{"id":13211,"date":"2026-06-29T14:13:51","date_gmt":"2026-06-29T12:13:51","guid":{"rendered":"https:\/\/boasblogs.org\/?post_type=uncommoning&#038;p=13211"},"modified":"2026-07-21T12:48:33","modified_gmt":"2026-07-21T10:48:33","slug":"zwischen-sichtbarkeit-und-verantwortung","status":"publish","type":"uncommoning","link":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/uncommoning\/commoning-knowledge\/zwischen-sichtbarkeit-und-verantwortung\/","title":{"rendered":"Zwischen Sichtbarkeit und Verantwortung"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_13212\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13212\" class=\"wp-image-13212 size-full\" src=\"https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Commoning_EthnOA_4.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-13212\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Kathleen Heft, Bildbearbeitung: Lea Farah Heiser, CC BY-SA 4.0.<\/p><\/div>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s3\"><a href=\"https:\/\/orcid.org\/\">ORCID<\/a><\/span><span class=\"s2\"> (Open Researcher and Contributor ID), ist ein eindeutiger Identifikator f\u00fcr Forschende und gilt als zentrales Instrument der Open-Science-Infrastruktur. Es wurde entwickelt, um Forschende zu identifizieren, ihre wissenschaftlichen Outputs sichtbar zu machen und administrative Prozesse zu vereinfachen. Auch der <a href=\"https:\/\/www.evifa.de\/de\"><span class=\"s3\">Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie<\/span><\/a> (FID SKA) empfiehlt die Nutzung von ORCID \u2013 insbesondere im Hinblick auf die Langzeitverf\u00fcgbarkeit und Verzeichnung ethnologischer Forschung. Gleichzeitig zeigt sich aus ethnologischer Perspektive ein vielschichtiges Bild: Zum einen werfen die Struktur und Logik von ORCID grundlegende Fragen nach dem zugrunde liegenden Wissenschafts- und Autor*innenschaftsverst\u00e4ndnis auf. Zum anderen ergeben sich spezifische Chancen und Herausforderungen f\u00fcr ethnologische Forschungspraktiken, die in diesem Beitrag n\u00e4her beleuchtet werden sollen.<\/span><\/p>\n<h3 class=\"p4\">Publikationsnachweise im Wandel: ORCID als L\u00f6sungsansatz f\u00fcr Sichtbarkeit und Eindeutigkeit<\/h3>\n<p class=\"p5\"><span class=\"s2\">Publizieren und Rezipieren sind zentrale Bestandteile der wissenschaftlichen Arbeitspraxis. Publikationen sind ein wichtiger Indikator zur Messung des wissenschaftlichen Outputs und deren Nachweis ist f\u00fcr die eigene Wissenschaftskarriere bedeutsam. In diesem Zusammenhang spielen auch verschiedene Publikationsformate jenseits von Monografien und Zeitschriftenartikeln eine wichtige Rolle.<\/span><\/p>\n<p class=\"p6\"><span class=\"s2\">Die Auffindbarkeit und der Nachweis von Publikationen geht mit einigen Herausforderungen einher, wobei manche grunds\u00e4tzlicher Natur, andere hingegen beeinflusst von der Fachspezifik der ethnologischen F\u00e4cher sind.<\/span><\/p>\n<p class=\"p6\"><span class=\"s2\">Forschende durchlaufen innerhalb ihrer Forschungslaufbahn oftmals zahlreiche unterschiedliche Stationen. Dies f\u00fchrt dazu, dass Homepages, beispielsweise von Arbeitsst\u00e4tten, oftmals nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gepflegt werden und dann veralten oder gar nach einer umfassenden Aktualisierung in G\u00e4nze gel\u00f6scht werden. Das Betreiben einer eigenen Homepage zum Nachweis der eigenen Publikationen und Arbeitsstationen kann eine L\u00f6sung f\u00fcr dieses Problem darstellen, geht aber mit viel Arbeit einher. Au\u00dferdem m\u00fcssen Forschende jegliche Inhalte komplett eigenst\u00e4ndig einpflegen, eine (automatisierte) Fremddaten\u00fcbernahme ist nicht m\u00f6glich. Kommerzielle Plattformen wie ResearchGate bieten zwar die M\u00f6glichkeit, die eigenen Publikationen abzulegen und so einen Nachweis zu erm\u00f6glichen, allerdings sind die Publikationen nur