{"id":1581,"date":"2018-05-01T00:00:00","date_gmt":"2018-04-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/boasblogs.org\/whatsinaname\/ich-gebe-auf-ethnologen-sind-und-bleiben-ein-segmentaerer-haufen\/"},"modified":"2020-02-25T18:08:43","modified_gmt":"2020-02-25T17:08:43","slug":"ich-gebe-auf-ethnologen-sind-und-bleiben-ein-segmentaerer-haufen","status":"publish","type":"whatsinaname","link":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/ich-gebe-auf-ethnologen-sind-und-bleiben-ein-segmentaerer-haufen\/","title":{"rendered":"Ich gebe auf\u2026 Ethnologen sind und bleiben ein segment\u00e4rer Haufen"},"content":{"rendered":"\n<style>\n\t.dkpdf-download-icon { height: 1.5rem; }\n<\/style>\n\n\n\n\t<div class=\"dkpdf-button-container\" style=\" text-align:right \">\n\n\t\t<a class=\"dkpdf-button\" href=\"\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1581?pdf=1581\" target=\"_blank\">\n\t\t\t<img src='\/wp-content\/themes\/boasblogs\/dkpdf\/download_red.svg' class=dkpdf-download-icon'\/>\n\t\t<\/a>\n\t\n\t\t<!-- <a class=\"dkpdf-button\" href=\"\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1581?pdf=1581\" target=\"_blank\"><span class=\"dkpdf-button-icon\"><i class=\"fa fa-file-pdf-o\"><\/i><\/span> Download PDF<\/a> &rarr; -->\n\n\t<\/div>\n\n<p>Nach der Umbenennung der DGV in Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Sozial- und Kulturanthropologie und nicht, wie ich gehofft hatte, (Deutsche) Gesellschaft f\u00fcr Ethnologie, resigniere ich, was die Erfolgschancen meiner bisher hartn\u00e4ckig auf vielen Baustellen betriebenen \u201enamenspolizeilichen\u201c Aufkl\u00e4rungsarbeit betrifft. Lohnt es sich noch, Studenten, Journalisten, Wissenschaftsverwaltungen, Fachbereichs-Sekret\u00e4rinnen, Pressereferentinnen und neugierigen Kollegen aus anderen F\u00e4chern zu erkl\u00e4ren, dass Anthropologie und Ethnologie im deutschen Sprachraum eben nicht die gleichen Traditionen haben und dass man nicht ohne weiteres unsere Fachbezeichnung aus dem oder in das Englische \u00fcbersetzen kann? Wie \u00fcberzeugend sind solche geduldigen und oft durchaus mit \u201each so, ich verstehe\u201c-Ausrufen quittierten Versuche noch, wenn die eigene Fachgesellschaft genau diese \u00dcbersetzungsproblematik fortschreibt? F\u00fcr mich ist die DGV-Tagung 2017 eine verpasste Chance, hier mehr Klarheit zu schaffen. Da w\u00e4re es mir sogar fast lieber, der Name \u201eV\u00f6lkerkunde\u201c w\u00e4re geblieben. Seine Fortschreibung l\u00e4sst sich Fachfremden gegen\u00fcber doch sehr viel besser erl\u00e4utern als die Umbenennung in Sozial- und Kulturanthropologie, die aufw\u00e4ndige Erkl\u00e4rungsman\u00f6ver n\u00f6tig macht.<\/p>\n<div align=\"justify\">\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Aber welche Folgen hat die Umbenennung denn nun voraussichtlich? Die Ethnologen sind und bleiben nun mal ein segment\u00e4rer Haufen. <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/warum-die-umbenennung-der-dgv-in-dgska-ein-fehler-war\/\">Thomas Bierschenk (Blog vom 24.04.2018) hat v\u00f6llig Recht<\/a>: Die Namens\u00e4nderung der Fachgesellschafts wird nichts am Wildwuchs der Fachbezeichnungen in den Instituten, Studieng\u00e4ngen und F\u00f6rderinstitutionen oder bei den individuellen Selbstbezeichnungen unter Kollegen, in interdisziplin\u00e4ren Kontexten und in der breiteren \u00d6ffentlichkeit \u00e4ndern. <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/ethnologie-eine-begriffsfalle\/\">Werner