{"id":1586,"date":"2018-05-22T00:00:00","date_gmt":"2018-05-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/boasblogs.org\/whatsinaname\/von-menschen-und-ethnischen-gruppen\/"},"modified":"2020-02-25T18:27:43","modified_gmt":"2020-02-25T17:27:43","slug":"von-menschen-und-ethnischen-gruppen","status":"publish","type":"whatsinaname","link":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/von-menschen-und-ethnischen-gruppen\/","title":{"rendered":"Von Menschen und (ethnischen) Gruppen"},"content":{"rendered":"\n<style>\n\t.dkpdf-download-icon { height: 1.5rem; }\n<\/style>\n\n\n\n\t<div class=\"dkpdf-button-container\" style=\" text-align:right \">\n\n\t\t<a class=\"dkpdf-button\" href=\"\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1586?pdf=1586\" target=\"_blank\">\n\t\t\t<img src='\/wp-content\/themes\/boasblogs\/dkpdf\/download_red.svg' class=dkpdf-download-icon'\/>\n\t\t<\/a>\n\t\n\t\t<!-- <a class=\"dkpdf-button\" href=\"\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1586?pdf=1586\" target=\"_blank\"><span class=\"dkpdf-button-icon\"><i class=\"fa fa-file-pdf-o\"><\/i><\/span> Download PDF<\/a> &rarr; -->\n\n\t<\/div>\n\n<div align=\"justify\">\n<p>Als der Blog zur Umbenennung unseres Fachverbands an den Start ging, vermutete ich, dass sich nun zun\u00e4chst vor allem diejenigen \u00e4u\u00dfern w\u00fcrden, die vom Ausgang der Abstimmung in Berlin entt\u00e4uscht waren. In der Tat haben bislang vor allem diejenigen FachvertreterInnen gebloggt, die die bei der Mitgliederversammlung 2017 zur Abstimmung stehende Alternativbezeichnung \u201eEthnologie\u201c bevorzugt h\u00e4tten und die die Bezeichnung \u201eSozial- und Kulturanthropologie\u201c zum Teil in Bausch und Bogen verdammen. Im Nachhinein wird hier jetzt fachhistorisch gegraben und gesch\u00e4rft und mit Blick auf die angeblich wenig mit der Geschichte unserer Disziplin vertrauten, in Berlin anwesenden DGV\/DGSKA-Mitglieder <em>erkl\u00e4rt<\/em>, dass die getroffene Wahl ein gravierender Fehler war. Nicht nur wird damit sehr z\u00fcgig \u00fcber die Tatsache hinwegargumentiert, dass in Berlin ein in der Satzung unserer Fachgesellschaft verankerter und durch den Vorstand intensiv vorbereiteter Prozess in seiner demokratischen Mehrheitsentscheidung m\u00fcndete (Dilger, R\u00f6ttger-R\u00f6ssler &amp; Zenker 2017; <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/dcntr\/mehr-ethnologie-ins-humboldt-forum\/\">Dilger 2018<\/a>). Auch stellten die wenigsten Beitr\u00e4ge bislang die Frage, welche vielschichtigen fachhistorischen, fachpolitischen und <em>inhaltlichen<\/em> Gr\u00fcnde die Mitglieder in Berlin vermutlich f\u00fcr ihre Entscheidung hatten \u2013 und warum alleine teils essentialistisch anmutende Verweise auf die historische Konnotation der zur Wahl stehenden Fachbezeichnungen nicht ausreichen, um diese Entscheidungsprozesse nachzuvollziehen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-174\" src=\"https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Auszaehlung.png\" alt=\" width=\" height=\"629\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Ausz\u00e4hlung der Stimmzettel bei der Abstimmung zur Umbenennung der DGV e.V.<br \/>\nam 6.10.2017 in Berlin (Foto: Timur Kiselev)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In diesem Beitrag stelle ich die These auf, dass die bislang von den KritikerInnen der Berliner Entscheidung vorgebrachten Argumente f\u00fcr die Bezeichnung \u201eEthnologie\u201c (und gegen \u201eSozial- und Kulturanthropologie\u201c) einen zentralen Aspekt vernachl\u00e4ssigen: die Tatsache n\u00e4mlich, dass der Begriff Ethnologie es in den Augen vieler FachvertreterInnen nicht \u2013 und anscheinend noch weniger als \u201eSozial- und Kulturanthropologie\u201c \u2013 vermocht hat, eine \u00fcberzeugende Kongruenz zwischen den epistemologisch-konzeptuellen Neuorientierungen unseres Fachs der letzten Jahrzehnte einerseits, und der Bezeichnung unserer Fachgesellschaft andererseits, herzustellen. Wie <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/die-umbenennung-moralisches-schulterklopfen-und-geschichtsvergessenheit\/#more-93\">Dieter Haller (2018)<\/a> schreibt, speist sich Fachidentit\u00e4t \u201evor allem daraus (\u2026), was man konkret tut\u201c; doch bildet anscheinend genau die Bezeichnung \u201eEthnologie\u201c, anders als Haller es vermutet, eben diese t\u00e4glichen Praktiken unserer Disziplin in Forschung, Lehre und Lernen <em>nicht<\/em> mehr hinreichend ab. Insbesondere kreiert die \u201eBegriffsfalle Ethnologie\u201c <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/ethnologie-eine-begriffsfalle\/#more-62\">(Schiffauer 2018)<\/a> dabei eine kontinuierliche Diskrepanz innerhalb der t\u00e4glichen Praktiken unserer Disziplin, die die Wahlentscheidungen in Berlin meines Erachtens zentraler motiviert hat als die beharrlich-belehrenden Hinweise auf die \u201arichtigen\u2018 Konsequenzen, die aus der Fachgeschichte zu ziehen gewesen w\u00e4ren. Bevor ich dieses Argument jedoch weiter vertiefe, m\u00f6chte ich ein paar Anmerkungen zu den hier zuletzt ver\u00f6ffentlichten Blogtexten machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Blogdebatte zur \u201eUmbenennung\u201c als affektive Aufmerksamkeits\u00f6konomie<\/strong><\/p>\n<p>In den letzten Wochen haben die KritikerInnen des Wahlausgangs in Berlin wichtige Hinweise darauf gegeben, warum \u201eSozial- und Kulturanthropologie\u201c nicht die \u201aperfekte\u2018 Bezeichnung f\u00fcr unseren Fachverbands sein <em>konnte<\/em> und welche Gr\u00fcnde f\u00fcr \u201eEthnologie\u201c gesprochen h\u00e4tten. Schwer wiegt hier insbesondere, dass \u201eSozialanthropologie\u201c \u2013 wenn der Name denn als \u00c4quivalent f\u00fcr die britische <em>Social Anthropology<\/em> gedacht wird \u2013 ebenjene kolonialen Verstrickungen unserer Fachgeschichte betont, denen die GegnerInnen der Bezeichnung \u201eV\u00f6lkerkunde\u201c entgehen wollten. Des Weiteren steht \u201eSozialanthropologie\u201c in Deutschland selbst f\u00fcr eine Fachbezeichnung, die Ende des 19. Jahrhunderts von sozialdarwinistischen Rassentheoretikern gepr\u00e4gt wurde und die Anfang der 1930er Jahre den Lehrstuhl des Rassenkundlers Hans F.\u00a0K. G\u00fcnther in Jena betitelte <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/dcntr\/kollateralschaeden-eine-polemik\/\">(Kohl 2017)<\/a>. Schlie\u00dflich \u2013 und hier wird \u00fcberzeugend der Bogen zur Gegenwart geschlagen \u2013 ist \u201eEthnologie\u201c der in der \u00d6ffentlichkeit etablierte Begriff: Mit dieser Wahl h\u00e4tte die Fachgesellschaft daher <em>endlich<\/em> eine direkte Verbindung zwischen der Mehrzahl unserer Institutsbezeichnungen an den Universit\u00e4ten einerseits, und der Wahrnehmung unserer T\u00e4tigkeiten in der Gesellschaft andererseits herstellen k\u00f6nnen, wohingegen Sozial- und \u00a0Kulturanthropologie als \u201enicht vermittelbar\u201c erscheint <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/warum-die-umbenennung-der-dgv-in-dgska-ein-fehler-war\/#more-110\">(Bierschenk 2018)<\/a>.<\/p>\n<p>Alle die hier vorgebrachten Einw\u00e4nde sind nachvollziehbar und sie sind, ebenso wie eine Vielzahl weiterer Pro- und Contra-Argumente, die <em>jede<\/em> der drei Bezeichnungen V\u00f6lkerkunde, Ethnologie und Sozial- und Kulturanthropologie auf sich vereinigt, in einem Handout zur Mitgliederversammlung in Berlin aufgelistet worden (Handout ver\u00f6ffentlicht in <a href=\"https:\/\/www.dgska.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/DGV-Mitteilungen_50_web.pdf\">DGSKA 2018: 19-20<\/a>). Dieses Handout verweist nicht nur darauf, dass \u201eSozial- und Kulturanthropologie\u201c in der Wahrnehmung ihrer Unterst\u00fctzerInnen in der Tat eine h\u00f6here internationale Sichtbarkeit hat und eine direktere Verbindungslinie zu den <em>heutigen<\/em> Disziplinen der <em>Social<\/em> und <em>Cultural Anthropology<\/em> im anglophonen Raum herstellt als \u201eEthnologie\u201c. Auch haben im deutschsprachigen Raum in den letzten Jahrzehnten immer wieder einzelne Institute und Lehrst\u00fchle mit der