{"id":12201,"date":"2025-08-19T16:35:01","date_gmt":"2025-08-19T14:35:01","guid":{"rendered":"https:\/\/boasblogs.org\/?post_type=uncommoning&#038;p=12201"},"modified":"2025-09-05T19:50:09","modified_gmt":"2025-09-05T17:50:09","slug":"zwischen-universalsprache-fachthesaurus-und-lokalem-wissen","status":"publish","type":"uncommoning","link":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/uncommoning\/commoning-knowledge\/zwischen-universalsprache-fachthesaurus-und-lokalem-wissen\/","title":{"rendered":"Zwischen Universalsprache, Fachthesaurus und lokalem Wissen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_12306\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12306\" class=\"size-full wp-image-12306\" src=\"https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Commoning_EthnOA_1-1.jpg\" alt=\"Abstraktes Graffiti mit geschwungenen schwarzen Linien auf blauem Hintergrund\" width=\"400\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-12306\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Kathleen Heft, Bildbearbeitung: Lea Farah Heiser, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\/\" target=\"RhjYXr-KtViNRWdlP8Gmy7v\" rel=\"noopener noreferrer\">CC BY-SA 4.0<\/a><\/p><\/div>\n<p>\u201eOpen Science is at the centre of European research policy\u201c konstatiert die Europ\u00e4ische Kommission.<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a>\u00a0Europ\u00e4ische Wissenschaft und Forschung sollen durch ihre \u00d6ffnung effizienter, produktiver und transparenter werden und damit besser die Bed\u00fcrfnisse und Erwartungen von Politik und Gesellschaft erf\u00fcllen. Daf\u00fcr muss das Wissen m\u00f6glichst offen zirkulieren, um den Austausch zu erleichtern und somit Forschungs- und Erkenntnisprozesse zu beschleunigen. Damit das Wissen frei zirkulieren kann, muss es aber auch gut auffindbar und nutzbar sein \u2013 Wissen und Daten sollen FAIR sein. Das Akronym wird in Findable, Accessible, Interoperable, Re-Usable aufgel\u00f6st, fordert also Auffindbarkeit, Zug\u00e4nglichkeit, Interoperabilit\u00e4t und Nachnutzbarkeit.<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a> Ethnologisches Wissen ist nicht immer leicht zu finden. Es verbirgt sich in B\u00fcchern und Zeitschriftenartikeln, Filmen, Museumsobjekten \u2013 aber zunehmend auch Webseiten, Podcasts, Comics und anderen Ver\u00f6ffentlichungs- und Verarbeitungsformen. Es liegt auch in den so genannten Forschungsdaten vor, also dem Material, das w\u00e4hrend der Forschung gesammelt und ausgewertet wurde (Interviews, Beobachtungsprotokolle, Feldtageb\u00fccher, Fotos, Filme etc.). Wenn Forschende diese vielf\u00e4ltigen Wissensmanifestationen finden wollen, sind sie \u2013 wenn man von pers\u00f6nlichen Kontakten absieht \u2013 auf Suchinstrumente und offene Zugriffsm\u00f6glichkeiten, also auf Open Access und Open Data angewiesen.<\/p>\n<p><strong>Digitaler Wandel der Suchstrategien<\/strong><\/p>\n<p>Durch die Digitalisierung der Forschungs- oder Arbeitsprozesse, aber auch zunehmend des Publikationswesens, haben sich die Findmittel und Suchstrategien ver\u00e4ndert. Statt gedruckter Kataloge und Findb\u00fccher sind es heute meist internetbasierte Suchinstrumente. Das k\u00f6nnen kommerzielle Suchmaschinen und Suchportale sein, f\u00fcr die Universit\u00e4ten Geld bezahlen (z.B. Scopus oder EBSCOhost), oder die digitalen Nachweisinstrumente wissenschaftlicher Einrichtungen, wie