{"id":12658,"date":"2025-10-02T11:17:57","date_gmt":"2025-10-02T09:17:57","guid":{"rendered":"https:\/\/boasblogs.org\/?post_type=uncommoning&#038;p=12658"},"modified":"2025-10-13T18:26:24","modified_gmt":"2025-10-13T16:26:24","slug":"vom-nachleben-der-daten","status":"publish","type":"uncommoning","link":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/uncommoning\/commoning-knowledge\/vom-nachleben-der-daten\/","title":{"rendered":"Vom &#8222;Nachleben&#8220; der Daten"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_12659\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12659\" class=\"size-full wp-image-12659\" src=\"https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Commoning_EthnOA_5.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-12659\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Kathleen Heft, Bildbearbeitung: Lea Farah Heiser, CC BY-SA 4.0.<\/p><\/div>\n<p>&#8222;Offenheit&#8220; von Daten, Information und Wissen ist kein absoluter oder selbstverst\u00e4ndlicher Wert. Offenheit ist dauerhaft in der Verhandlung, muss mit anderen Werten und Interessen \u2013 etwa F\u00fcrsorge, Verantwortung oder Sicherheit \u2013 abgewogen werden und wird entsprechend eingeschr\u00e4nkt, durch Datenschutz und Pers\u00f6nlichkeitsrechte zum Beispiel, Wahlrechtsgrunds\u00e4tze oder das Urheberrecht.<\/p>\n<p>Als wir vor einigen Jahren begonnen haben, uns im Rahmen des Fachinformationsdienstes Sozial- und Kulturanthropologie (<a href=\"https:\/\/www.evifa.de\/de\/ueber-uns\">FID SKA<\/a>) mit Forschungsdatenmanagement (FDM) f\u00fcr ethnografische Daten zu besch\u00e4ftigen, wurde sehr schnell klar, dass mit der Frage, ob und, wenn ja, wie rezente (digitale) ethnografische Feldforschungsdaten f\u00fcr weitere Nutzungen in Forschung und Lehre geteilt werden k\u00f6nnen oder sollten, auch grunds\u00e4tzliche \u201ealte\u201c Fragen der ethnologischen F\u00e4cher aktualisiert werden, nach rechtlich und vor allem ethisch angemessenem Umgang mit Material etwa, nach Forscher:innenpositionen oder Verst\u00e4ndnissen von Autor:innenschaft und Autorisierung. In Gespr\u00e4chen mit forschenden Ethnolog:innen f\u00fchrte vor allem die Annahme, dass ethnografisches Material \u2013 so hatten es wissenschafts- und f\u00f6rderpolitische Anforderungen scheinbar nahegelegt \u2013 k\u00fcnftig wie andere Forschungsdaten auch in gro\u00dfem Umfang frei im Internet zug\u00e4nglich sein sollte, zun\u00e4chst zu teils heftiger Kritik.<\/p>\n<p><strong>Zug\u00e4nglich bedeutet nicht zwangsl\u00e4ufig offen<\/strong><\/p>\n<p>Mittlerweile ist klar, dass ethnografisches Material \u2013 wenn \u00fcberhaupt \u2013 \u00e4hnlich wie alle qualitativen Daten in den meisten F\u00e4llen nur mit Zugangsbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr weitere Nutzungen zur Verf\u00fcgung gestellt werden kann. Zum Beispiel sind die sogenannten <a href=\"https:\/\/www.go-fair.org\/\">FAIR-Prinzipien<\/a> im Kontext von Open Science ein breit akzeptiertes Konzept, demzufolge Forschungsdaten zwar findbar (findable), zug\u00e4nglich (accessible), interoperabel (interoperable) und nachnutzbar (re-usable), aber eben nicht zwingend offen im strengen Sinn sein sollen. Auch r\u00fccken mit Konzepten wie den <a href=\"https:\/\/www.gida-global.org\/care\">CARE Principles for Indigenous Data Governance<\/a> Aspekte wie Verantwortung und Kontrolle \u00fcber Daten und damit machtkritische und ethische Dimensionen der Zug\u00e4nglichkeit von (Forschungs-)Daten in den Mittelpunkt, die \u2013 konsequent umgesetzt \u2013 Offenheit einschr\u00e4nken k\u00f6nnen (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5334\/dsj-2020-043\">Carroll et al. 2020<\/a>, vgl. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5282\/o-bib\/5815\">Imeri, Rizzolli 2022<\/a>).<\/p>\n<p>Um aber rezente ethnografische Forschungsdaten und Materialien \u00fcberhaupt zug\u00e4nglich machen zu k\u00f6nnen, werden spezialisierte Datenzentren ben\u00f6tigt, die \u00fcber eine technisch besonders gesicherte Infrastruktur verf\u00fcgen und zudem an ethnografisches Material angepasste Verfahren der Archivierung und der sogenannten Nachnutzung zur Verf\u00fcgung stellen k\u00f6nnen, wie etwa das Forschungsdatenzentrum (FDZ) <a href=\"https:\/\/www.qualiservice.org\/de\/\">Qualiservice<\/a> an der Universit\u00e4t Bremen (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.26092\/elib\/2723\">Rizzolli, Imeri, Huber 2024<\/a>).