Bezeichnung \u201eSozialanthropologie\u201c bzw. \u201eSozial- und Kulturanthropologie\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> ihre <em>eigene<\/em> Tradition unter diesem Fachnamen etabliert und wurden zu keinem Zeitpunkt der N\u00e4he zur Rassenkunde des fr\u00fchen 20. Jahrhunderts verd\u00e4chtigt. Schlie\u00dflich ist unser Fach bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft seit mehreren Jahren innerhalb des <a href=\"http:\/\/www.dfg.de\/dfg_profil\/gremien\/fachkollegien\/liste\/index.jsp?id=106\">Fachkollegiums 106 mit der Teilbezeichnung Sozial- und Kulturanthropologie<\/a> beheimatet \u2013 ohne dass sich aus der Disziplin heraus signifikante Kritik formiert h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Inwiefern dieses f\u00fcr die Mitgliederversammlung umfassend vorbereitete Handout daher nun als \u201eparteiisch\u201c gewertet werden kann, erschlie\u00dft sich mir nicht und eine solche Wertung wird im entsprechenden Blogbeitrag von <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/warum-die-umbenennung-der-dgv-in-dgska-ein-fehler-war\/#more-110\">Thomas Bierschenk (2018)<\/a> auch nicht weiter begr\u00fcndet: Nicht zuletzt gab es in diesem Handout deutlich mehr Argumente gegen \u201eSozial- und Kulturanthropologie\u201c (6) als gegen \u201eEthnologie\u201c (3) \u2013 wohingegen sich die Pro-Punkte (jeweils 7) die Waage hielten. Aber vielleicht ist es ja genau dieses spekulative Andeuten von Argumenten, das der eigenen Positionierung innerhalb des Blogs Nachdruck verleihen und die Aufmerksamkeit von all denjenigen auf sich ziehen soll, die bislang davon ausgegangen waren, dass bei der Mitgliederversammlung in Berlin demokratisch-informiert abgestimmt wurde? Soll sich im Nachhinein etwa die Vermutung aufdr\u00e4ngen, der Wahlausgang in Berlin sei Ergebnis eines undurchsichtigen Prozesses, der am Ende dazu gef\u00fchrt habe, dass die Ethnologie sich \u201aselbst zu Tode gereinigt hat\u2018 <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/die-bereinigte-dgv\/#more-154\">(Streck 2018)<\/a>?<\/p>\n<p>Nicht viel anders kann ich mir die teils abenteuerlichen Schlussfolgerungen dieser Blogtexte erkl\u00e4ren, die meines Erachtens mit mitunter hilflos wirkenden Mitteln ihre Position unterstreichen. Angef\u00fchrt wird hier nicht nur die \u201ehistorische Unkenntnis und Ignoranz\u201c sowie die \u201eGeschichtsvergessenheit\u201c und voreilige \u201ePolitical Correctness\u201c der in Berlin anwesenden Mitglieder, die vor allem die j\u00fcngere, sich nun selbst \u201amoralisch auf die Schulter klopfende\u2018 Generation dazu getrieben habe, sich von der Bezeichnung V\u00f6lkerkunde zu trennen (<a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/die-umbenennung-moralisches-schulterklopfen-und-geschichtsvergessenheit\/#more-93\">Haller 2018<\/a>, <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/dcntr\/kollateralschaeden-eine-polemik\/\">Kohl 2017<\/a>). Auch wird kritisiert, dass die Mehrheit der ethnologischen InstitutsleiterInnen in einem Email-Forum wenige Wochen vor der Abstimmung f\u00fcr \u201eEthnologie\u201c als Bezeichnungsalternative votiert habe und diese Mehrheitsmeinung in Berlin nicht ber\u00fccksichtigt wurde. Thomas Bierschenk verkn\u00fcpft diesen Punkt zudem mit der Einsch\u00e4tzung, dass die \u201eweniger etablierten Fachvertreter\u201c im Vorfeld und w\u00e4hrend der Tagung \u00fcber Twitter zur Abstimmung aufriefen und das Ergebnis dort ausgiebig feierten.