Bibliothekskataloge, Fachportale oder Museumsdatenbanken. Diese Nutzung von Datenbanken sowie digitalen Ressourcen wird in der Forschung und im akademischen Publikationswesen nicht nur im Zuge der Open-Science-Forderungen wichtiger. Es wird einerseits mehr digital publiziert und dar\u00fcber hinaus werden ehemals nur gedruckt vorliegende Ressourcen durch Digitalisierung ebenfalls Teil des digitalen Raums. Dies kann digitale Findb\u00fccher in Archiven, aber auch Ressourcen in Forschungsdatenrepositorien und Fachportalen bis hin zu thematisch sehr umfassenden sparten\u00fcbergreifenden Portalen wie <a href=\"https:\/\/www.europeana.eu\/de\">Europeana<\/a> umfassen. Der Prozess der Digitalisierung macht Wissen zug\u00e4nglicher und bietet somit Potential f\u00fcr die Forschung, geht aber gleicherma\u00dfen mit Herausforderungen einher. Ethisch-politische Implikationen umfassen Fragen danach, was in welcher Form digitalisiert, pr\u00e4sentiert und zug\u00e4nglich gemacht werden soll.<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p><strong>Suchstrategien und Metadaten<\/strong><\/p>\n<p>Um das Wissen in diesen Instrumenten durchsuch- und auffindbar zu machen, gibt es verschiedene Wege:<\/p>\n<ul>\n<li>Volltextsuche: Der gesamte Text wird f\u00fcr die entsprechende Suchmaschine ausgewertet und Suchtreffer werden nach hinterlegten Algorithmen \u201egerankt\u201c. Trainierte \u201eK\u00fcnstliche Intelligenzen\u201c (meist so genannte Large Language Models \u2013 LLMs) erkennen mittlerweile teilweise auch enthaltene Bildinhalte.<\/li>\n<li>Metadatenbasierte Suche: Metadaten, also beschreibende Angaben zu den Wissenselementen (Informationen zu Autor:innen, Titel, Erscheinungsformaten, Erscheinungsjahren, Inhaltsangaben \u00fcber Abstracts, Schlagw\u00f6rter oder Stichw\u00f6rter), werden ausgewertet. Treffer in diesen Metadaten werden h\u00e4ufig h\u00f6her gerankt als Suchtreffer aus der Volltextsuche.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><br \/>\nNormdaten als Instrumente der Wissensorganisation<\/strong><\/p>\n<p>Die Vergabe und Verzeichnung von Metadaten wird in Bibliotheken Erschlie\u00dfung genannt. F\u00fcr viele Infrastruktureinrichtungen sind Normdaten und kontrollierte Vokabulare zentrale Instrumente der Erschlie\u00dfung und Wissensorganisation. Auf Grundlage von redaktionellen Entscheidungen legen Wissensorganisationssysteme \u2013 beispielsweise kontrollierte Vokabulare, Normdaten \u2013 fest, wie Sachverhalte bezeichnet werden sollen und weisen diesen einen eigenen Identifikator in einem gesonderten Datensatz zu. Diese Systeme zielen darauf ab, die Mehrdeutigkeit von Sprache zu reduzieren und Wissen zu systematisieren. Der vergebene Identifikator dient dazu, dass auch Maschinen eine eindeutige Zuordnung treffen k\u00f6nnen \u2013 Wissen wird so interoperabel. Die in diesem Prozess erzeugten Metadaten bieten bei der Suche den Vorteil, dass sie \u2013 in einer normierten Form \u2013 zu Kategorienbildungen f\u00fchren k\u00f6nnen, nach denen gefiltert werden kann oder dass sie eindeutig festlegen, um was f\u00fcr Entit\u00e4ten (Personen, geografische Orte, K\u00f6rperschaften, Sachinhalte etc.) es sich bei den entsprechenden Bezeichnungen handelt.