Schiffauer meint, dass Fachbezeichnungen \u201eperformative Wirkung\u201c entfalten (Blog vom 10.4.2018)<\/a>. Ich f\u00fcrchte, das ist mehr Wunschgedanke als Beschreibung der Realit\u00e4t. Und seine Analyse, dass \u201etranskontinentale Migration \u2026 ein Au\u00dfenseiterthema\u201c in der Ethnologie blieb, weil der Ethnos-Begriff im Namen Ethnologie dazu f\u00fchrt, dass wir immer noch soziale, r\u00e4umliche und kulturelle Grenzen in eins setzen, halte ich f\u00fcr \u00fcberzogen. Essentialistische Ethnos- und Kulturbegriffe sind seit vielen Jahren nachhaltig kritisiert worden, und die Fachbezeichnung, egal ob V\u00f6lkerkunde oder Ethnologie, hat niemanden wirklich davon abgehalten, grenz\u00fcberschreitende Austausch- und Machtbeziehungen zu untersuchen; das zeigt schon ein Blick auf die Themen von zahlreichen ethnologischen Tagungen oder von Forschungsprojekten am Max-Planck-Institut f\u00fcr ethnologische Forschung.<\/p>\n<p>Seit gef\u00fchlt drei\u00dfig Jahren versuche ich in meinen Vorlesungen und Seminaren, die Irritationen der Studierenden bez\u00fcglich der Fachbezeichnungen aufzukl\u00e4ren, die sich bei ihnen unweigerlich nach der Lekt\u00fcre des ersten Einf\u00fchrungsbuchs oder schon bei der Wahl des Studiengangs, der Durchsicht der Lehrveranstaltungstitel oder gar einem Studienortwechsel eingestellt haben. Aber nicht nur die Studierenden sind regelm\u00e4\u00dfig verwirrt, auch gestandene Wissenschaftler wissen nicht, dass und wie Anthropologie, V\u00f6lkerkunde und Ethnologie, <em>ethnology<\/em> und <em>cultural anthropology<\/em>, <em>social anthropology<\/em> und Sozialanthropologie zusammenh\u00e4ngen oder sich unterscheiden. Aktuelles Beispiel war meine Bem\u00fchungen, den Rektor des Wissenschaftskollegs davon zu \u00fcberzeugen, dass mein in Amerika arbeitender ethnologischer Kollege, mit dem ich hier an einem Buchprojekt arbeite, dasselbe Fach vertritt wie ich; er wurde eingangs in der deutschen Fellow-Liste als Anthropologe und in der englischen als <em>anthropologist<\/em> aufgef\u00fchrt, ich als Ethnologin und <em>ethnologist<\/em>. Jetzt sind wir beide als Ethnologen bzw. <em>anthropologists<\/em> aufgelistet. Damit bleibt die Problematik der \u201efour field\u201c-Struktur der <em>anthropology<\/em> in den USA zwar ausgeklammert, <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/die-umbenennung-moralisches-schulterklopfen-und-geschichtsvergessenheit\/\">auf die Dieter Haller ganz richtig hingewiesen hat (Blog vom 17.4.2018)<\/a>; aber tats\u00e4chlich setzen unserer ethnologischen Kollegen dort das \u201ecultural\u201c nur dann vor ihre allt\u00e4gliche Selbstbezeichnung, wenn die Unterscheidung von den \u201ephysical anthropologists\u201c oder den \u201elinguistic anthropologists\u201c klar gemacht werden muss.<\/p>\n<p>In meinen Einf\u00fchrungsveranstaltungen f\u00fcr die Studierenden erkl\u00e4re ich dann immer wieder, dass Fachbezeichnungen wissenschaftspolitische Kampfbegriffe sind. Im Idealfall wollen und k\u00f6nnen sie eine Disziplin nach innen einigen, vor allem aber nach au\u00dfen als ein eigenst\u00e4ndiges und darum symbolische und materielle Anerkennung verdienendes Forschungsfeld positionieren. Diese Grenzziehung erfolgt in der \u2013 und ist gepr\u00e4gt durch die \u2011 bereits vorhandene Wissenschafts- und F\u00e4cherlandschaft. Weil deren Geschichte nun einmal in verschiedenen