<\/p>\n<p>Was aber soll mit einer solchen Gegen\u00fcberstellung von Kommunikationsforen <em>konkret<\/em> gesagt werden? Dass die im Oktober 2017 circa 100 <em>Follower<\/em> bei Twitter den Wahlausgang entscheidend mitbestimmten, obgleich von ihnen vermutlich nur gesch\u00e4tzte 10-15 <em>de facto<\/em> bei der Tagung anwesend (und von diesen nicht einmal <em>alle<\/em> DGV-Mitglieder) waren? Dies w\u00fcrde die Wirkmacht von Twitter im ethnologisch-wissenschaftlichen Kontext Deutschlands deutlich \u00fcbersch\u00e4tzen \u2013 unsere Fachgesellschaft ist nicht Donald Trump! Problematischer finde ich allerdings noch, dass in der hier vorgenommenen Kontrastierung mit keinem Wort erw\u00e4hnt wird, dass ein Email-Forum von InstitutsleiterInnen und ProfessorInnen <em>kein<\/em> demokratisches Forum der Fachkommunikation darstellt. Die sozialen Medien m\u00f6gen ihre eigenen Probleme der Kommunikation haben \u2013 aber zumindest waren die <a href=\"https:\/\/twitter.com\/DGV_Ethnologie\">Twitter<\/a>&#8211; und <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/DGSKA.GermanAnthropologicalAssociation\">Facebook<\/a>-Seiten der DGV\/DGSKA im Zusammenhang mit der Berliner Mitgliederversammlung f\u00fcr <em>alle<\/em> Statusgruppen der Gesellschaft potenziell einseh- und nutzbar und auch die Schreibenden des Email-Forums h\u00e4tten \u00fcber Facebook ihre Einsch\u00e4tzungen \u00f6ffentlich teilen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Noch extremer zugespitzt wird die Kritik an der Berliner Entscheidung dann allerdings in denjenigen Beitr\u00e4gen, die den Wahlausgang mit einem Rechtsruck (der Fachgesellschaft? des Fachs insgesamt? des Berliner Vorstands als Initiator der Wahl?) assoziieren. <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/die-umbenennung-moralisches-schulterklopfen-und-geschichtsvergessenheit\/#more-93\">Dieter Haller (2018)<\/a> schreibt etwa, dass mit dem Einschluss von \u201eSozialanthropologie\u201c in die Bezeichnung des Fachverbands \u201akolonialistische und faschistische Bez\u00fcge gew\u00fcrdigt\u2018 wurden und es \u201ain unserem kalt gewordenen Land\u2018, \u201anach rechts gehe\u2018. <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/die-bereinigte-dgv\/#more-154\">Bernhard Streck (2018)<\/a> wiederum bem\u00fcht den im Nationalsozialismus genutzten Begriff der \u201eS\u00e4uberung\u201c, um eine Parallele zwischen der Umbenennung in Berlin und der Etablierung einer \u201eneuen Weltordnung\u201c herzustellen, \u201edie mit der Gr\u00fcndung der Vereinigten Staaten von Amerika dem Erdball implantiert wurde und (die) seither sukzessive um sich greift.\u201c Berlin \u2013 und Deutschland insgesamt \u2013 sei \u201eein besonders beflissener Modernisierungsagent\u201c, der \u201e\u00fcberall auf der Welt die gleichen Wertvorstellungen, Versorgungsstandards und S\u00e4uberungspraktiken\u201c implementiere.<\/p>\n<p>Auf einem Blog kann und soll man seine Argumente sicher zuspitzend formulieren \u2013 dies ist Teil der affektiv-medialen Aufmerksamkeits\u00f6konomie, in der wie uns gegenw\u00e4rtig befinden (Reichert 2013: 147) und in der nun auch die Ethnologie ihren Platz sucht. Allerdings frage ich mich, wer mit der Keule des \u201eFaschismus\u201c und des \u201eRechtsrucks\u201c eigentlich getroffen werden soll: der demokratische Prozess, den unser Fachverband durchlaufen hat? Die Mitglieder, die in Berlin anwesend waren und angeblich \u201afalsch\u2018 gestimmt haben? Die Institute und Lehrst\u00fchle, die diese Bezeichnung ebenfalls im Namen f\u00fchren? Oder schlie\u00dflich das DFG-Fachkollegium mit der Teilbezeichnung \u201eSozial- und Kulturanthropologie\u201c, in dem unsere Disziplin beheimatet ist? Als \u201eetablierte FachvertreterInnen\u201c sollten wir uns doch \u00fcberlegen, welche \u201eKollateralsch\u00e4den\u201c (<a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/dcntr\/kollateralschaeden-eine-polemik\/\">vgl. Kohl 2017<\/a>) wir mit solchen Zuspitzungen auf \u00f6ffentlichen Blogs f\u00fcr den kollegialen Umgang \u2013 und dar\u00fcber hinaus! \u2013 bewirken und welche Art des demokratisch-partizipativen Diskurses wir innerhalb unserer Fachgesellschaft bef\u00f6rdern m\u00f6chten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u2026Warum nun aber nicht Ethnologie, sondern Sozial- und Kulturanthropologie?