<\/p>\n<p>Dies ist f\u00fcr die eindeutige Identifizierung von Personen relevant: Der Michael M\u00fcller aus dem ausgewerteten Volltext ist \u2013 ohne eine automatisierte oder h\u00e4ndische Verkn\u00fcpfung mit einem Normdatensatz \u2013 nicht eindeutig bestimmbar (analog f\u00fcr Sachverhalte \u2013 beispielsweise Bank als Geldinstitut versus Sitzm\u00f6bel). Bei bibliothekarischen Metadaten werden hingegen fast immer normierte Daten verwendet, um gerade solche F\u00e4lle eindeutig zu gestalten.<\/p>\n<p><strong>Die Gemeinsame Normdatei (GND)<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr den deutschsprachigen Raum stellt die Gemeinsame Normdatei (GND) das zentrale Instrument der Wissensorganisation in Bibliotheken dar. Urspr\u00fcnglich aus dem bibliothekarischen Kontext kommend, findet diese mittlerweile im gesamten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=GLAM&amp;oldid=248583835\">GLAM<\/a>-Bereich und weiteren Webkontexten vielfach Anwendung. Sie umfasst mittlerweile circa 10 Millionen Datens\u00e4tze f\u00fcr unter anderem Personen, Sachbegriffe und geografische Einheiten. Gepflegt wird sie haupts\u00e4chlich durch ein Redaktionsnetzwerk der deutschsprachigen Bibliotheksverb\u00fcnde, wobei sich in den letzten Jahren auch zunehmend Redaktionen aus anderen Bereichen etabliert haben und es via Kontaktformularen ebenfalls f\u00fcr Au\u00dfenstehende die M\u00f6glichkeit gibt, beispielsweise Personendatens\u00e4tze zu erg\u00e4nzen oder zu erstellen.<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>In der GND wird festgelegt, um welchen der derzeit \u00fcber 700 dort verzeichneten Michael M\u00fcllers es sich handelt. Dabei wird im Prozess der Datensatzerstellung der bevorzugte Name der Person ausgew\u00e4hlt, gleichzeitig k\u00f6nnen alternative Schreibweisen oder auch ehemalige Namen hinterlegt werden. Mittels der Erg\u00e4nzung von biografischen Angaben lassen sich Personen eindeutig referenzier- und auffindbar machen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen die Datens\u00e4tze mit abweichenden Benennungen, Definitionen und Quellen angereichert werden sowie in ein Netzwerk von verwandten sowie Ober- und Unterbegriffen eingef\u00fcgt werden. Dies dient der Verortung von Begriffen und macht deutlich, welcher thematische Anwendungsbereich davon abgedeckt wird, beispielsweise finden gleichlautende Begriffe sowohl in der Biologie als auch den Sozialwissenschaften Anwendung und m\u00fcssen entsprechend definiert werden.<\/p>\n<p>Neben diesem breiten Kreis an Anwendenden und der sehr gro\u00dfen Anzahl von bereits existenten Datens\u00e4tzen bietet die GND eine ganze Reihe weiterer Vorteile:<\/p>\n<ul>\n<li>Die GND wird nachhaltig gepflegt und regelm\u00e4\u00dfig aktualisiert.<\/li>\n<li>Sie l\u00e4sst sich f\u00fcr verschiedene Anwendungskontexte nutzen, seien es Downloads f\u00fcr Massenanalysen oder den (maschinellen) Austausch \u00fcber verschiedene Systeme hinweg.<\/li>\n<li>Sie ist mit anderen fremdsprachigen Systemen verkn\u00fcpft, sodass ein hohes Ma\u00df an internationaler Anwendbarkeit und mehrsprachige Suchen m\u00f6glich sind.<\/li>\n<li>Mittels Regelwerken werden Arbeitsprozesse klar strukturiert, sodass die Datenqualit\u00e4t hoch ist und Datens\u00e4tze kongruent erstellt werden.