nach Anmeldung zug\u00e4nglich und die kommerziellen Plattformen operieren mit problematischen Lizenzrechten. <\/span><\/p>\n<p class=\"p6\"><span class=\"s2\">Ein Ansatz, um auf diese Probleme zu reagieren ist ORCID. Es zielt darauf ab, das Problem der eindeutigen Identifikation von Personen in der wissenschaftlichen Forschung zu bearbeiten. Der vergebene Identifikator, ORCID-iD, ist eine Kennziffer, die dauerhaft verf\u00fcgbar und Personen individuell zugeordnet ist, um diese eindeutig identifizieren zu k\u00f6nnen. Mit ORCID ist es f\u00fcr Forschende m\u00f6glich, ihre eigenen Publikationen selbstst\u00e4ndig geb\u00fcndelt nachzuweisen und dar\u00fcber hinaus die eigene wissenschaftliche Biografie in Form von beruflichen Stationen, Mitgliedschaften in Organisationen, Forschungsf\u00f6rderungen etc. niedrigschwellig und \u00fcbersichtlich zu dokumentieren. Je nachdem welche Informationen hinterlegt werden, kann das ORCID-Profil als ausf\u00fchrlicher Publikationsnachweis und Lebenslauf in Antrags- und Bewerbungsverfahren verwendet werden. Dadurch, dass ORCID in 15 verschiedenen Sprachen angeboten wird, ist es auch auf internationaler Ebene einfach m\u00f6glich, geb\u00fcndelt Informationen \u00fcber Personen und ihre Publikationen zu erhalten. Ziel ist, dass Informationen einmalig erfasst werden und diese auf verschiedene Weisen nachgenutzt werden k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">ORCID ist im Rahmen der <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20130921060218\/http:\/network.nature.com\/groups\/orcid\/forum\/topics\/6533\"><span class=\"s3\">Open Researcher Contributor Identification Initiative<\/span><\/a> entstanden, die ersten ORCID-iDs werden seit 2012 vergeben. An der Gr\u00fcndung waren gro\u00dfe Verlagsgruppen (bspw. Elsevier und Springer) beteiligt, aber auch Forschungsorganisationen wie das Schweizer CERN. Derzeit betreibt eine gemeinn\u00fctzige Initiative in Delaware (USA) die technische Infrastruktur. Deutschland verf\u00fcgt \u00fcber ein eigenst\u00e4ndiges <a href=\"https:\/\/www.orcid-de.org\/konsortium\/ueber-das-konsortium\"><span class=\"s3\">ORCID-Konsortium<\/span><\/a>, das als Ansprechpartner f\u00fcr Forschungseinrichtungen zust\u00e4ndig ist. Die Arbeit zielt insbesondere auf die Vernetzung (u.a. mit anderen Nachweissystemen) und Vermittlung von Informationen ab. Die Nutzung von ORCID ist kostenlos.<\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Die Anwendung von ORCID hat f\u00fcnf zentrale Vorteile:<\/span><\/p>\n<ol class=\"ol1\">\n<li class=\"li7\"><b>Zeitersparnis:<\/b> Bei ORCID ist es unkompliziert, die eigenen Publikationen aus verschiedenen Quellen in das Profil zu \u00fcbertragen. Teilweise geschieht dies, z.B. in Form der \u00dcbertragung der bibliografischen Angaben, durch die Verkn\u00fcpfung mit anderen Nachweissystemen bereits automatisch (vgl. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1515\/bd-2017-0062\"><span class=\"s4\">Hartmann &amp; Pampel 2017<\/span><\/a>: 577). Trotzdem ist eine manuelle Kuration weiterhin m\u00f6glich. Die zeitraubende Eingabe von Publikationsdaten an verschiedenen Stellen kann so jedoch reduziert werden. Die Informationen sollen an vielen Stellen erneut nutzbar sein, z. B. durch automatische \u00dcbertragung der ORCID-Daten bei der Einreichung von Bewerbungen. Sofern die Einwilligung erteilt wurde, k\u00f6nnen auch andere Personen die Informationen bearbeiten.<\/li>\n<li class=\"li7\"><b>Sicherstellung von Eindeutigkeit<\/b>: ORCID erm\u00f6glicht die eindeutige Identifikation von Wissenschaftler*innen. Besondere Relevanz hat dies bei h\u00e4ufigen Namen aber auch beim Namenswechsel z.B. bei Heirat. Die eindeutige Zuordnung ist nicht nur f\u00fcr Menschen bedeutsam, wobei diese sich durch Kontextwissen und etwaige zus\u00e4tzliche Recherchen oftmals erschlie\u00dfen k\u00f6nnen, um welche Person es sich handelt. F\u00fcr computerbasierte Anwendungsverfahren ist eine eindeutige Zuordnung ausschlie\u00dflich aufgrund von Namen mitunter nicht m\u00f6glich. Die Folge ist, dass es zu keiner bzw. zur falschen Zuordnung in Datenbanken und anderen Suchsystemen kommen kann.