<\/strong><\/p>\n<p>Oben habe ich geschrieben, dass der Name \u201eEthnologie\u201c \u2013 sowohl als disziplin\u00e4re Bezeichnung als auch in der Art und Weise, wie der Kern des Fachs lange Zeit definiert wurde \u2013 heute eine signifikante Diskrepanz dazu aufweist, wie wir das Fach in t\u00e4gliche Praktiken von Lehre, Forschung und Lernen \u00fcbersetzen. Insbesondere beziehe ich mich dabei auf drei Punkte, die in ihrem Zusammenspiel zeigen, dass die Bezeichnung \u201eSozial- und Kulturanthropologie\u201c einige dieser Diskrepanzen nicht nur \u00fcberwinden, sondern gleichzeitig wichtige Debatten zur konzeptuellen und (inter-)disziplin\u00e4ren Positionierung unseres Fachs (neu) ansto\u00dfen kann:<\/p>\n<p>1. Bei der Fachbezeichnung Ethnologie handelt sich um eine R\u00fcck\u00fcbersetzung des deutschen Begriffs V\u00f6lkerkunde, der Ende des 18. Jahrhunderts in Analogie zur Erdkunde eingef\u00fchrt und zun\u00e4chst insbesondere f\u00fcr die Benennung von Museen verwendet wurde (Kohl 2012: 15). An den Universit\u00e4ten selbst etablierte sich die Bezeichnung dann erst ab den 1920er Jahren \u2013 vor allem aber nach dem 2. Weltkrieg, als (zumindest in der BRD) ein neu anwachsendes \u201eInteresse am Exotischen und Fremden\u201c \u2013 zusammen mit \u201eKrisen und (\u2026) Unbehagen am Eigenen\u201c \u2013 oft ausschlaggebend f\u00fcr den Weg in das Fach wurden (Haller 2012: 27). Inhaltlich betonte die Fachbezeichnung Ethnologie damit lange Zeit nicht nur einen deutlich st\u00e4rkeren Fokus auf Prozesse der Theoriebildung in der universit\u00e4ren Disziplin als in der (musealen) V\u00f6lkerkunde (ibd.: 18). Vor allem definierte sich das Fach in zentraler Weise \u00fcber den \u201e<em>Grad<\/em> der Unterscheidung von [fremden Kulturen] in Bezug auf unsere eigene\u201c, welcher ein wichtiges \u201eEntscheidungskriterium f\u00fcr die Ausgrenzung des besonderen Gegenstandsbereichs der Ethnologie\u201c darstellte (Kohl 2012: 27; Kursivsetzung im Original).<\/p>\n<p>Aus der heutigen Fachperspektive \u2013 und in einer globalisierten, durch postkoloniale Verflechtungen gekennzeichneten Welt \u2013 machen solche klaren (oder auch nur \u201agraduellen\u2018) Abgrenzungen zwischen dem Eigenen und dem Fremden wenig Sinn. Dies haben gerade EthnologInnen in den letzten Jahren wiederholt betont, die \u00fcber das Fach hinausreichende Debatten zur Dezentrierung und Multiplizit\u00e4t von Perspektiven mit angesto\u00dfen und dabei die vielschichtige Positionalit\u00e4t und Reflexivit\u00e4t von Forschenden selbst als zentral f\u00fcr den Prozess der Wissensproduktion betont haben. Der Grund, auf dem EthnologInnen <em>mit Gewissheit<\/em> zwischen dem Fremden und dem Eigenen unterscheiden, ist somit schwankend geworden \u2013 und wir haben ihn selbst zum Schwanken gebracht. Doch haben wir sowohl unseren Studierenden als auch der \u00d6ffentlichkeit <em>\u00fcberzeugend<\/em> vermittelt, warum \u201eEthnologie\u201c trotzdem weiterhin die \u201arichtige\u2018 Fachbezeichnung ist? Und wie sind wir mit den Diskussionen \u00fcber fachliche Abgrenzungen zu anderen benachbarten Sozial- und Kulturwissenschaften umgegangen, die in den letzten Jahren ebenfalls br\u00fcchig geworden sind \u2013 abgesehen davon, dass wir sie auf unbestimmte Zeit aufgeschoben haben (s.u.)?<\/p>\n<p>2. Der zweite Punkt, der Fragen an den Begriff \u201eEthnologie\u201c aufwirft, ist die durch ihn vermittelte Annahme, dass wir uns vornehmlich mit \u201eGruppen\u201c besch\u00e4ftigen. Nat\u00fcrlich tun wir dies in gewisser Weise, da wir davon ausgehen, dass Menschen <em>immer<\/em> in sozialen und kulturellen Bez\u00fcgen leben und durch diese gepr\u00e4gt werden. Gleichzeitig steht heute aber ebenso fest, dass solche Gruppen (nicht nur die ethnischen) nicht <em>a priori<\/em> gegeben sind, sondern dass Menschen sie \u2013 einschlie\u00dflich ihrer sozialen Hierarchien und vielschichtigen kulturellen Differenzierungslinien \u2013 immer wieder neu <em>herstellen <\/em>und durch allt\u00e4gliche Interaktionen und Praktiken verfestigen. Hier steht damit nicht nur im Fokus, wie Differenzen zwischen diesen (oder innerhalb dieser) Gruppen und Gemeinschaften entstehen oder mit Blick auf Abh\u00e4ngigkeiten und Machtdynamiken in einer verflochtenen Welt reifiziert werden. Auch untersuchen wir, wie solche Differenzierungslinien \u2013 wie Geschlecht, Sexualit\u00e4t, Alter, Klasse, Ethnizit\u00e4t u.a.m. \u2013 die K\u00f6rper von Menschen selbst durchdringen, sie multipel verorten, und unser Handeln und Denken situativ pr\u00e4gen.