<\/li>\n<li>Die strukturierte Form der Normdatei erm\u00f6glicht automatisiert durchgef\u00fchrte Abgleiche mit textbasierten Ressourcen: \u00dcber maschinell gefundene Schnittmengen werden den Ressourcen GND-Datens\u00e4tze als Schlagw\u00f6rter zugeordnet. Solche Verfahren k\u00f6nnen die intellektuelle Erschlie\u00dfung durch Personen gerade im Hinblick auf gro\u00dfe und rasant wachsende Wissensbest\u00e4nde erg\u00e4nzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><br \/>\nVernetzung und Linked Data<\/strong><\/p>\n<p>Eine solche Festlegung von Entit\u00e4ten anhand von Normdateien und Thesauri erm\u00f6glicht auch eine Verkn\u00fcpfung von Datens\u00e4tzen, die gerade durch die Digitalisierung ihre Vorteile entfaltet: Durch normierte Begriffe und Entit\u00e4ten l\u00e4sst sich per Klick eine Suchmenge der Wissenselemente erzeugen, die mit den gleichen Begriffen verkn\u00fcpft wurden, beispielsweise weil sie von denselben Autor:innen erstellt wurden oder im gleichen Verlag erschienen sind, \u00e4hnliche Inhalte behandeln, Forschungen \u00fcber denselben Ort oder dieselbe Person sind. Somit erm\u00f6glichen sie, bereits erschlossene Best\u00e4nde aus verschiedenen Quellen miteinander verl\u00e4sslich auszutauschen, automatisiert zu verkn\u00fcpfen und gemeinsam in \u00fcbergeordnete Kataloge einzuspielen, sodass sie \u00fcber verschiedene Portale hinweg besser durchsuchbar und somit zug\u00e4nglich werden. Normdaten erm\u00f6glichen auf diesem Wege ein h\u00f6heres Ma\u00df an Interoperabilit\u00e4t von Wissensbest\u00e4nden \u2013 ganz im Sinne der FAIR-Prinzipien. Ohne sie ist eine Auffindbarkeit der Ressourcen im digitalen und analogen Bereich deutlich erschwert.<\/p>\n<p>Eng verbunden mit digitalen Ressourcenbest\u00e4nden und normierter Erschlie\u00dfung ist das Konzept von Linked Data beziehungsweise dem Semantic Web. Linked Data verkn\u00fcpft Ressourcen aus unterschiedlichen Datenquellen miteinander und erm\u00f6glicht vielf\u00e4ltige Anwendungskontexte. Diese Verkn\u00fcpfungen kann man sich auch in so genannten Wissensgraphen<a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\">[5]<\/a> visualisiert anzeigen lassen, eine Darstellungsform, die etwa zur Veranschaulichung von Wissensbez\u00fcgen in Nachlassmaterialien oder Wissensnetzwerken in der Wissenschaft hilfreich sein kann.<\/p>\n<p><strong>Kritische Perspektiven auf Wissensorganisationssysteme<\/strong><\/p>\n<p>Die Normierung von Wissen in Thesauri und Normdateien basiert sehr stark auf Wissenssystemen, die von ihrer jeweiligen Wissenschaftskultur gepr\u00e4gt sind. Sie sind gepr\u00e4gt durch spezifische Perspektiven, die mit Leerstellen und Verzerrungen einhergehen k\u00f6nnen. So ist die Gemeinsame Normdatei eng an den deutschsprachigen Raum gekoppelt. Sie ist im engeren Sinne auch kein wissenschaftlicher Thesaurus, sondern ein universalsprachliches Instrument, das auch dem Publikum \u00f6ffentlicher Bibliotheken bei Katalogsuchen weiterhelfen soll. Die auf diese Weise erzeugten Metadaten wurden dabei bis vor kurzem haupts\u00e4chlich mit Fokus auf Standardisierbar-, Austauschbar- und Nachnutzbarkeit diskutiert. Das Ziel der universellen Anwendbarkeit der Systeme trifft dabei auf fachspezifische Sichtweisen und Anspr\u00fcche als auch auf Kritik, beispielsweise aus geschlechter- beziehungsweise queertheoretischer oder postkolonialer Perspektive.<\/p>\n<p>Insbesondere der Prozess der Digitalisierung und die damit einhergehende weltweite Sichtbarkeit von Best\u00e4nden und deren Metadaten machen die \u00d6ffnung und kritische Analyse der Wissensorganisationssysteme bedeutsamer. Die meisten Wissensorganisationssysteme sind bedingt durch ihren Aufbau und ihren Umfang von einer Sicht auf die Welt geformt, die im globalen Norden verortet ist. Sie sind immer auch eingebunden in spezifische politisch-kulturelle sowie soziale Kontexte.