauses Engagement war offensichtlich Anlass f\u00fcr Thilenius, auch im Namen der Anthropologen Eugen Fischer und Theodor Mollison, noch am 30. April 1933 einen Brief an Krause zu verfassen. Darin warf Thilenius ihm vor, sich auf jener Zusammenkunft in Basel nicht an die \u201einternationale Sitte\u201c gehalten zu haben, \u201eda\u00df die Delegierten eines Landes als Einheit auftreten\u201c.<a href=\"#_edn18\" name=\"_ednref18\">[xviii]<\/a><\/p>\n<p>Die Besch\u00e4ftigung mit Biographien bedeutet auch immer, Unstimmigkeiten auszuhalten und Schwarz\/Wei\u00df- oder Gut\/B\u00f6se-Raster beiseite zu legen. Wie eingangs erw\u00e4hnt, gibt es wohl keinen Fachvertreter, der im \u201eDritten Reich\u201c seine Stelle und gleichzeitig eine vollkommen wei\u00dfe Weste behalten konnte. Speziell gegen Krause wird immer wieder sein Artikel angef\u00fchrt, mit dem er das Fach in seiner Bedeutung gegen\u00fcber dem NS-Regime hervorheben wollte.<a href=\"#_edn19\" name=\"_ednref19\">[xix]<\/a> Dies war auch die Schrift, aus der Eva Lips in den Weihnachtstagen 1950 zitierte, als sie f\u00fcr die Entlassung Krauses pl\u00e4dierte. Au\u00dferdem habe Krause, so Eva Lips, schon 1932 einer \u201evon ihm inspirierten Naziclique\u201c angeh\u00f6rt, \u201edie die Hitlersche \u201aIdeologie\u2019 und Rassenlehre vorbereitend vertrat\u201c.<a href=\"#_edn20\" name=\"_ednref20\">[xx]<\/a> Zweifellos war Krauses Artikel eine Anbiederung an das NS-Regime; in die Partei trat er nicht vor 1933, allerdings 1937 ein,<a href=\"#_edn21\" name=\"_ednref21\">[xxi]<\/a> und er sprach sich gegen\u00fcber Franz Termer gegen die Beteiligung von Franz Boas an einem Sammelwerk aus.<a href=\"#_edn22\" name=\"_ednref22\">[xxii]<\/a> Krause war jedoch sicher kein Vertreter einer \u201eRassenlehre\u201c. Er pflegte weiterhin Kontakt zu seinem Kollegen, dem Sinologen Eduard Erkes, nach dem dieser als SPD-Mitglied denunziert und entlassen worden war;<a href=\"#_edn23\" name=\"_ednref23\">[xxiii]<\/a> und Krause geh\u00f6rte 1939 zu den nur ganz wenigen Personen, die sich explizit f\u00fcr Marianne Schmidl einsetzten, als diese bereits ihre Stelle verloren und massiv unter den Repressalien der Nationalsozialisten zu leiden hatte.<a href=\"#_edn24\" name=\"_ednref24\">[xxiv]<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr unser Thema l\u00e4sst sich zusammenfassen, dass es in Deutschland ausgehend von Fritz Krause und der <em>Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde<\/em> Bestrebungen gab, sich nicht zuletzt von der physischen Anthropologie und damit von der Rassenkunde zu l\u00f6sen. In \u00d6sterreich traten die Gesellschaftsmitglieder Wilhelm Schmidt und Wilhelm Koppers f\u00fcr die Eigenst\u00e4ndigkeit der Ethnologie ein und zogen in jenem Punkt mit Krause an einem Strang. International scheiterten diese Bem\u00fchungen auch an der \u201ehappy family\u201c in Gro\u00dfbritannien und dem four-field-approach der Kollegen aus den USA. Interessanter Weise sprach sich auch Boas, der als ein Begr\u00fcnder dieses Ansatzes gesehen wird, f\u00fcr einen von der physischen Anthropologie unabh\u00e4ngigen internationalen Kongress f\u00fcr Ethnologie aus \u2013 vielleicht aus Kenntnis der zahlreichen rassistischen Ans\u00e4tze innerhalb jener Disziplin. Ungeachtet aktueller seri\u00f6ser humanbiologischer oder neurowissenschaftlicher Forschungsergebnisse wird hoffentlich die ehemalige DGV, jetzt DGSKA, an dieser fr\u00fchen Errungenschaft festhalten.<\/p>\n<p>Die Umbenennung der <em>Deutschen Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde<\/em> in <em>Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Kultur- und Sozialanthropologie<\/em> im Herbst 2017 sollte u.a. den ver\u00e4nderten Fragestellungen im Fach gerecht werden. Das Wort \u201eV\u00f6lkerkunde\u201c sei au\u00dferdem negativ belegt, da mit \u201eVolk\u201c, \u201eV\u00f6lker\u201c und \u201eV\u00f6lkerkunde\u201c Kolonialismus und rassistische Festschreibungen assoziiert w\u00fcrden. Gerade im Blogbeitrag von letzter Woche hat Mark M\u00fcnzel noch einmal auf durchaus positive Konnotationen des Begriffs \u201eV\u00f6lker\u201c hingewiesen. Voller Hoffnung wurde etwa auch das 1. Manifest gegen die Wehrpflicht und die milit\u00e4rische Ausbildung der Jugend im Oktober 1930, u.a. unterschrieben von Albert Einstein, Siegmund Freud, Thomas Mann und Stefan Zweig, an die \u201eV\u00f6lker der Welt\u201c gerichtet.