<\/p>\n<p>In einer solchen Perspektive stehen Menschen mit ihren jeweiligen Erfahrungen, K\u00f6rperlichkeiten und Handlungsorientierungen im Mittelpunkt unseres Fachinteresses, ebenso wie deren vielschichtige Einbindungen in soziale und kulturelle Prozesse. Selbstverst\u00e4ndlich l\u00e4sst sich jetzt einwenden, dass erst die Ethnologie \u201eEthnizit\u00e4t\u201c als eine von Menschen gemachte Konstruktion entlarvt hat und dies angesichts von Rassismen und \u201eFremdenfurcht\u201c in der heutigen Zeit ein Grund sei, an solchen Errungenschaften der Disziplin festzuhalten. Aber reicht dies als konzeptueller Anspruch f\u00fcr die (Um-)Benennung einer Fachgesellschaft aus? Ebenso k\u00f6nnen KritikerInnen des Begriffs \u201eSozial- und Kulturanthropologie\u201c einwenden, dass die Fokussierung auf das menschliche Sein die nicht-menschliche Welt (Tiere, Objekte, Geister etc.) ausschlie\u00dft. Aber ist dies in den internationalen anthropologischen Wissenschaften tats\u00e4chlich der Fall \u2013 und sind nicht auch die Beziehungen zwischen menschlichem Sein und nicht-menschlicher Umwelt <em>immer<\/em> durch soziale und kulturelle Prozesse vermittelt und k\u00f6nnen letztlich nur \u00fcber diese Referenz verstanden werden?<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>3. Schlie\u00dflich dr\u00e4ngt sich die Frage auf, welche Folgerungen wir aus den ersten beiden Punkten f\u00fcr die Positionierung unseres Fachs gegen\u00fcber anderen sozial- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen \u2013 und insbesondere gegen\u00fcber der Europ\u00e4ischen Ethnologie (fr\u00fcher Volkskunde) \u2013 ableiten. Gerade wenn man \u201eeigen\u201c und \u201efremd\u201c als eine stets auszuhandelnde Relation begreift, ist eine prim\u00e4r auf geographischen Grenzziehungen fu\u00dfende Trennung zwischen den Disziplinen an den Universit\u00e4ten problematisch. In einem ausgezeichneten Forum der <a href=\"https:\/\/www.dgska.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/dgv_mitteilungen_36_web.pdf\">DGV-Mitteilungen im Jahr 2006<\/a> wurde die Beziehung zwischen \u201eV\u00f6lker- und Volkskunde (respektive Empirische Kulturwissenschaft, Ethnologie, Europ\u00e4ische Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie)\u201c (Kirsch 2006) von insgesamt vier FachvertreterInnen ausgelotet, um hier\u00fcber zu einer neuen wechselseitigen Standortbestimmung zu gelangen. Betont wurden hier \u2013 trotz der spezifischen Fachtraditionen \u2013 vor allem die gemeinsamen inhaltlichen, theoretischen und methodischen Anliegen der Disziplinen (<a href=\"https:\/\/www.dgska.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/dgv_mitteilungen_36_web.pdf\">Kaschuba 2006<\/a>), die oft zugunsten strategischer \u00dcberlegungen (universit\u00e4re Stellenbesetzungen, Ressourcenverteilungen) zur\u00fcckgestellt werden (<a href=\"https:\/\/www.dgska.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/dgv_mitteilungen_36_web.pdf\">Hauschild 2006<\/a>). Globalisierung und Migration \u2013 und generell die \u201evielf\u00e4ltigen und komplexen Ver\ufb02echtungen und Beziehungen zwischen Menschen in allen Kontinenten\u201c (<a href=\"https:\/\/www.dgska.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/dgv_mitteilungen_36_web.pdf\">Drackl\u00e9 2006<\/a>) \u2013 lassen aus einer solchen Perspektive den bis heute bestehenden \u201edeutschen Sonderweg\u201c der \u201eUnterscheidung zwischen einer Ethnologie Europas und andern regionalen Spezialisierungen (sei es in der Ethnologie oder in benachbarten Wissenschaften) vollkommen obsolet erscheinen (ibd.).