<a href=\"#_edn6\" name=\"_ednref6\">[6]<\/a> Datens\u00e4tze wurden dann erstellt, wenn beispielsweise das (deutschsprachige) Publikationsaufkommen diese notwendig machte. Die Festlegung auf eine m\u00f6glichst allgemeinverst\u00e4ndliche bevorzugte Benennung mit R\u00fcckgriff auf Quellen des Globalen Nordens in Form von spezifischen Nachschlagewerken f\u00fchrt zur Bevorzugung von bestimmten Begriffen und Definitionen.<\/p>\n<p>Durch diesen R\u00fcckgriff und weitere Regeln der Datensatzerstellung sind nur vermeintlich neutrale Bezeichnungen m\u00f6glich; vielmehr sind diese Resultat ideologisch-historischer eingebundener Arbeitsprozesse. So kommt das <a href=\"https:\/\/sites.google.com\/view\/cataloging-ethics\/home\">Cataloging Ethics Steering Committee<\/a>, das Mitglieder aus dem Bereich der Katalogisierung in den Vereinigten Staaten, Kanada und dem Vereinigten K\u00f6nigreich umfasst, zum Schluss, dass diese Standards nicht wertfrei und durch problematische Perspektiven sowie Machtverh\u00e4ltnisse gepr\u00e4gt seien: \u201eCataloguing standards and practices are currently and historically characterised by racism, white supremacy, colonialism, othering, and oppression. We recognise that neither cataloguing nor cataloguers are neutral, and we endorse critical cataloguing as an approach to our shared work with the goal of making metadata inclusive and resources accessible.\u201c<a href=\"#_edn7\" name=\"_ednref7\">[7]<\/a><\/p>\n<p>Diese Analyse umfasst ethisch-politische Implikationen, die mit Wissensorganisationssystemen einhergehen und befragt diese hinsichtlich ihrer Verortung, Multiperspektivit\u00e4t und darin repr\u00e4sentierten Machtverh\u00e4ltnisse.<\/p>\n<p>Zentrale Fragen in diesem Zusammenhang sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Was findet Eingang in die Systeme und was nicht?<\/li>\n<li>Wie sind diese Systeme historisch entstanden und welche Perspektive ist deshalb vorherrschend?<\/li>\n<li>Wer hat die M\u00f6glichkeit der aktiven Partizipation? Wer ist von der Teilhabe ausgeschlossen?<\/li>\n<li>Wie ist das Verh\u00e4ltnis zwischen auf universeller G\u00fcltigkeit abzielenden Wissensorganisationssystemen, dom\u00e4nenspezifischen Systemen und lokalem Wissen?<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><br \/>\nFolgen f\u00fcr marginalisierte Gruppen und Wissen<\/strong><\/p>\n<p>Diese Herstellungsprozesse k\u00f6nnen zur Folge haben, dass bestimmte Bereiche des Lebenszusammenhangs einer Gruppe innerhalb des Wissensorganisationssystems nicht oder nur in unpr\u00e4ziser beziehungsweise vereinfachter Form repr\u00e4sentiert sind. Des Weiteren k\u00f6nnen die vorhandenen Datens\u00e4tze problematische oder unpassende Bezeichnungen f\u00fcr die Beschreibung der Individuen oder ihres Lebenszusammenhanges besitzen. Dies besitzt besondere Relevanz, wenn es um die Teilhabe und Repr\u00e4sentation von marginalisierten Gruppen in diesen Systemen geht z.B. in Hinblick auf indigene Gemeinschaften oder die LGBTQI-Gemeinschaft. Ein Mangel an Repr\u00e4sentation oder problematische und diskriminierende Bezeichnungen k\u00f6nnen Nutzende davon abhalten, die Nachweissysteme zu nutzen, beziehungsweise den Zugang zu Ressourcen erschweren.