Sprachr\u00e4umen und L\u00e4ndern unterschiedlich ist, hat \u201edasselbe\u201c Fach unterschiedliche Namen. Und in Deutschland war nun mal zur Zeit der universit\u00e4ren Institutionalisierung der Ethnologie (oder V\u00f6lkerkunde, wie sie sich damals meist nannte) Ende des 19. Jahrhunderts die Anthropologie, die biologisch fundierte (Natur-)Wissenschaft vom Menschen, eine der wichtigen Disziplinen, zu der sich die V\u00f6lkerkunde positionierte. Die Geographie war die zweite Disziplin, von der sich die Ethnologen\/V\u00f6lkerkundler \u2013 nicht alle, aber doch eine wachsende Zahl \u2011 unterscheiden wollten. Die Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde wurde 1929 nicht zuletzt in aktiver Abgrenzung von der Deutschen Anthropologischen Gesellschaft gegr\u00fcndet (vgl. dazu den Beitrag von mir und Silja Thomas zur Geschichte der DGV; <a href=\"https:\/\/www.dgska.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Carola_Lentz__Silja_Thomas_ZfE_140_2015_S.225-253.pdf#\">https:\/\/www.dgska.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Carola_Lentz__Silja_Thomas_ZfE_140_2015_S.225-253.pdf#<\/a>). \u201eSozialanthropologie\u201c war um 1900 ein Etikett, das Sozialdarwinisten pr\u00e4gten, und wer N\u00e4he zur \u201eAnthropologie\u201c betonte und in den 1930er Jahren sich als Sozialanthropologe bezeichnete, stand den Rassehygienikern nahe. Darauf haben Bernhard Streck, Karl-Heinz Kohl und andere Fachhistoriker in verschiedenen Diskussionen aufmerksam gemacht, und <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/die-umbenennung-moralisches-schulterklopfen-und-geschichtsvergessenheit\/\">auch Dieter Haller hat das in seinem Blog-Beitrag (17.4.2018) nochmals ausf\u00fchrlich dargelegt<\/a>. Dass die britische \u201esocial anthropology\u201c wiederum sich eher in Grenzziehung gegen\u00fcber und teilweise Kooperation mit der Soziologie (und nicht der Anthropologie) entwickelt hat, ist vielleicht weniger bekannt. Noch komplizierter wird es, wenn man die Interaktionen zwischen der franz\u00f6sischen Soziologie und britischen \u201esocial anthropology\u201c betrachtet und bedenkt, dass in Frankreich \u201eethnologie\u201c eher eine volkskundliche Disziplin bezeichnet, \u201eanthropologie\u201c dagegen \u201eunsere\u201c Ethnologie. Aber wer schaut schon auf Frankreich\u2026? Dass die britische \u201esocial anthropology\u201c ihr Profil in Auseinandersetzung mit der amerikanischen \u201ecultural anthropology\u201c gesch\u00e4rft hat und das sogar schon vor dem Zweiten Weltkrieg, erst recht aber seit der amerikanischen \u201eWriting Culture\u201c-Debatte, wei\u00df zumindest die Gr\u00fcndergeneration der European Association of Social Anthropologists (und eben nicht \u201eSocial and Cultural Anthropologists\u201c!) nur allzu gut. Die beiden nun in der Bezeichnung der deutschen Fachgesellschaft zu verschwistern, ist zumindest bemerkenswert. Wer wei\u00df, vielleicht zieht die europ\u00e4ische Gesellschaft ja noch nach?