<a href=\"#_edn25\" name=\"_ednref25\">[xxv]<\/a> Dass der nun bevorzugte Begriff \u201eSozialanthropologie\u201c in Deutschland eine keineswegs r\u00fchmliche Geschichte hat, erw\u00e4hnten hier bereits <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/dcntr\/kollateralschaeden-eine-polemik\/\">Karl-Heinz Kohl<\/a>, <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/whatsinaname\/die-umbenennung-moralisches-schulterklopfen-und-geschichtsvergessenheit\/\">Dieter Haller<\/a> und <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/whatsinaname\/ich-heisse-bub\/\">Mark M\u00fcnzel<\/a>.<\/p>\n<p>Vorschl\u00e4ge, den Zusatz \u201eDeutsche\u201c im Namen der Gesellschaft zu streichen, wurden hingegen ignoriert, obwohl jenes nationale Attribut \u2013 auch dies wurde schon mehrmals angef\u00fchrt \u2013 erst 1938 und zwar definitiv in Folge des sogenannten Anschlusses \u00d6sterreichs an das nationalsozialistische \u201eDeutsche Reich\u201c hinzugenommen wurde. So hatte Termer am 15. Juli 1938 an die Mitglieder geschrieben: \u201eNachdem der Anschluss von \u00d6sterreich an das Deutsche Reich vollzogen worden ist, steht auch unsere Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde vor neuen Aufgaben im geeinten Grossdeutschland. Ich nehme dies zum Anlass, unsere Gesellschaft den ver\u00e4nderten Verh\u00e4ltnissen anzupassen und schlage daher vor, sie neu zu benennen als <em>Deutsche Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde<\/em>.\u201c<a href=\"#_edn26\" name=\"_ednref26\">[xxvi]<\/a> Dass fast 80 Jahre sp\u00e4ter auf der Tagung 2017 nicht die Gelegenheit genutzt wurde \u2013 wie bei der Gr\u00fcndung der Gesellschaft im Jahr 1929 \u2013 wieder auf das \u201eDeutsche\u201c zu verzichten, ist allein schon gegen\u00fcber den \u00f6sterreichischen Mitgliedern ein Affront.<\/p>\n<p>Eigentlich ist es sehr bedauerlich, dass das, was wir nun als ausf\u00fchrliche Beitr\u00e4ge zum Thema \u201eUmbenennung\u201c im Internet lesen d\u00fcrfen, nicht bereits vor der Berliner Tagung auf einer eigens dazu einberufenen Zusammenkunft ausgetauscht werden konnte, etwa in Form von Referaten und sich anschlie\u00dfenden Diskussionen und Dialogen. Die Umbenennung der <em>Deutschen Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde<\/em> in <em>Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Kultur- und Sozialanthropologie<\/em> im Herbst 2017 wurde kaum hinreichend fundiert in einem solchen Rahmen debattiert. Auf der Mitgliederversammlung war eine derartige Aussprache nicht mehr m\u00f6glich. Vor dem Hintergrund des hier Dargestellten wirkte auch der gro\u00dfe Jubel befremdlich, der nach Verk\u00fcndung des neuen Namens auf der Versammlung und in \u00e4hnlicher Form nochmals am Abend im Anschluss an die Er\u00f6ffnung des Konferenzfestes zu h\u00f6ren war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Katja Geisenhainer forscht insbesondere zur Geschichte der deutschsprachigen Ethnologie, mit dem Schwerpunkt auf der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts, speziell zur Ethnologie w\u00e4hrend der Zeit des NS-Regimes: Dissertation zu Otto Reche (publ. 2002); DFG-Projekt zu Marianne Schmidl (publ. 2005), Lise-Meitner-Projekt (FWF) zu den fachlichen Vernetzungen zwischen Wiener und deutschen V\u00f6lkerkundlerinnen und V\u00f6lkerkundlern, 1933-1945 (im Druck bzw. in Vorbereitung). Sie ist Autorin weiterer zahlreicher fachhistorischer Publikationen:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.vernetzungen.net\/deutsch\/\u00fcber-mich\/\">https:\/\/www.vernetzungen.net\/deutsch\/\u00fcber-mich\/<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bibliographische Angaben<\/strong><\/p>\n<p>Fischer, Hans: V\u00f6lkerkunde im Nationalsozialismus. Aspekte der Anpassung, Affinit\u00e4t und Behauptung einer wissenschaftlichen Disziplin. Berlin, Hamburg 1990.