<\/p>\n<p>Generische Repositorien wie <a href=\"https:\/\/zenodo.org\/\">Zenodo<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.radar-service.eu\/radar\/de\/home\">RADAR<\/a> oder universit\u00e4re Datenserver hingegen sind vor allem f\u00fcr sensible ethnografische Daten in der Regel nicht geeignet.<\/p>\n<p>Bei Qualiservice kann also digitales ethnografisches Material zug\u00e4nglich gemacht werden, ohne dass es frei im Netz steht, sondern so, dass es von interessierten Wissenschaftler:innen unter kontrollierten Bedingungen f\u00fcr Forschung und\/oder Lehre verwendet werden kann (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.26092\/elib\/2723\">Rizzolli, Imeri und Huber 2024<\/a>).<\/p>\n<p><strong>Datenarchivierung und Ethik \u2013 ein Spannungsfeld<\/strong><\/p>\n<p>Aber auch unabh\u00e4ngig von der Frage, was Zug\u00e4nglichkeit genau bedeutet, sind Ethnolog:innen mit Blick auf einen verantwortungsvollen Umgang mit ihrem Material h\u00e4ufig skeptisch, wenn es um die potenzielle Weitergabe ethnografischer Daten geht. Zentral ist etwa die Bef\u00fcrchtung, dass Vertrauensbeziehungen zu Feldpartner:innen gest\u00f6rt werden und sich besonders sensible Felder wom\u00f6glich komplett verschlie\u00dfen k\u00f6nnten. Auch Schwierigkeiten der Kontextualisierung werden hier thematisiert, etwa mit Blick auf die verk\u00f6rperten Dimensionen von Felderfahrung, die sich nicht datenf\u00f6rmig im Material abbilden, und allgemeiner die enge Bindung des Materials an die forschende Person, insbesondere wenn es um die Weitergabe von Feldnotizen oder Feldtageb\u00fcchern geht. Weil ethnografische Forschung in der Regel in engem Austausch zwischen Forschenden und ihren Gespr\u00e4chspartner:innen stattfindet, stellt sich zudem die Frage, wem diese Materialien geh\u00f6ren bzw. inwieweit es ethisch erforderlich und praktisch umsetzbar w\u00e4re, Forschungsteilnehmer:innen in Archivierungsprozesse einzubinden (vgl. z.B. <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.17169\/refubium-35157.2\">Behrends et al. 2022<\/a>, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.18452\/27741\">DGEKW 2023<\/a>, DGSKA 2019).<\/p>\n<p><strong>Vom Wert ethnografischer Daten<\/strong><\/p>\n<p>Gleichzeitig sind ethnografische Materialien in der Regel unikal, sie k\u00f6nnen dokumentarischen Charakter haben \u2013 und damit einen Wert, der wom\u00f6glich erst nach und nach erkennbar wird. Beispiele aus den <a href=\"https:\/\/www.si.edu\/siasc\/naa\">National Anthropological Archives<\/a> der Smithsonian Institution zeigen, dass es dabei nicht nur um wissenschaftliche Forschung geht, sondern auch um die Nutzung \u00e4lteren ethnografischen Materials durch die Nachkommen der dort beschriebenen Gruppen und Communitys selbst, etwa in der Besch\u00e4ftigung mit dem eigenen kulturellen Erbe oder in Landkonflikten (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.4000\/ateliers.3132\">Leopold 2008<\/a>). Am Nachlass des Ethnologen Werner Finke, der am Institut f\u00fcr Sozialanthropologie der \u00d6sterreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien betreut und auch digitalisiert wird, wiederum zeigt sich, dass die Arbeit mit archiviertem Material neue Formen der Kollaboration auch im Sinne einer Public Anthropology (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.12907\/978-3-593-45943-1\">Binder, Dilger, Kirsch 2025<\/a>) erm\u00f6glicht. Hier ist in den letzten Jahren umfangreich etwa mit kunstbasierten Ans\u00e4tzen und partizipativen Methoden zu Identit\u00e4tskonstruktionen und historischen Narrativen kurdischen Lebens in der T\u00fcrkei geforscht worden (vgl. die Beitr\u00e4ge in <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1553\/978OEAW96624\">Six-Hohenbalken et al. 2025<\/a>). Die Frage, ob ethisch verantwortlicher Umgang mit Forschungsdaten in manchen F\u00e4llen nicht gerade bedeuten kann, Material dauerhaft zu erhalten und zug\u00e4nglich zu