<\/p>\n<p>Nun k\u00f6nnte man betonen, dass eine R\u00fcck\u00fcbersetzung und Kombination von \u201ecultural anthropology\u201c und \u201esocial anthropology\u201c ins Deutsche gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Gemeinsamkeit und Pluralit\u00e4t stiften und helfen kann, sich von problematischen Vergangenheiten zu distanzieren. Schlie\u00dflich hat es in der Fachgeschichte in allen L\u00e4ndern immer wieder Umbenennungen gegeben. Und selbstverst\u00e4ndlich ist die Geschichte der Fachbezeichnungen weit komplexer als hier angedeutet, denn auch die Wissenschaftslandschaften, in denen sich die Ethnologie zu positionieren versuchte, haben sich immer wieder ver\u00e4ndert. Au\u00dferdem war und ist das Tempo dieser Namens-Ver\u00e4nderungen aus den unterschiedlichsten internen und externen Gr\u00fcnden in verschiedenen Disziplinen unterschiedlich. Reaktionen benachbarter F\u00e4cher auf Umbenennungen ihrer \u201eAbgrenzungspartner\u201c erfolgten manchmal verz\u00f6gert, sogar um Jahrzehnte. Und dann unterscheiden sich auch noch die Konstellationen in den einzelnen Universit\u00e4ten; je nachdem, in welche Fachbereiche oder Fakult\u00e4ten und in welche \u00fcbergreifenden Architekturen von Studieng\u00e4ngen unsere Disziplin eingebaut wird, bekommt sie einen anderen Namen. Und schlie\u00dflich reagieren ver\u00e4ndernde Fachbezeichnungen nicht nur auf Umbauten in den Wissenschaftslandschaften in einem Land, sondern agieren und argumentieren grenz\u00fcberschreitend. Die lange Geschichte der Beziehungen zwischen Volks- und V\u00f6lkerkunde und die wechselvollen Umbenennungen der Volkskunde in Empirische Kulturwissenschaften, Kulturanthropologie, europ\u00e4ische Ethnologie und dergleichen mehr w\u00e4ren hier ein eindr\u00fcckliches Beispiel. Mark M\u00fcnzel hat das in zwei Vortr\u00e4gen bei Workshops der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Volkskunde und bei der DGV eindrucksvoll dargelegt (2009, 2011).<\/p>\n<p>Aber M\u00fcnzel hat in einem \u00dcberblick \u00fcber die im Mai 2017 im deutschsprachigen Raum verwendeten Benennungen von Instituten, Museen und Studieng\u00e4ngen auch gezeigt, dass von 99 Benennungen immerhin 49, also die H\u00e4lfte, schlicht \u201eEthnologie\u201c verwendeten. V\u00f6lkerkunde kam nur noch im musealen Kontext vor (16 Mal), Sozial- und Kulturanthropologie ganze vier Mal, dagegen immerhin zehn Mal Kultur- und Sozialanthropologie und acht Mal Sozialanthropologie ohne weiteren Zusatz. Da w\u00e4re es dann doch, wie <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/de\/whatsinaname\/warum-die-umbenennung-der-dgv-in-dgska-ein-fehler-war\/\">Thomas Bierschenk argumentiert<\/a>, hilfreich gewesen, den Trend hin zu \u201eEthnologie\u201c auch durch die Benennung der Fachgesellschaft zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Ein Trost bleibt: Namen \u2013 und schon gar nicht der Name einer nicht allzu m\u00e4chtigen Fachgesellschaft \u2013 entfalten letztlich nicht wirklich und schon gar nicht automatisch sehr gro\u00dfe Wirkm\u00e4chtigkeit. Jedenfalls nicht, wenn sie so vielgestaltig auftreten, wie es die Bezeichnung unseres Forschungsfeldes und unserer Studieng\u00e4nge tun. Fachnamen sind, wie oben erl\u00e4utert, Instrumente der Grenzziehung und Positionierung in der wissenschaftlichen Landschaft und beim Kampf um Ressourcen und Ansehen. Sie k\u00f6nnen nach Innen einigen und nach Au\u00dfen Wahrnehmungen lenken. Aber offensichtlich gibt es keine sanktionsbewehrten Begriffspolizisten, die bei einem segment\u00e4ren Haufen wie dem unseren einen gemeinsamen Namen durchsetzen k\u00f6nnten. Und so wichtig ist die Fachgesellschaft denn nun auch wieder nicht. Nicht einmal die Logik der von Evans-Pritchard so treffend analysierten segment\u00e4ren Opposition \u2013 sich gegen\u00fcber externen \u201eFeinden\u201c intern wenigstens tempor\u00e4r zusammenzuschlie\u00dfen \u2013 greift anscheinend in der bunten Ethnologen-Landschaft im deutschen Sprachraum. Insofern wird die Umbenennung der DGV in DGSKA keine dramatischen Folgen haben. Weder wird sie Kooperationen mit anderen sozial- und kulturwissenschaftlichen Projekten und Fachverb\u00e4nden verhindern noch wird sie die inhaltliche Ausrichtung unserer k\u00fcnftigen Forschung und Lehre tats\u00e4chlich steuern. Insofern war meine Hoffnung, eine umbenannte Fachgesellschaft k\u00f6nnte zur Vereinheitlichung der Nomenklatur beitragen und die Kommunikation in der \u00d6ffentlichkeit erleichtern, von vornherein illusion\u00e4r.<\/p>\n<p>Es bleibt also beim geduldigen Gesch\u00e4ft des Erl\u00e4uterns, was die Disziplin tut und kann und welche Geschichte sich in den verschiedenen Bezeichnungen sedimentiert hat. Und ich werde mich weiterhin in der deutschsprachigen \u00d6ffentlichkeit als Ethnologin bezeichnen und im Englischen als <em>anthropologist<\/em> und so weiter. Und ich werde auch weiterhin darauf dringen, dass zumindest dort, wo eine Fachbezeichnung in Artikeln und Eintr\u00e4gen \u00fcber mich aktenkundig wird, meine Selbstbezeichnung als Ethnologin \u00fcbernommen wird. Von mir aus lasse ich mich auch gern Sozialwissenschaftlerin oder Kulturwissenschaftlerin nennen, aber nicht Kultur- und Sozialanthropologin, was dann gern bequem zu Anthropologin verk\u00fcrzt wird. Ganz aufgegeben habe ich also vielleicht doch noch nicht\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Carola Lentz<\/strong> ist Professorin f\u00fcr Ethnologie am Institut f\u00fcr Ethnologie und Afrikastudien an der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz. Seit Ende der 1980er Jahre forscht sie in Ghana und Burkina Faso zu Kolonialgeschichte, Arbeitsmigration, Bodenrecht, Ethnizit\u00e4t, Nationenbildung, Mittelklasse und Erinnerungspolitik. Zu ihren neueren Buchver\u00f6ffentlichungen geh\u00f6ren Land, Mobility and Belonging in West Africa (Indiana University Press, 2013), von der amerikanischen African Studies Association mit dem Melville J. Herskovits-Preis ausgezeichnet, und Remembering Independence (gemeinsam mit David Lowe; Routledge 2018). 2011-15 war sie Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr V\u00f6lkerkunde. Seit 2016 ist sie Sekretarin der Sozialwissenschaftlichen Klasse der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Am Wissenschaftskolleg zu Berlin, wo sie derzeit Fellow ist, leitet sie die Fokusgruppe \u201eFamiliengeschichte und sozialer Wandel in Westafrika\u201c.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"autor":[133],"whatsinaname_category":[],"class_list":["post-1581","whatsinaname","type-whatsinaname","status-publish","hentry","autor-carola-lentz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1581","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname"}],"about":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/whatsinaname"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1581\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3221,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname\/1581\/revisions\/3221"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1581"}],"wp:term":[{"taxonomy":"autor","embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/autor?post=1581"},{"taxonomy":"whatsinaname_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/whatsinaname_category?post=1581"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}