<\/p>\n<p>Geisenhainer, Katja: \u201eRasse ist Schicksal\u201c.\u00a0Otto Reche (1879-1966) \u2013 Ein Leben als Anthropologe und V\u00f6lkerkundler. (Beitr\u00e4ge zur Leipziger Universit\u00e4ts- und Wissenschaftsgeschichte, Reihe A, Band 1). Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2002.<\/p>\n<p>Geisenhainer, Katja: Nachwort. In: K. Geisenhainer, L. Bohrmann, B. Streck (Hrsg.),\u00a0100 Jahre Institut f\u00fcr Ethnologie der Universit\u00e4t Leipzig. Eine Anthologie seiner Vertreter. Leipzig: Universit\u00e4tsverlag 2014: 295-326.<\/p>\n<p>Geisenhainer, Katja: Verfolgung, Deportation und Tod im KZ \u2013 Die letzten Lebensjahre von Marianne Schmidl. In: A. Gingrich, P. Rohrbacher (Hrsg.),\u00a0Geschichte der Wiener V\u00f6lkerkunde in der NS-Zeit. Im Druck.<\/p>\n<p>Krause, Fritz: International Congresses for Anthropology and Ethnology. In: Man 32 (1932); 81-82.<\/p>\n<p>Krause, Fritz: Bericht \u00fcber die Frage der Schaffung eines Internationalen Ethnologen-Kongresses. In: Mitteilungsblatt der Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde 1 (1933a), 2\u20138.<\/p>\n<p>Krause, Fritz: Die Begr\u00fcndung eines \u201eInternationalen Kongresses f\u00fcr Anthropologie und Ethnologie, in: Mitteilungsblatt der Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde 2 (1933b), 1\u20133.<\/p>\n<p>Krause, Fritz: Die Bedeutung der V\u00f6lkerkunde f\u00fcr das neue Deutschland. In: Mitteilungsblatt der Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde 3 (1934), 1-12.<\/p>\n<p>Lentz, Carola und Silja Thomas: Miszellen der Ethnologiegeschichte. Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde. Geschichte und aktuelle Herausforderungen, in: Zeitschrift f\u00fcr Ethnologie 140 (2015), 225\u2013253.<\/p>\n<p>Myres, John L.: An International Congress for Anthropology and Ethnology. In: Man 32 (1932): 10\u201312.<\/p>\n<p>Schmidt, Wilhelm: Congresses, Ethnological and Anthropological. In: Man 32 (1932): 83.<\/p>\n<p>Vorstand und Beirat der DGV e.V.: Vo\u0308lkerkunde ad acta? Ein Denkansto\u00df zur Umbenennung der Deutschen Gesellschaft fu\u0308r Vo\u0308lkerkunde e.V. In: Mitteilungen der DGV e.V. 49 (2017): 12-14.<\/p>\n<p>Wolfradt, Uwe: Ethnologie und Psychologie. Die Leipziger Schule der V\u00f6lkerpsychologie. Berlin: Reimer 2011.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u2013\u2013\u2013\u2013<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[i]<\/a> Vorstand und Beirat der DGV e.V.\u00a0 2017: 12.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[ii]<\/a> Leider wird die an sich lobenswerte Bibliographie zu diesen und verwandten Themen (<a href=\"http:\/\/www.ethno-im-ns.uni-hamburg.de\/literatur.htm\">http:\/\/www.ethno-im-ns.uni-hamburg.de\/literatur.htm<\/a> ) schon seit einigen Jahren nicht mehr vollst\u00e4ndig aktualisiert. In den letzten Jahren sind zahlreiche weitere wichtige Studien publiziert worden. In K\u00fcrze wird au\u00dferdem ein Sammelband zum Thema Geschichte der Wiener V\u00f6lkerkunde in der NS-Zeit erscheinen, herausgegeben von Andre Gingrich und Peter Rohrbacher, f\u00fcr den rund 40 \u00f6sterreichische und deutsche Autorinnen und Autoren Beitr\u00e4ge verfasst haben.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[iii]<\/a> Universit\u00e4tsarchiv Leipzig (UAL), PA 831; Dekan der Philosophischen Fakult\u00e4t, Julius Bauschinger, 23.7.1926, an das S\u00e4chsische Ministerium f\u00fcr Volksbildung Dresden.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[iv]<\/a> Stadtarchiv Leipzig, Kap. 4, Nr. 32, Bd. 2; Krause an Stadtrat Barthol, 20.7.1926. Zur Berufung Reches vgl. Geisenhainer 2002, 148-154; Geisenhainer 2014, 304-306.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[v]<\/a> UAL, IEUL, ReVI; \u201eAufruf zur Gr\u00fcndung einer Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde\u201c, M\u00e4rz 1929.