machen, ist gleichwohl nicht immer leicht zu beantworten (<a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.17169\/refubium-35157.2\">Behrends et al. 2022<\/a>). W\u00e4hrend der Schutz von Gespr\u00e4chspartner:innen nahelegen kann, Material umfangreich zu anonymisieren und nicht zu archivieren, kann zum Beispiel die Achtung m\u00f6glicher k\u00fcnftiger Interessen der Nachkommen dieser Personen den Erhalt der Erkennbarkeit sowie langfristige Archivierung und Zug\u00e4nglichkeit nahelegen (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.4000\/ateliers.16318\">Zeitlyn 2022<\/a>). Die Archivierung des Datensatzes \u201eMangroves and Meaning-Making: A mutual relationship over time? Ethnographic data\u201c (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1594\/PANGAEA.929747\">Hornidge et al. 2021<\/a>) bei Qualiservice zum Beispiel war ma\u00dfgeblich durch forschungsethische \u00dcberlegungen motiviert. Die Datengeberin Anne-Katrin Broocks (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.26092\/ELIB\/1071\">2021<\/a>: 13) schreibt:<\/p>\n<p>\u201eThe data collected in this study can be understood as an oral, non-hegemonic discourse which has not been recorded in a written way yet. Archiving them aims to provide a greater access to this marginalized discourse.\u201c<\/p>\n<p>Auch die Archivierung kann in diesem Sinne als ein Beitrag dazu verstanden werden, die Perspektiven von Angeh\u00f6rigen marginalisierter Gruppen langfristig im wissenschaftlichen Diskurs sichtbar zu machen.<\/p>\n<p><strong>Nachnutzung: Hat das schon jemand gemacht?<\/strong><\/p>\n<p>Insgesamt aber l\u00e4sst sich das Potenzial f\u00fcr weitere Nutzungen kaum vollst\u00e4ndig antizipieren \u2013 nicht zuletzt, weil umfangreichere Arbeiten auf der Grundlage einer Sichtung und Nachnutzung archivierter Forschungsdaten unter \u00e4hnlichen oder anderen Fragestellungen zumindest in den ethnologischen F\u00e4chern bisher die Ausnahme sind und weil \u2013 sieht man vielleicht von (digitalisiertem) Material in Vor- und Nachl\u00e4ssen ab, wie sie etwa das <a href=\"https:\/\/www.frobenius-institut.de\/sammlungen\">Frobenius-Institut f\u00fcr kulturanthropologische Forschung<\/a> in Frankfurt\/M. seit vielen Jahren archiviert \u2013 rezente Feldforschungsdaten erst nach und nach in Datenzentren zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>Nichtsdestotrotz gibt es Arbeitsweisen, die dezidiert auf die gemeinsame Nutzung von Daten und Material setzen, wie etwa Langzeitforschungen, die nach einiger Zeit in die H\u00e4nde anderer Forscher:innen gelegt werden. Lisa Cliggett hat ihre Erfahrungen mit einer solchen \u00dcbernahme von Forschungsfeld und Material eindr\u00fccklich beschrieben. Im Rahmen der Langzeitstudie \u201e<a href=\"https:\/\/www.uky.edu\/~cligget\/gwembe.htm\">Gwembe Tonga Research Project<\/a>\u201c am Sambesi \u00fcbernahm sie ein umfangreiches Konvolut analoger Materialien \u2013 darunter Notizen, Fotos, Tageb\u00fccher \u2013 aus mehr als 40 Jahren Forschung ihrer Vorg\u00e4nger:innen und f\u00fchrte diese mit ihren eigenen ethnografischen Daten zusammen. Ziel war die Entwicklung eines durchsuchbaren digitalen Archivs, um das Material auch \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich zu machen (Cliggett 2016). In zwei Arbeiten aus der Europ\u00e4ischen Ethnologie sind wiederum Interviews von Dritten unter methodischen Gesichtspunkten neu bearbeitet worden (Old\u00f6rp 2018, Simon 2015, vgl. <a href=\"https:\/\/resolver.obvsg.at\/urn:nbn:at:at-ubi:4-5937\">Imeri 2018<\/a>). Gerade Interviews sind in benachbarten Disziplinen aber auch inhaltlich schon mit vollst\u00e4ndig anderen als den urspr\u00fcnglichen Fragestellungen neu analysiert worden (z.B. Hodenberg 2018). Zu diskutieren w\u00e4re dar\u00fcber hinaus zum Beispiel, ob die Nachnutzung von Material, das sich auf \u201e\u00fcberforschte\u201c Felder oder Gruppen bezieht, auch in den Ethnologien eine Rolle spielen k\u00f6nnte (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.17620\/02671.35\">Hollstein, Str\u00fcbing 2018<\/a>: 2). Die Frage wiederum, ob rezente Forschungsdaten zu historischem Material werden, solange die Erhebungskontexte noch