<\/li>\n<li class=\"li7\"><b>Flexibilit\u00e4t und Anpassungsf\u00e4higkeit<\/b>: Das eigene Profil ist flexibel anpassungsf\u00e4hig, sodass Namenswechsel oder eine ver\u00e4nderte berufliche Situation sich schnell nachvollziehen lassen. Das Profil ist nicht an eine spezifische Arbeitsst\u00e4tte gebunden, wenn Institutshomepages veralten oder gel\u00f6scht werden, bleibt das ORCID-Profil bestehen und aktuell.<\/li>\n<li class=\"li7\"><b>Erh\u00f6hte Auffindbarkeit und Sichtbarkeit: <\/b>Die Nutzung von ORCID erleichtert den geb\u00fcndelten Nachweis von Publikationen und macht diese sichtbarer. Publikationen lassen sich unmittelbar verlinken, was besondere Relevanz f\u00fcr Publikationen (Artikel, Blogbeitr\u00e4ge, Forschungsdatenpublikationen etc.) hat, die mitunter nicht explizit in gr\u00f6\u00dfere Suchsysteme eingespeist worden sind. Au\u00dfenstehende k\u00f6nnen ORCID nutzen, um die berufliche Biografie und Projektbeteiligungen von Personen nachzuvollziehen.<\/li>\n<li class=\"li7\"><b>Kontrolle \u00fcber Daten<\/b>: Forschende entscheiden eigenst\u00e4ndig, was sie an Informationen zur Verf\u00fcgung stellen m\u00f6chten und legen fest, was davon \u00f6ffentlich einsehbar sein soll. F\u00fcr jede Angabe existiert ein Spektrum der Sichtbarkeit: von allgemein \u00f6ffentlich einsehbar, zur Sichtbarkeit f\u00fcr definierte Dritte z.B. die eigene Einrichtung bis hin zur exklusiven Sichtbarkeit f\u00fcr die Person, die das Profil angelegt hat. Immer sichtbar ist nur der Name und die ORCID-iD. Das Profil kann zu jeder Zeit deaktiviert und gel\u00f6scht werden.<\/li>\n<\/ol>\n<h3><\/h3>\n<h3 class=\"p4\">ORCID in den ethnologischen F\u00e4chern: Zwischen infrastruktureller Spannung und disziplin\u00e4rer Anschlussf\u00e4higkeit<\/h3>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Die Nutzung von ORCID bietet f\u00fcr Forschende aus den ethnologischen F\u00e4chern zahlreiche Vorteile, geht jedoch auch mit spezifischen Herausforderungen einher, die sich aus den Besonderheiten ethnografischer Wissensproduktion ergeben. In diesem Abschnitt sollen Nutzungspotenziale f\u00fcr Ethnolog*innen dargestellt sowie kritische Perspektiven auf die strukturelle Logik von ORCID diskutiert werden.<\/span><\/p>\n<p class=\"p4\">ORCID: Autor*innenschaft, Identit\u00e4t und Infrastruktur<\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">\u201eInfrastrukturen existieren auch als Formen, die \u00fcber ihre rein technische Funktion hinausgehen, und sie m\u00fcssen als konkrete semiotische und \u00e4sthetische Vehikel analysiert werden, die sich an bestimmte Adressat*innen richten. [&#8230;] Die Auseinandersetzung mit der Form \u2013 oder der Poetik \u2013 von Infrastrukturen erm\u00f6glicht es uns zu verstehen, wie das Politische auf unterschiedlichen Wegen hervorgebracht werden kann.\u201c (\u00dcbers. d. Verf., <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1146\/annurev-anthro-092412-155522\"><span class=\"s3\">Larkin 2013<\/span><\/a>: 329)<\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Im Zuge der zunehmenden Etablierung von Open Access betonten <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.14506\/ca30.3.01\"><span class=\"s3\">Kim Fortun und Mike Fortun<\/span><\/a> bereits 2015 (421), dass wir uns in einem \u201einfrastructural moment\u201c befinden \u2013 einem Moment, in dem sich die infrastrukturellen Bedingungen ethnologischer Wissensproduktion grundlegend wandeln. Digitale Plattformen, Identifikatoren und technische Systeme fungieren dabei nicht als neutrale Werkzeuge, sondern nehmen aktiv Einfluss auf die Sichtbarkeit, Strukturierung und Bewertung von Forschung.