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref6\" name=\"_edn6\">[vi]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.dgska.de\/\">https:\/\/www.dgska.de\/<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref7\" name=\"_edn7\">[vii]<\/a> Lentz\/Thomas 2015: 230.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref8\" name=\"_edn8\">[viii]<\/a> Krause 1933a: 2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref9\" name=\"_edn9\">[ix]<\/a> Vgl. Wolfradt 2011: 97.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref10\" name=\"_edn10\">[x]<\/a> Krause 1933a: 5.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref11\" name=\"_edn11\">[xi]<\/a> Krause 1932, 81 (Herv. im Orig.).<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref12\" name=\"_edn12\">[xii]<\/a> W. Schmidt 1932.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref13\" name=\"_edn13\">[xiii]<\/a> Myres 1932: 12.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref14\" name=\"_edn14\">[xiv]<\/a> Vgl. Krause 1933a: 3.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref15\" name=\"_edn15\">[xv]<\/a> Archiv des Museums f\u00fcr V\u00f6lkerkunde Hamburg (MfVH), 1001-1, Nr. 1454; aus \u201eextracts from correspondences with colleagues unable to attend the conference at Basel\u201c in April 1933, o.D.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref16\" name=\"_edn16\">[xvi]<\/a> MfVH, 1001-1, Nr. 1454; aus \u201eextracts from correspondences with colleagues unable to attend the conference at Basel\u201c in April 1933, o.D.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref17\" name=\"_edn17\">[xvii]<\/a> Krause 1933b, 2.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref18\" name=\"_edn18\">[xviii]<\/a> MfVH, 1001-1, Nr. 1454; Thilenius, 30. April 1933, an Krause.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref19\" name=\"_edn19\">[xix]<\/a> Krause 1934.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref20\" name=\"_edn20\">[xx]<\/a> UAL, PA 114; Eva Lips: \u201eGutachten \u00fcber Fritz Krause, ehemals Professor f\u00fcr V\u00f6lkerkunde in Leipzig\u201c, 25. Dezember 1950.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref21\" name=\"_edn21\">[xxi]<\/a>\u00a0Vgl. Wolfradt 2011: 173.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref22\" name=\"_edn22\">[xxii]<\/a> Vgl. Fischer 1990: 69f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref23\" name=\"_edn23\">[xxiii]<\/a> Archiv des Grassi-Museums Leipzig (MVL\/SES), Briefwechsel Jahrgang 1936, Krause, 16. Dezember 1936, an Heine-Geldern und allgemein Nachlass Fritz Krause.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref24\" name=\"_edn24\">[xxiv]<\/a> Vgl. Geisenhainer (im Druck).<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref25\" name=\"_edn25\">[xxv]<\/a> \u201eV\u00f6lker der Welt, beschlie\u00dft: Fort mit der Militarisierung! Fort mit der Wehrpflicht! Erzieht die Jugend zur Menschlichkeit und zum Frieden!\u201c<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref26\" name=\"_edn26\">[xxvi]<\/a> UAL, IEUL, Re XIII (Herv. im Orig).<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"autor":[129],"whatsinaname_category":[],"class_list":["post-1593","whatsinaname","type-whatsinaname","status-publish","hentry","autor-katja-geisenhainer"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1593","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname"}],"about":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/whatsinaname"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1593\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3223,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1593\/revisions\/3223"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1593"}],"wp:term":[{"taxonomy":"autor","embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/autor?post=1593"},{"taxonomy":"whatsinaname_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname_category?post=1593"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}