\u201c<\/p>\n<p>Mit diesem Beitrag spreche ich mich <em>nicht<\/em> f\u00fcr eine voreilige Zusammenf\u00fchrung der beiden Ethnologien an den Universit\u00e4ten im deutschsprachigen Raum aus \u2013 oder aber negiere deren spezifische Fachtraditionen seit dem 19. Jahrhundert (einschlie\u00dflich der Zeit zwischen 1945 und 1989). Allerdings halte ich es f\u00fcr h\u00f6chste Zeit, dass beide F\u00e4cher ihre gegenseitige Standortbestimmung neu aufnehmen und dabei auch den Blick auf andere benachbarte Disziplinen wie die Soziologie oder die Area Studies richten. Wie die j\u00fcngste Diskussion \u00fcber v\u00f6lkerkundlich-ethnologische Museen zeigt, sind wir an den universit\u00e4ren Instituten nur unzureichend daf\u00fcr vorbereitet, dass solche Debatten mit gro\u00dfer Vehemenz in die \u00d6ffentlichkeit dringen und von dort aus wieder auf uns zurollen (<a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/dcntr\/mehr-ethnologie-ins-humboldt-forum\/\">Dilger 2018<\/a>). Vor unseren Augen werden lang etablierte, eng mit unserer Fachgeschichte verbundene Dichotomien (zwischen \u201eWesten\u201c und \u201eNicht-Westen\u201c, \u201eGlobalem S\u00fcden\u201c und \u201eGlobalem Norden\u201c) neu verhandelt \u2013 und historisch aufgebaute Abgrenzungen zwischen Kontinenten, Fachkulturen und Institutionen werden von den unterschiedlichsten Seiten aus auf den Pr\u00fcfstand gestellt. Als Disziplin k\u00f6nnen wir zusehen, wie uns solche Prozesse \u00fcberrollen \u2013 oder aber wir gestalten sie proaktiv mit und setzen gleichzeitig notwendige inhaltlich-konzeptuelle Impulse sowohl gegen\u00fcber der gesellschaftlichen \u00d6ffentlichkeit als auch in unsere Nachbardisziplinen hinein.<\/p>\n<p>Mit ihrer Umbenennung in Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Sozial- und Kulturanthropologie hat unser Fachverband das Fenster f\u00fcr alle diese Debatten neu aufgesto\u00dfen. Die DGSKA sollte daher ein Dachforum f\u00fcr Diskussionen werden, die die auf diesem Blog aufgezeichnete Mischung zwischen inhaltlichen, fachpolitischen und fachhistorischen Fragen aufarbeiten und die programmatischen Fragen an unsere Disziplin als \u201e\u00fcbergreifende Kultur- und Gesellschaftswissenschaft\u201c (<a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/kulturrelativismus\/vielstimmigkeit-differenzpolitik-und-konflikte\/\">Lentz 2017<\/a>) neu eruieren. Bei aller Streitbarkeit sollten wir dabei jedoch nicht vergessen, dies in respektvoller Weise zu tun und die Anliegen <em>aller<\/em> Generationen unseres weiterhin so notwendigen Fachs in die Diskussion einzubeziehen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Hansj\u00f6rg Dilger<\/strong> studierte und promovierte im Fach Ethnologie und ist heute Professor f\u00fcr Sozial- und Kulturanthropologie an der Freien Universit\u00e4t Berlin. Zwischen 2005 und 2007 war er Assistant Professor an der University of Florida mit einer Co-Anstellung im Department of Anthropology und im Center for African Studies. Seit 2015 ist er Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Sozial- und Kulturanthropologie e.V., die bis 2017 Deutsche Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde e.V. hie\u00df. Bei Twitter: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/h_dilger?lang=de\">@h_dilger<\/a><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bibliographie<\/strong><\/p>\n<p>Bierschenk, Thomas 2018: Warum die Umbenennung der DGV in DGSKA ein Fehler war. In: Blog: What\u2019s in a name &#8211; Wof\u00fcr steht die Umbenennung der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde.\u00a0 <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/warum-die-umbenennung-der-dgv-in-dgska-ein-fehler-war\/\">https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/warum-die-umbenennung-der-dgv-in-dgska-ein-fehler-war\/<\/a> . Zugegriffen: 16.05.2018.<\/p>\n<p>Dilger, Hansj\u00f6rg, Birgitt R\u00f6ttger-R\u00f6ssler und Olaf Zenker 2017: Umbenennung der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde e.V. in Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Sozial- und Kulturanthropologie e.V. am 6.10.2017 in Berlin. In: Zeitschrift f\u00fcr Ethnologie 142 (2). (im Druck).