<\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Infrastrukturen, so Larkin (2013), sind nicht nur technische Systeme, sondern auch politische und semiotische Formen, die bestimmte Formen von Adressierbarkeit, Teilhabe und Ausschluss erzeugen. Auch ORCID l\u00e4sst sich als Teil dieses infrastrukturellen Moments verstehen: Als Plattform, die die eindeutige Identifikation von Forschenden erm\u00f6glichen soll, beeinflusst sie, wer als Forscher*in gilt, welche Outputs sichtbar gemacht werden und wie Autor*innenschaft verstanden wird. F\u00fcr Personen, die mit fluiden Rollen, Anonymit\u00e4t oder kollektiven Identit\u00e4ten arbeiten \u2013 etwa Aktivist*innen, indigene Wissenschaftler*innen oder Co-Forschende aus Community-Kontexten \u2013 kann die Logik persistenter Sichtbarkeit daher unpassend oder gar riskant sein. Das trifft allerdings auf viele digitale Systeme zu, die auf dauerhafte Identifizierbarkeit und globale Zug\u00e4nglichkeit ausgelegt sind.<\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Ethnologische Debatten \u00fcber Offenheit und Zug\u00e4nglichkeit sind stets auch mit Fragen relationaler Verantwortung verkn\u00fcpft. Wie <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.18452\/34833\"><span class=\"s3\">Kathleen Heft<\/span><\/a> (2025, \u00dcbers. d. Verf.) betont, ist \u201ejede Ver\u00f6ffentlichung aus dem Bereich der Sozial- und Kulturanthropologie \u2013 ob im Open oder Closed Access \u2013 untrennbar mit disziplin\u00e4ren ethischen Prinzipien verflochten\u201c. Ethnografische Wissensproduktion ist h\u00e4ufig eingebunden in informierte Zustimmung, den Schutz lokaler Wissenssysteme und Formen geteilter Autor*innenschaft. Diese \u201egrundlegend kollaborative Natur und Co-Autor*innenschaft ethnografischer Wissensproduktion\u201c (ebd.) wird im Kontext digitaler Infrastrukturen erneut virulent \u2013 etwa, wenn Plattformen wie ORCID kollektive, nicht-standardisierte oder nicht-textuelle Beitr\u00e4ge nur unzureichend erfassen k\u00f6nnen. <\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">So lassen sich etwa Beitragende an community-basierten Forschungsprozessen, nicht-schriftliche Wissensformen wie Erz\u00e4hlungen, Rituale oder materielle Praktiken sowie geteilte Urheber*innenschaft ohne klare Einzelzuschreibung nur schwer in die Logik individueller Wissensorganisation \u00fcbersetzen. \u00c4hnliche Spannungen beschreiben <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1057\/s41599-022-01336-9\"><span class=\"s3\">Xinyao Liu und Daniel Burnett<\/span><\/a> (2022) f\u00fcr kollaborative interkulturelle Forschung, in der Rollen fluid, Beziehungen hochsensibel und Verantwortlichkeiten geteilt sind \u2013 Konstellationen, die durch standardisierte individuelle Autor*innenschaftsmodelle nur unzureichend abgebildet werden. Luther Blissett (2024) verweisen zudem auf die Bedeutung \u201edividualer\u201c Autor*innenschaft in der Anthropologie, also auf Formen geteilter oder relationaler Urheber*innenschaft, die mit der auf Einzelidentit\u00e4ten fokussierten Logik digitaler Identifikatoren schwer vereinbar sind. Dabei ist Luther Blissett nicht als eindeutig identifizierbare Einzelperson zu verstehen, sondern als kollektives Pseudonym, das von mehreren Anthropolog*innen f\u00fcr kollaborative, anonyme Ver\u00f6ffentlichungen genutzt wird. Ausgerechnet ein Text, der die Grenzen individualisierter Autor<i>*<\/i>innenschaft in der Anthropologie problematisiert, ist \u00fcber eine <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0003-2084-0536\"><span class=\"s3\">ORCID-iD mit einem Profil verkn\u00fcpft<\/span><\/a>, das die Logik eindeutiger Identifikation zugleich nutzt und unterl\u00e4uft. Damit wird ORCID selbst zum Schauplatz der im Aufsatz verhandelten Frage: Wie lassen sich Formen geteilter, dividualer oder pseudonymer Autor*innenschaft in einer Infrastruktur abbilden, die grunds\u00e4tzlich auf persistente Identifizierbarkeit, individuelle Profile und zurechenbare wissenschaftliche Outputs ausgerichtet ist?