gegenw\u00e4rtig sind oder wann das geschieht (<a href=\"https:\/\/resolver.obvsg.at\/urn:nbn:at:at-ubi:4-5937\">Imeri 2018<\/a>) \u2013 und was das f\u00fcr die Zug\u00e4nglichkeit aber auch f\u00fcr das Nachnutzungspotenzial bedeuten kann \u2013, ist nicht nur f\u00fcr Ethnolog:innen, sondern auch f\u00fcr Forscher:innen aus anderen Disziplinen mit Interesse an ethnografischem Material relevant. Denkbar w\u00e4re auch, dass nicht die \u201eeigentlichen\u201c Forschungsdaten, sondern Kontextmaterialien wie Leitf\u00e4den, Anonymisierungskonzepte oder Informed Consent Vorlagen zur Planung eigener Forschungsvorhaben in \u00e4hnlichen Feldern herangezogen werden. Und nicht zuletzt: Welche Rolle archivierte Materialien spielen k\u00f6nnen, um in der Lehre Methodenkompetenz zu schulen und epistemologische Fragestellungen zu diskutieren, ist bisher fachlich bestenfalls andiskutiert und kaum ausprobiert.<\/p>\n<p><strong>Ethnografische Materialien bei Qualiservice archivieren<\/strong><\/p>\n<p>Aufgrund ihrer Sensibilit\u00e4t und Kontextdichte k\u00f6nnen ethnografische Daten also in der Regel nicht \u00f6ffentlich frei zug\u00e4nglich gemacht werden. Das FDZ Qualiservice bietet hierf\u00fcr geeignete Verfahren: Zentral ist, dass zwar Metadaten, die das archivierte Material beschreiben, sowie ein sogenannter Studienreport, der zus\u00e4tzliche Informationen zum institutionellen Rahmen der Forschung, zu den verwendeten Methoden und den Kontexten der Materialproduktion und \u00c4hnliches enth\u00e4lt, publiziert werden. Die \u201eeigentlichen\u201c ethnografischen Forschungsmaterialien sind hingegen nicht frei im Netz verf\u00fcgbar. Sie k\u00f6nnen ausschlie\u00dflich erst nach Kontaktaufnahme mit Qualiservice und zu den vorab mit den Datengebenden \u2013 aus deren Forschungen das Material stammt \u2013 vereinbarten Bedingungen von qualifizierten Forscher:innen f\u00fcr wissenschaftliche Zwecke genutzt werden. Ein zentrales Merkmal der Archivierung bei Qualiservice ist die \u201ekooperative Datenvorbereitung\u201c (<a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.26092\/elib\/345\">Mozygemba, Kretzer 2020<\/a>): Forschende werden idealerweise bereits bei der Projektplanung und w\u00e4hrend des gesamten Forschungsprozesses beratend begleitet \u2013 etwa in Fragen des Datenschutzes und der Forschungsethik sowie bei der Kontextualisierung und Anonymisierung \/ Pseudonymisierung von Forschungsmaterialien. Die w\u00e4hrend dieses Prozesses getroffenen Entscheidungen haben wiederum Auswirkungen auf m\u00f6gliche Nachnutzungsszenarien. Kooperativ hei\u00dft deshalb auch, dass Forschende nicht nur in hohem Ma\u00dfe dar\u00fcber bestimmen k\u00f6nnen, welche Forschungsmaterialien und Kontextinformationen archiviert werden. Weil sie ihr Material und die Umst\u00e4nde und Kontexte ihrer Forschung am besten kennen, entscheiden sie letztlich selbst bzw. im Austausch mit ihren Feldpartner:innen, wann bzw. unter welchen Bedingungen welches Material nachgenutzt werden kann. M\u00f6glich sind zum Beispiel Sperrfristen (zeitliches Embargo) oder der Ausschluss bestimmter Nutzungszwecke wie etwa die Verwendung des Materials in der Lehre. Bei besonders sensiblen Daten kann festgelegt werden, dass diese nur vor Ort in Bremen eingesehen werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p><strong>Kontexte der Materialentstehung erhalten<\/strong><\/p>\n<p>Weil vertiefte Einblicke in die Kontexte der Datenentstehung f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis und die Deutung des Materials unentbehrlich ist, stellt Qualiservice verschiedene Formate der Kontextualisierung bereit. Dazu geh\u00f6ren z.B. der schon erw\u00e4hnte Studienreport sowie die ausf\u00fchrlichen Metadaten, die daf\u00fcr sorgen, dass archiviertes Material in \u00fcbergreifenden Datenportalen wie <a href=\"https:\/\/www.qualidatanet.com\/de\/\">QualidataNet<\/a> oder auch im Fachportal <a href=\"https:\/\/www.evifa.de\/de\">EVIFA<\/a> gesucht und gefunden werden kann. Weil es im Rahmen ethnografischer Forschung nicht immer m\u00f6glich ist, alle Informationen, die f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis des Materials hilfreich oder notwendig sind, im Studienreport offenzulegen, wurde im Rahmen der Kooperation mit dem FID SKA der sogenannte Feldreport als fachspezifisches Format der Dokumentation bei Qualiservice eingef\u00fchrt (vgl. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.26092\/elib\/2723\">Rizzolli, Imeri, Huber 2024<\/a>: 14-15). Der Feldreport kann insbesondere zur Weitergabe zus\u00e4tzlicher Hinweise bzw. sensibler Informationen wie z.B. zur Beziehungsgestaltung, zu Schwierigkeiten im Feld, L\u00fccken im Material und \u00c4hnlichem genutzt werden. Wie das \u201eeigentliche\u201c Forschungsmaterial ist auch der Feldreport nicht frei im Internet zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p>Diese unterschiedlichen Formate der Dokumentation sollen helfen, die L\u00fccke zwischen der prim\u00e4ren Feldforschung und dem \u201enot having \u201abeen there\u2018\u201c (Heaton 2004: 60ff) m\u00f6glicher Sekund\u00e4rnutzungen zu \u00fcberbr\u00fccken. Gleichwohl wird sich archiviertes Material nicht umstandslos wie selbst erzeugte Forschungsdaten behandeln lassen. Wom\u00f6glich geht es auch in erster Linie nicht unbedingt darum, eine Forschung ausschlie\u00dflich mit Sekund\u00e4rmaterial durchzuf\u00fchren \u2013 auch wenn noch nicht klar ist, inwieweit zum Beispiel die Bearbeitung auch gr\u00f6\u00dferer Datenmengen, die dann auch aus Datenarchiven stammen k\u00f6nnten, mit digitalen bzw. computationellen Verfahren Eingang in das Methodenspektrum der ethnologischen Forschung finden werden (vgl. Franken 2023). Vielmehr k\u00f6nnten archivierte Feldforschungsdaten Teil des Materialmixes werden, der ohnehin in vielen Feldforschungen erzeugt wird. Unabh\u00e4ngig davon wird sich eine erneuerte digitale Quellenkritik (vgl. z.B. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.12650164\">Deicke et al. 2024<\/a>) auch auf dieses Material erstrecken m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Nachnutzung: noch selten, aber mit Potenzial<\/strong><\/p>\n<p>Auch wenn die Nachnutzung ethnografischer Datens\u00e4tze bei Qualiservice bislang noch aussteht \u2013 aufgrund des aktuell noch \u00fcberschaubaren Datenpools oder auch wegen Sperrfristen f\u00fcr bestimmte Materialien \u2013, sehen die Datengebenden Potenziale f\u00fcr m\u00f6gliche Nachnutzungen, die im jeweiligen Studienreport notiert worden sind, teils weit \u00fcber die eigene Disziplin hinaus: Das ethnografische Datenmaterial aus dem Verbundprojekt \u201eMedien und wissenschaftliche Kommunikation\u201c (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1594\/PANGAEA.938536\">Broer 2021<\/a>) zum Beispiel umfasst Transkripte, Feldnotizen und Chatprotokolle, die im Rahmen einer Redaktionsethnografie am Science Media Center Germany entstanden sind. Aus Sicht der Datengeberin bietet das Material insbesondere f\u00fcr fachverwandte Bereiche wie die Wissenschaftskommunikationsforschung, die Journalismusforschung und die Organisationssoziologie vielf\u00e4ltige Nachnutzungspotenziale. Aufgrund des spezifischen Zeitpunkts der Datenerhebung w\u00e4hrend der Corona-Pandemie kann das Material zudem als Momentaufnahme f\u00fcr weitere bzw. vergleichende Forschung interessant sein oder in Zukunft werden. Dar\u00fcber hinaus eignet sich das Material auch f\u00fcr die Methodenforschung, etwa zu Fragen hybrider Ethnografie (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.26092\/elib\/1483\">Broer 2022<\/a>). Das Filmmaterial wiederum, das der Ethnologe Martin Gruber zu Mensch-Bienen-Beziehungen in Kamerun produziert hat, weist aufgrund der ethnografischen Informationsdichte und der interdisziplin\u00e4ren Ausrichtung des Projekts Ankn\u00fcpfungspunkte f\u00fcr verschiedene Disziplinen auf, unter anderem der Ethnologie, Biologie, Klima- Umwelt- und Biodiversit\u00e4tsforschung. Das mehrsprachige Material wurde in Zusammenarbeit mit einem Bienenbiologen aus Kamerun annotiert, um eine Nachnutzung \u00fcber die ethnologischen F\u00e4cher hinaus zu f\u00f6rdern (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1594\/PANGAEA.963249\">Gruber 2024<\/a>; <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3262\/978-3-7799-8525-9\">Gruber, Rizzolli 2025<\/a>).