<\/p>\n<p>Dilger, Hansj\u00f6rg 2018: Mehr Ethnologie ins Humboldt Forum! Zeit f\u00fcr eine sozial- und kulturanthropologische Intervention. In: Blog: Wie weiter mit Humboldts Erbe? Ethnographische Sammlungen neu denken. <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/dcntr\/mehr-ethnologie-ins-humboldt-forum\/\">https:\/\/boasblogs.org\/de\/dcntr\/mehr-ethnologie-ins-humboldt-forum\/<\/a> . Zugegriffen: 16.05.2018.<\/p>\n<p>Haller, Dieter 2012: Die Suche nach dem Fremden: Geschichte der Ethnologie in der Bundesrepublik 1945-1990. Frankfurt am Main: Campus Verlag.<\/p>\n<p>Haller, Dieter 2018: Die Umbenennung: Moralisches Schulterklopfen und Geschichtsvergessenheit. In: Blog: What\u2019s in a name &#8211; Wof\u00fcr steht die Umbenennung der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde. <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/die-umbenennung-moralisches-schulterklopfen-und-geschichtsvergessenheit\/\">https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/die-umbenennung-moralisches-schulterklopfen-und-geschichtsvergessenheit\/<\/a> . Zugegriffen: 16.05.2018.<\/p>\n<p>Kohl, Karl-Heinz 2012 [1993]: Ethnologie &#8211; die Wissenschaft vom kulturell Fremden: Eine Einf\u00fchrung. 3. Neubearbeitete Auflage. M\u00fcnchen: C.H. Beck.<\/p>\n<p>Kohl, Karl-Heinz 2017: Kollateralsch\u00e4den. Eine Polemik. In: Blog: Wie weiter mit Humbolds Erbe? Ethnographische Sammlungen neu denken. <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/dcntr\/kollateralschaeden-eine-polemik\/\">https:\/\/boasblogs.org\/de\/dcntr\/kollateralschaeden-eine-polemik\/<\/a> . Zugegriffen: 16.05.2018.<\/p>\n<p>Lentz, Carola 2017: VIELSTIMMIGKEIT, DIFFERENZPOLITIK UND KONFLIKTE. In: Blog: Kulturrelativismus und Aufkl\u00e4rung. <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/kulturrelativismus\/vielstimmigkeit-differenzpolitik-und-konflikte\/\">https:\/\/boasblogs.org\/de\/kulturrelativismus\/vielstimmigkeit-differenzpolitik-und-konflikte\/<\/a> . Zugegriffen: 16.05.2018.<\/p>\n<p>Reichert, Ram\u00f3n 2013: Die Macht der Vielen: \u00dcber den neuen Kult der digitalen Vernetzung. Bielefeld: Transcript.<\/p>\n<p>Streck, Bernhard 2018: Die bereinigte DGV. In: Blog: What\u2019s in a name &#8211; Wof\u00fcr steht die Umbenennung der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde. <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/die-bereinigte-dgv\/\">https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/die-bereinigte-dgv\/<\/a> . Zugegriffen: 16.05.2018.<\/p>\n<p>\u2013\u2013\u2013\u2013<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Oder auch \u201eKultur- und Sozialanthropologie\u201c wie am Institut in Wien sowie beim Fachgebiet in Marburg.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Mir ist bewusst, dass dieser Aspekt komplexer zu diskutieren ist als es in diesem Blogtext m\u00f6glich ist. Ich verweise daher auf Ans\u00e4tze der <em>Multispecies<\/em> <em>Ethnography<\/em> sowie der <em>Science and Technology Studies<\/em>, die heute innerhalb der Sozial- und Kulturanthropologie fest etabliert sind.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":1587,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"autor":[100],"whatsinaname_category":[],"class_list":["post-1586","whatsinaname","type-whatsinaname","status-publish","hentry","autor-hansjoerg-dilger"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1586","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname"}],"about":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/whatsinaname"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1586\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3222,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1586\/revisions\/3222"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1587"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1586"}],"wp:term":[{"taxonomy":"autor","embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/autor?post=1586"},{"taxonomy":"whatsinaname_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname_category?post=1586"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}