<\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Dass das Problem der eindeutigen Identifizierung \u00fcber Namen, welches ORCID zu l\u00f6sen versucht, nicht universell als Problem verstanden wird, zeigt schlie\u00dflich <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.18452\/34833\"><span class=\"s3\">Marcel LaFlamme<\/span><\/a> (2016) anhand des Namenssystems der Orokaiva in Papua-Neuguinea. Die dortige Praxis, Namen nicht zur eindeutigen Identifikation, sondern relational und kontextabh\u00e4ngig zu verwenden, stellt das westlich-europ\u00e4ische Konzept von Autor*innenschaft und Identit\u00e4t infrage, auf dem ORCID basiert. Zudem verweist LaFlamme auf feministische Wissenschaftskritik (vgl. Gibson-Graham 2006), in der kollektive Autor*innenschaft oder das Schreiben unter Pseudonym als Strategien genutzt werden, um individualisierte Zuschreibungen gezielt zu unterlaufen. Auch die Redaktion von <i>Cultural Anthropology<\/i>, die ORCID bereits 2014 eingef\u00fchrt hat, pl\u00e4diert f\u00fcr eine kritische Auseinandersetzung mit der Plattform im Sinne einer \u201ecritical anthropology of scholarly communication\u201c (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.14506\/ca29.2.04\"><span class=\"s3\">Jackson &amp; Anderson 2014<\/span><\/a>: 236).<\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Ein alternatives Modell bietet das <a href=\"https:\/\/idnau.org\/\"><span class=\"s3\"><i>Indigenous Data Network<\/i><\/span><\/a> (IDN), das indigenen Gemeinschaften erm\u00f6glicht, kollektive epistemische Rechte geltend zu machen und ihre Daten nach eigenen Prinzipien zu verwalten \u2013 etwa durch gemeinschaftsbasierte Zugriffskontrollen, kontextbezogene Metadaten oder die Anerkennung nicht-textlicher und relationaler Wissensformen. Sichtbarkeit wird hier nicht prim\u00e4r \u00fcber Zitation oder standardisierte Identifikation erzeugt, sondern \u00fcber epistemische Selbstbestimmung, kuratierte Datenr\u00e4ume und alternative Modi des Teilens. Wissensobjekte werden nicht allein durch bibliografische Kategorien erfasst, sondern \u00fcber Beziehungsstrukturen, lokale Kontexte und spezifische Verantwortungsformen definiert.<\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Das Beispiel des IDN zeigt, dass digitale Infrastrukturen unterschiedlich gestaltet sein k\u00f6nnen \u2013 nicht nur als Werkzeuge zur Vereinheitlichung und Identifizierbarkeit, sondern auch als relationale Commons, die diverse Wissensformen und Autor*innenschaften anerkennen. F\u00fcr die ethnologische Fachcommunity er\u00f6ffnet dies die M\u00f6glichkeit, bestehende Infrastrukturen wie ORCID kritisch zu reflektieren und gegebenenfalls durch erg\u00e4nzende Modelle zu erweitern, die st\u00e4rker auf kollektive, kontextgebundene und nicht-textuelle Wissenspraktiken eingehen. Gleichzeitig finden sich im wissenschaftlichen Alltag auch spielerische oder kreative Formen, die autor*innenzentrierte Logiken digitaler Identifikatoren unterlaufen. So existieren ORCID-iDs, die \u2013 augenzwinkernd, aber zugleich pointiert \u2013 nicht menschlichen \u201eCo-Autor*innen\u201c zugewiesen werden, etwa einem Forschungshund in einem experimentellen Schreibprojekt.