<\/p>\n<p>Ob, wann und in welchen Nachnutzungsszenarien ethnografische Materialien tats\u00e4chlich nachgenutzt werden, ist derzeit noch unklar. Umso reizvoller ist es jedoch, \u00fcber m\u00f6gliche Zuk\u00fcnfte nachzudenken und Nutzungsszenarien zu imaginieren \u2013 ein Thema, das wir bereits jetzt aufgreifen m\u00f6chten, um Diskussionen innerhalb der Fachcommunity anzuregen und weiterzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p>Behrends, Andrea; Knecht, Michi; Liebelt, Claudia et al. (2022): Zur Teilbarkeit ethnographischer Forschungsdaten. Oder: Wie viel Privatheit braucht ethnographische Forschung? Ein Gedankenaustausch. SFB 1171 Affective Societies Working Papers 1. Berlin. <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.17169\/refubium-35157.2\">http:\/\/dx.doi.org\/10.17169\/refubium-35157.2<\/a>.<\/p>\n<p>Binder, Beate; Dilger, Hansj\u00f6rg; Kirsch, Thomas G. (2025): Kollaborationen \u2013 Einleitung. In: Dilger, Hansj\u00f6rg; Welz, Gisela; Binder, Beate et al. (Hg.): Public Anthropology. Wissenspraktiken und gesellschaftliche Interventionen der ethnologischen F\u00e4cher, 147-158. Frankfurt\/New York: Campus Verlag. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.12907\/978-3-593-45943-1\">https:\/\/doi.org\/10.12907\/978-3-593-45943-1<\/a>.<\/p>\n<p>Broer, Irene (2021): Medien und wissenschaftliche Kommunikation: Redaktionelle Prozesse der Vermittlung wissenschaftlicher Expertise am Science Media Center Germany. Ethnographische Forschungsdaten. Dataset. Bremen: FDZ Qualiservice. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1594\/PANGAEA.938536\">https:\/\/doi.org\/10.1594\/PANGAEA.938536<\/a>.<\/p>\n<p>Broer, Irene (2022): Medien und wissenschaftliche Kommunikation: Redaktionelle Prozesse der Vermittlung wissenschaftlicher Expertise am Science Media Center Germany. Studienreport. Bremen: FDZ Qualiservice. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.26092\/elib\/1483\">https:\/\/doi.org\/10.26092\/elib\/1483<\/a>.<\/p>\n<p>Broocks, Anne-Katrin (2021): Mangroves and Meaning-Making: A mutual relationship over time? Transect Walks transcripts. Dataset. Bremen: FDZ Qualiservice. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1594\/PANGAEA.930180\">https:\/\/doi.org\/10.1594\/PANGAEA.930180<\/a>.<\/p>\n<p>Carroll, Stephanie Russo; Garba, Ibrahim; Figueroa-Rodr\u00edguez, Oscar L. et al. (2020): The CARE Principles for Indigenous Data Governance, in: Data Science Journal 19(43), 1-12. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5334\/dsj-2020-043\">https:\/\/doi.org\/10.5334\/dsj-2020-043<\/a>.<\/p>\n<p>Cliggett, Lisa (2016): Preservation, Sharing, and Technological Challenges of Longitudinal Research in the Digital Age. In: Sanjek, Roger; Tratner Susan W. (Hg.): eFieldnotes. The Makings of Anthropology in the Digital World. Philadelphia: University of Pennsylvania Press, 231-250.<\/p>\n<p>Deicke, Aline; Geiger, Jonathan D.; Lemaire, Marina; Schmunk, Stefan (2024): 1. Einleitung: Was ist Digitale Quellenkritik? In: Dies (Hg.): Living Handbook \u201eDigitale Quellenkritik\u201c. Version 1.1. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.12650164\">https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.12650164<\/a>.<\/p>\n<p>Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Sozial- und Kulturanthropologie (DGSKA) (2019): Positionspapier zum Umgang mit ethnologischen Forschungsdaten. <a href=\"https:\/\/www.dgska.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Positionspapier_Bearbeitet-fu%CC%88r-MV_24.09.2019.pdf\">https:\/\/www.dgska.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Positionspapier_Bearbeitet-fu%CC%88r-MV_24.09.2019.pdf<\/a> [Zugriff am 24.09.2025].<\/p>\n<p>Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Empirische Kulturwissenschaft (DGEKW) (2023): DGEKW-Positionspapier zu Forschungsdatenmanagement. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.18452\/27741\">https:\/\/doi.org\/10.18452\/27741<\/a>.<\/p>\n<p>Franken, Lina (2023): Digitale Methoden f\u00fcr qualitative Forschung. Computationelle Daten und Verfahren. M\u00fcnster: Waxmann. <a href=\"https:\/\/www.utb.de\/doi\/book\/10.36198\/9783838559476\">https:\/\/www.utb.de\/doi\/book\/10.36198\/9783838559476<\/a>.