<\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Doch wie verbreitet ist ORCID tats\u00e4chlich in ethnologischen Fachkontexten \u2013 und wo zeigen sich konkrete Anwendungsbeispiele jenseits der infrastrukturellen Kritik? Bislang gibt es nur wenige umfassende Daten zur Nutzung von ORCID. In einer gro\u00dfen Umfrage an US-amerikanischen Hochschulen analysieren <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11192-025-05300-7\"><span class=\"s3\">Stephen Porter, Paul Umbach und Christopher Willis<\/span><\/a> (2025) die Verbreitung von ORCID unter akademischen Mitarbeitenden: W\u00e4hrend 72 % der US-Professor*innen angaben, eine ORCID-iD zu besitzen, gab es eine erhebliche Spannweite zwischen den Disziplinen. In den biomedizinischen Wissenschaften nutzten 93 % der Befragten eine ORCID-iD, die Rate bei den Visual and Performing Arts lag lediglich bei 17 %. Auch in den Area Studies ist die Nutzung vergleichsweise niedrig: Nur 38 % der Befragten aus diesem Feld gaben an, eine ORCID-iD zu verwenden (Porter et al. 2025: 2789). <\/span><\/p>\n<h3 class=\"p4\">Potenziale und Anwendungsbeispiele<\/h3>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Trotz dieser strukturellen Spannungen bietet ORCID gerade f\u00fcr ethnologische Forschung auch spezifische Potenziale, die bislang nur punktuell ausgesch\u00f6pft werden. Die Plattform erlaubt es, auch weniger sichtbare Publikationsformen wie Beitr\u00e4ge in Sammelb\u00e4nden, kleineren Fachzeitschriften, Ausstellungskatalogen oder Graue Literatur systematisch zu erfassen und miteinander zu verkn\u00fcpfen. Neben klassischen Textformaten k\u00f6nnen auch audiovisuelle Materialien, Forschungsdaten, Ausstellungen oder Feldnotizen als \u201eWorks\u201c in ein ORCID-Profil aufgenommen werden \u2013 insbesondere dann, wenn sie mit einem DOI versehen sind. F\u00fcr Forschende, deren Arbeiten sich \u00fcber verschiedene Medien und Publikationskontexte erstrecken, er\u00f6ffnet ORCID damit einen zentralen Ort zur B\u00fcndelung ihrer Outputs.<\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Zudem kann ORCID insbesondere f\u00fcr interdisziplin\u00e4r arbeitende Forschende den Anschluss an bestehende wissenschaftliche Infrastrukturen erleichtern. Da ORCID in zahlreiche Publikations-, Repositorien- und Forschungsinformationssysteme eingebunden ist, lassen sich verstreute Publikationen (z.B. in fachfremden Publikationsformaten), institutionelle Zugeh\u00f6rigkeiten und Projektbeteiligungen \u00fcber unterschiedliche Kontexte hinweg zusammenf\u00fchren. Gerade f\u00fcr ethnologische Projekte, die h\u00e4ufig zwischen F\u00e4chern, Institutionen und Kontexten vermitteln, bietet ORCID damit eine wichtige infrastrukturelle Anschlussf\u00e4higkeit.<\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Auch konkrete Anwendungsfelder innerhalb der Ethnologie belegen den praktischen Nutzen: So verlangt das <a href=\"https:\/\/openanthroresearch.org\"><span class=\"s3\">Open Anthropology Research Repository (OARR)<\/span><\/a> die Einreichung mit ORCID, um Preprints, Konferenzpapiere und Lehrmaterialien dauerhaft mit Autor*innen und DOIs zu verkn\u00fcpfen. Gleiches gilt f\u00fcr die Journals der American Anthropological Association, die ORCID als Voraussetzung f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung eingef\u00fchrt haben. Die Zeitschrift Cultural Anthropology nutzt ORCID bereits seit 2014 und hebt sowohl die technischen Vorteile als auch die ethischen Herausforderungen hervor. Auch Plattformen wie SocioHub oder Repositorien wie peDOCS binden ORCID als Teil ihrer Anmelde- und Sichtbarkeitslogik ein und erleichtern damit den Zugang zur Fachcommunity. Schlie\u00dflich er\u00f6ffnet auch die Verkn\u00fcpfung mit Normdaten wie der <a href=\"https:\/\/boasblogs.org\/uncommoning\/commoning-knowledge\/zwischen-universalsprache-fachthesaurus-und-lokalem-wissen\/\"><span class=\"s3\">Gemeinsamen Normdatei (GND)<\/span><\/a> neue Perspektiven f\u00fcr die langfristige Auffindbarkeit ethnologischer Werke \u2013 auch in mehrsprachigen oder bibliothekarischen Kontexten.<\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Insgesamt zeigt sich, dass die Plattform sinnvolle Anschl\u00fcsse f\u00fcr das Fach bieten kann, insbesondere dann, wenn sie kritisch reflektiert, kontextsensibel genutzt und durch erg\u00e4nzende Modelle erweitert wird.<\/span><\/p>\n<h3 class=\"p4\">Literaturverzeichnis<\/h3>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Blisset, Luther. 2024. \u201cThe Hau of the Paper and Dividual Authors: Reimagining Authorship in Anthropology.\u201d Social Anthropology 32 (2): 20\u201341. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3167\/saas.2024.320203\"><span class=\"s3\">https:\/\/doi.org\/10.3167\/saas.2024.320203<\/span><\/a>\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Brown, Josh, und Alice Meadows. 2025. \u201cIt&#8217;s \u2018ORCID and\u2026,\u2019 Not \u2018ORCID or\u2026\u2019: How Researcher Identifiers Work Together to Help Researchers, Build a Better Picture of Research, and Streamline Administrative Tasks.\u201d Zenodo. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.15737460\"><span class=\"s3\">https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.15737460<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Fortun, Kim, und Mike Fortun. 2015. \u201cAn Infrastructural Moment in the Human Sciences.\u201d Cultural Anthropology 30 (3): 359\u201367. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.14506\/ca30.3.01\"><span class=\"s3\">https:\/\/doi.org\/10.14506\/ca30.3.01<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Gibson-Graham, J. K. 2006. A Postcapitalist Politics. Minneapolis and London: University of Minnesota Press.<\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Hartmann, Sarah, und Heinz Pampel. 2017. \u201cGND und ORCID: Br\u00fcckenschlag zwischen zwei Systemen zur Autorenidentifikation.\u201d Bibliotheksdienst 51 (7): 575\u201388. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1515\/bd-2017-0062\"><span class=\"s3\">https:\/\/doi.org\/10.1515\/bd-2017-0062<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Heft, Kathleen. 2025. \u201cHow to Open Access in Social and Cultural Anthropology?\u201d U\/C A \u2013 Commoning Knowledge (Boasblogs), 23. September 2025. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.18452\/34833\"><span class=\"s3\">https:\/\/doi.org\/10.18452\/34833<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Jackson, Jason Baird, und Ryan Anderson. 2014. \u201cAnthropology and Open Access.\u201d Cultural Anthropology 29 (2): 236\u201363. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.14506\/ca29.2.04%22%20%5Ct%20%22_new\"><span class=\"s3\">https:\/\/doi.org\/10.14506\/ca29.2.04<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">LaFlamme, Marcel. 2015. \u201cOn the Problem of the Namesake.\u201d Cultural Anthropology 31 (1): 1\u20133. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.14506\/ca31.1.01%22%20%5Ct%20%22_new\"><span class=\"s3\">https:\/\/doi.org\/10.14506\/ca31.1.01<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Larkin, Brian. 2013. \u201cThe Politics and Poetics of Infrastructure.\u201d Annual Review of Anthropology 42: 327\u201343. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1146\/annurev-anthro-092412-155522%22%20%5Ct%20%22_new\"><span class=\"s3\">https:\/\/doi.org\/10.1146\/annurev-anthro-092412-155522<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Liu, Xinyao, und Daniel Burnett. 2022. \u201cInsider-Outsider: Methodological Reflections on Collaborative Intercultural Research.\u201d Humanities and Social Sciences Communications 9: 314. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1057\/s41599-022-01336-9%22%20%5Ct%20%22_new\"><span class=\"s3\">https:\/\/doi.org\/10.1057\/s41599-022-01336-9<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\">Porter, Stephen R., Paul D. Umbach, und Christopher Willis. 2025. \u201cUnderstanding ORCID Adoption among Academic Researchers.\u201d Scientometrics 130: 2783\u201397. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11192-025-05300-7%22%20%5Ct%20%22_new\"><span class=\"s3\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11192-025-05300-7<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\"><i>Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz CC BY 4.0 lizenziert. Diese Lizenz erlaubt unter Voraussetzung der Namensnennung der Urheber*innen die Bearbeitung, Vervielf\u00e4ltigung und Verbreitung des Materials in jedem Format oder Medium f\u00fcr beliebige Zwecke, auch kommerziell. <\/i><a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/\"><span class=\"s3\"><i>https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/<\/i><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\"><i>Die Grafik ist unter der Creative Commons Lizenz CC BY-SA 4.0 lizenziert. Diese Lizenz erlaubt unter Voraussetzung der Namensnennung der Urheber*innen die Bearbeitung, Vervielf\u00e4ltigung und Verbreitung des Materials in jedem Format oder Medium f\u00fcr beliebige Zwecke, auch kommerziell. Wenn Sie das Material bearbeiten, d\u00fcrfen Sie Ihre Beitr\u00e4ge nur unter derselben Lizenz wie das Original verbreiten. <\/i><a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\/\"><span class=\"s3\"><i>https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\/<\/i><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\"><b>Saskia K\u00f6bschall<\/b> <\/span><span class=\"s5\">(<a href=\"https:\/\/orcid.org\/0009-0007-0375-0199\"><span class=\"s6\">https:\/\/orcid.org\/0009-0007-0375-0199<\/span><\/a><\/span><span class=\"s2\">) studierte Sozial- und Kulturanthropologie an der Freien Universit\u00e4t Berlin sowie als Fulbright-Stipendiatin an der New School for Social Research in New York. Sie promoviert am Institut f\u00fcr Europ\u00e4ische Ethnologie der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin zu kolonialen Wissensordnungen sowie zu K\u00f6rper- und Naturkonzepten im Kontext der deutschen Lebensreformbewegung. Von 2024 bis 2025 war sie Mitarbeiterin im Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie (FID SKA). Seit 2026 ist sie die interne Leitung der Hochschulbibliografie an der Universit\u00e4tsbibliothek der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin.<\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s2\"><b>Moritz Strickert<\/b> (<a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-9626-5932\"><span class=\"s3\">https:\/\/orcid.org\/0000-0001-9626-5932<\/span><\/a>) studierte Soziologie und Ethnologie an der Universit\u00e4t Bremen und Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin. Derzeit ist er Mitarbeiter des Fachinformationsdienstes Sozial- und Kulturanthropologie (FID SKA). Er arbeitet in einem Projekt zur Gemeinsamen Normdatei (GND) aus ethnologischer Perspektive und ist in der Arbeitsgruppe Thesauri des Netzwerks f\u00fcr nachhaltige Forschungsstrukturen in kolonialen Kontexten aktiv.<\/span><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"menu_order":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"autor":[737,805],"blog":[723],"class_list":["post-13211","uncommoning","type-uncommoning","status-publish","hentry","autor-moritz-strickert","autor-saskia-kobschall","blog-commoning-knowledge"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/uncommoning\/13211","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/uncommoning"}],"about":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/uncommoning"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/uncommoning\/13211\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13535,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/uncommoning\/13211\/revisions\/13535"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13211"}],"wp:term":[{"taxonomy":"autor","embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/autor?post=13211"},{"taxonomy":"blog","embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog?post=13211"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}