<\/p>\n<p>Gruber, Martin (2024): Traditional Beekeeping and Honey Hunting: Audiovisual Material, Video Footage. Dataset. Bremen: FDZ Qualiservice. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1594\/PANGAEA.963249\">https:\/\/doi.org\/10.1594\/PANGAEA.963249<\/a>.<\/p>\n<p>Gruber, Martin; Rizzolli, Michaela (2025): Audiovisuelle Forschungsdaten und ihre Kontexte teilen. Archivierung und Nachnutzung von Daten aus der ethnografischen Filmforschung. In: Wilke, Ren\u00e9; Knoblauch, Hubert (Hg.): Videographie und Videoanalyse. Beitr\u00e4ge zur Erhebung, Analyse und Nutzung von Videodaten in der Qualitativen Forschung, 452-469. Berlin: Beltz Juventa. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3262\/978-3-7799-8525-9\">https:\/\/doi.org\/10.3262\/978-3-7799-8525-9<\/a>.<\/p>\n<p>Heaton, Janet. 2004. Reworking Qualitative Data. London: Sage.<\/p>\n<p>Hodenberg, Christina von (2018): Das andere Achtundsechzig. Gesellschaftsgeschichte einer Revolte. M\u00fcnchen: C.H.Beck.<\/p>\n<p>Hollstein, Betina; Str\u00fcbing, J\u00f6rg (2018): Archivierung und Zugang zu Qualitativen Daten. RatSWD Working Papers 267. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.17620\/02671.35\">https:\/\/doi.org\/10.17620\/02671.35<\/a>.<\/p>\n<p>Hornidge, Anna-Katharina; Barrag\u00e1n-Paladines, Mar\u00eda Jos\u00e9 et al. (Hg.) (2021): Mangroves and Meaning-Making: A mutual relationship over time? Ethnographic Data. Dataset. Bremen: FDZ Qualiservice. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1594\/PANGAEA.929747\">https:\/\/doi.org\/10.1594\/PANGAEA.929747<\/a>.<\/p>\n<p>Imeri, Sabine (2018): Ordnen, archivieren, teilen. Forschungsdaten in den ethnologischen F\u00e4chern. In: \u00d6sterreichische Zeitschrift f\u00fcr Volkskunde, LXXII\/121(2), 213-243. <a href=\"https:\/\/resolver.obvsg.at\/urn:nbn:at:at-ubi:4-5937\">https:\/\/resolver.obvsg.at\/urn:nbn:at:at-ubi:4-5937<\/a>.<\/p>\n<p>Imeri, Sabine; Rizzolli, Michaela (2022): CARE Principles for Indigenous Data Governance: Eine Leitlinie f\u00fcr ethische Fragen im Umgang mit Forschungsdaten? O-Bib. Das Offene Bibliotheksjournal Herausgeber VDB, 9(2), 1-14. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5282\/o-bib\/5815\">https:\/\/doi.org\/10.5282\/o-bib\/5815<\/a>.<\/p>\n<p>Leopold, Robert (2008): The Second Life of Ethnographic Fieldnotes. In: Ateliers d\u2018Anthropologie, 32. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.4000\/ateliers.3132\">https:\/\/doi.org\/10.4000\/ateliers.3132<\/a>.<\/p>\n<p>Mozygemba, Kati und Susanne Kretzer (2020): Datenvielfalt im Data-Sharing \u2013 eine kooperative Aufgabe von Forschenden und Forschungsdatenzentrum (preprint). Qualiservice Working Papers 3. Bremen: FDZ Qualiservice. <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.26092\/elib\/345\">http:\/\/dx.doi.org\/10.26092\/elib\/345<\/a>.<\/p>\n<p>Old\u00f6rp, Christine (2018): Verschriftlichungen? Zur Technizit\u00e4t und Medialit\u00e4t des Sprechens im qualitativen Interview. Z\u00fcrich: Chronos Verlag.<\/p>\n<p>Rizzolli, Michaela, Sabine Imeri und Elisabeth Huber (2024): Ethnografische Forschungsmaterialien zur Archivierung und Nachnutzung vorbereiten und dokumentieren \u2013 ein \u00dcberblick f\u00fcr Forschende. Qualiservice Working Papers 6. Bremen: FDZ Qualiservice. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.26092\/elib\/2723\">https:\/\/doi.org\/10.26092\/elib\/2723<\/a>.<\/p>\n<p>Simon, Michael (2015): Ethnologische Anmerkungen zu Bernd Riekens \u201eGespr\u00e4chen mit Einheimischen\u201c in Galt\u00fcr. In: Rieken, Bernd (Hg.): Wie bew\u00e4ltigt man das Unfassbare? Interdisziplin\u00e4re Zug\u00e4nge am Beispiel der Lawinenkatastrophe von Galt\u00fcr, 93-105. M\u00fcnster: Waxmann Verlag.<\/p>\n<p>Six-Hohenbalken, Maria; Emir, Mehmed; Kolm, Eva et al. (2025): Viyano \u2012 A Passion for Kurds and Mountain Life. The Werner Finke Collection. Ver\u00f6ffentlichungen zur Sozialanthropologie, 34. Wien: Verlag der \u00d6sterreichischen Akademie der Wissenschaften. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1553\/978OEAW96624\">https:\/\/doi.org\/10.1553\/978OEAW96624<\/a>.<\/p>\n<p>Zeitlyn, David (2022): Archiving ethnography? The impossibility and the necessity. In: Ateliers d\u2019anthropologie 51. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.4000\/ateliers.16318\">https:\/\/doi.org\/\/10.4000\/ateliers.16318<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Lizenzen<\/strong><\/p>\n<p><em>Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz CC BY 4.0 lizenziert. Diese Lizenz erlaubt unter Voraussetzung der Namensnennung der Urheber:innen die Bearbeitung, Vervielf\u00e4ltigung und Verbreitung des Materials in jedem Format oder Medium f\u00fcr beliebige Zwecke, auch kommerziell. <\/em><a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/\"><em>https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/<\/em><\/a><\/p>\n<p><em>Die Grafik ist unter der Creative Commons Lizenz CC BY-SA 4.0 lizenziert. Diese Lizenz erlaubt unter Voraussetzung der Namensnennung der Urheber:innen die Bearbeitung, Vervielf\u00e4ltigung und Verbreitung des Materials in jedem Format oder Medium f\u00fcr beliebige Zwecke, auch kommerziell. Wenn Sie das Material bearbeiten, d\u00fcrfen Sie Ihre Beitr\u00e4ge nur unter derselben Lizenz wie das Original verbreiten. <\/em><a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\/\"><em>https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\/<\/em><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><em><strong>Sabine Imeri<\/strong> hat Europ\u00e4ische Ethnologie und Neuere\/Neueste Geschichte studiert und am Institut f\u00fcr Europ\u00e4ische Ethnologie der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin promoviert. Seit 2016 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie (FID SKA) an der Universit\u00e4tsbibliothek der HU Berlin, hat dort mit Blick auf die Archivierung und Nachnutzung ethnografischer Daten Bedarfserhebungen durchgef\u00fchrt und Anforderungsprofile entwickelt und unterst\u00fctzt die Entwicklung entsprechender Workflows beim Forschungsdatenzentrum Qualiservice an der Universit\u00e4t Bremen. <\/em><a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-8844-4014\"><em>https:\/\/orcid.org\/0000-0002-8844-4014<\/em><\/a><\/p>\n<p><em><strong>Michaela Rizzolli<\/strong> hat Europ\u00e4ische Ethnologie und Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Medienp\u00e4dagogik und Kommunikationskultur an der Universit\u00e4t Innsbruck studiert und 2016 dort promoviert. Erste Erfahrungen im Bereich Forschungsdatenmanagement sammelte sie am SFB \u201eAffective Societies\u201c an der Freien Universit\u00e4t in Berlin, wo sie im Rahmen eines Informationsinfrastrukturprojekts zu Datenpraktiken qualitativ Forschender forschte sowie den Verbund beim Datenmanagement unterst\u00fctzte. Seit Mai 2022 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Qualiservice besch\u00e4ftigt und befasst sich schwerpunktm\u00e4\u00dfig mit der Entwicklung passender Workflows f\u00fcr die Archivierung von Forschungsdaten aus den ethnologischen F\u00e4chern. <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-8154-6563\">https:\/\/orcid.org\/0000-0001-8154-6563<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"author":29,"featured_media":0,"menu_order":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"autor":[783,784],"blog":[723],"class_list":["post-12658","uncommoning","type-uncommoning","status-publish","hentry","autor-sabine-imeri","autor-michaela-rizzolli","blog-commoning-knowledge"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/uncommoning\/12658","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/uncommoning"}],"about":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/uncommoning"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/29"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/uncommoning\/12658\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12688,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/uncommoning\/12658\/revisions\/12688"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12658"}],"wp:term":[{"taxonomy":"autor","embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/autor?post=12658"},{"taxonomy":"blog","embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog?post=12658"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}