<a href=\"#_edn8\" name=\"_ednref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p><strong>Handlungsoptionen und L\u00f6sungsans\u00e4tze<\/strong><\/p>\n<p>Trotz dieser Einschr\u00e4nkungen bestehen verschiedene Handlungsm\u00f6glichkeiten in diesem Bereich<a href=\"#_edn9\" name=\"_ednref9\">[9]<\/a>:<\/p>\n<ul>\n<li>Es ist sinnvoll die spezifischen Datens\u00e4tze innerhalb der Systeme zu \u00fcberarbeiten oder zu erg\u00e4nzen, etwa um damit Leerstellen zu f\u00fcllen.<a href=\"#_edn10\" name=\"_ednref10\">[10]<\/a> Dies umfasst das Einbinden von Bedarfen der Nutzer:innen, was mitunter durch die notwendigen Recherchen oder den Dialog ein sehr arbeitsintensiver Prozess sein kann. Durch kooperatives Vorgehen und die \u00d6ffnung der Wissensorganisationssysteme wird ein h\u00f6heres Ma\u00df an Partizipation anvisiert, das den Kreis derjenigen Personen erweitert, die Einfluss auf deren Gestaltung nehmen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Eine Vernetzung mit anderen Vokabularen kann Mehrsprachigkeit und Mehrschriftlichkeit f\u00f6rdern und damit Best\u00e4nde \u00fcber Sprachgrenzen hinweg zug\u00e4nglicher machen.<a href=\"#_edn11\" name=\"_ednref11\">[11]<\/a><\/li>\n<li>Schlie\u00dflich kann die Entwicklung und Anwendung von alternativen kontrollierten Vokabularen eine M\u00f6glichkeit sein. Diese haben den Vorteil, dass sie Perspektiven umfassend und mit weniger Kompromissen aufnehmen sowie sich eigene Regeln und Strukturen geben k\u00f6nnen.<a href=\"#_edn12\" name=\"_ednref12\">[12]<\/a> Dies k\u00f6nnen fach- oder gruppenspezifische Vokabulare sein, die beispielsweise lokales Wissen aufgreifen k\u00f6nnen. Problematisch kann sein, dass diese ohne einen gr\u00f6\u00dferen Redaktionskreis oftmals nicht nachhaltig gepflegt werden k\u00f6nnen und je nach technischer Implementierung die Vernetzung mit anderen Systemen und damit die Austauschbarkeit, also die Interoperabilit\u00e4t \u00fcber Sammlungsgrenzen hinweg nur eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Erweiterung oder \u00dcberarbeitung von Datens\u00e4tzen ist ein bedeutender Ansatz hin zu zeitgem\u00e4\u00dfen und inklusiveren Anwendungen. Nichtsdestotrotz basieren diese \u00c4nderungen auf der grunds\u00e4tzlichen Struktur und damit einhergehenden Beschr\u00e4nkungen der Wissensorganisationssysteme. Verzerrungen und Ausschl\u00fcsse sind inh\u00e4renter Teil dieser Systeme. Der Erstellung und \u00dcberarbeitung von Datens\u00e4tzen sind unter anderem durch Sprachwandel bedingt ein andauernder Prozess, der sich nicht endg\u00fcltig abschlie\u00dfen l\u00e4sst. Dabei kann es mitunter sogar sinnvoll sein alte Begrifflichkeiten zu bewahren, um der historischen Forschung und Benutzer:innen die historisch-ideologische Eingebundenheit und Begrenztheit jeglichen Wissensorganisationssystems n\u00e4her zu bringen.<a href=\"#_edn13\" name=\"_ednref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p><strong>Zwischen Notwendigkeit und Kritik<\/strong><\/p>\n<p>Um Wissen zu vernetzen und strukturiert auffindbar zu machen, ist der R\u00fcckgriff auf Wissensorganisationssysteme essenziell. Diese m\u00fcssen sowohl technisch anschlussf\u00e4hig als auch dauerhaft gepflegt werden. Dies gew\u00e4hrleisten gro\u00dfe Universalsysteme wie die GND. Zugleich m\u00fcssen diese Systeme immer auf eine m\u00f6gliche \u00d6ffnung hin zu diverser Repr\u00e4sentation und Vielstimmigkeit befragt werden. Dialog und Kooperation sind hierbei wichtige Bestandteile. Ihre technische Komplexit\u00e4t und ihre angestrebte universelle Anwendbarkeit, also die allgemeine Verst\u00e4ndlichkeit in der (hier westlich gepr\u00e4gten) Gesellschaft machen es schwierig, diese Vielstimmigkeit immer zu ber\u00fccksichtigen. Der gro\u00dfe Anwender:innenkreis macht zus\u00e4tzlich klare Arbeitsabl\u00e4ufe und Richtlinien unabdingbar, die jedoch dazu f\u00fchren, dass Anpassungsm\u00f6glichkeiten mitunter eingeschr\u00e4nkt sind. Der Prozess der \u00d6ffnung und Integration ist immer in einem Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen praktischer Durchf\u00fchrbarkeit und (ethischen) Anspr\u00fcchen eingebunden, dies gilt f\u00fcr Wissensorganisationssysteme, Linked Data und Open Science gleicherma\u00dfen: Wie breit soll ethnologisches Wissen mit seinen spezifischen sensiblen Inhalten zirkulieren \u2013 kann eine Wahrnehmung in wissenschaftlichen Kreisen mitunter gar ausreichen und inwiefern sch\u00fctzt eine limitierte Zirkulation mitunter die Interessen der Forschungspartner:innen aus dem Feld? Die Stimmen sind hier vielf\u00e4ltig: Das Feld fordert nicht einhellig Schutzma\u00dfnahmen \u2013 in Richtung von Zensur aus kulturellem Respekt \u2013 sondern oftmals zun\u00e4chst Zug\u00e4nglichmachung des Materials. Das ist meist gekoppelt mit der Forderung der besseren Auffindbarkeit \u2013 Mehrsprachigkeit und verkn\u00fcpfte Normdaten k\u00f6nnen hier ein L\u00f6sungsweg sein, so westlich gepr\u00e4gt sie auch sein m\u00f6gen. Und auch die Wissenschaft problematisiert des \u00d6fteren die schlechte Auffindbarkeit und mangelnde Zug\u00e4nglichkeit von Wissen \u2013 bei gleichzeitiger Diskussion der Fallstricke von allzu gro\u00dfer Offenheit. Die Infrastruktureinrichtungen haben ihre vermittelnde Position in dem Spannungsverh\u00e4ltnis erkannt und nehmen diese Aufgabe zunehmend an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p>Drabinski, Emily (2013): Queering the Catalog: Queer Theory and the Politics of Correction. In: Library Quarterly: Information, Community, Policy 83 (2), S. 94\u2013111: 109. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1086\/669547\">https:\/\/doi.org\/10.1086\/669547<\/a>.<\/p>\n<p>Gartner, Richard (2016): Metadata. Shaping Knowledge from Antiquity to the Semantic Web. Basel: Springer: 42. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/978-3-319-40893-4\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/978-3-319-40893-4<\/a>.<\/p>\n<p>Rizzolli, Michaela; Imeri, Sabine (2022): CARE Principles for Indigenous Data Governance. In: o-bib. Das offene Bibliotheksjournal \/ Herausgeber VDB, Bd. 9 Nr. 2 (2022). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5282\/o-bib\/5815\">https:\/\/doi.org\/10.5282\/o-bib\/5815<\/a>.<\/p>\n<p>Turner, Hannah (2020): Cataloguing culture. Legacies of colonialism in museum documentation. Vancouver, Toronto: UBC Press: 159.<\/p>\n<p>Watson, B. M. (2021): Advancing Equitable Cataloging. In: Proceedings from North American Symposium on Knowledge Organization 8: 9-10. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.7152\/nasko.v8i1.15887\">https:\/\/doi.org\/10.7152\/nasko.v8i1.15887<\/a>.<\/p>\n<p>Wilkinson, Mark D.; Dumontier, Michel; Aalbersberg, I. et al. (2016): The FAIR Guiding Principles for scientific data management and stewardship. In: Scientific data 3, 160018. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/sdata.2016.18\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/sdata.2016.18<\/a>.<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz CC BY 4.0 lizenziert. Diese Lizenz erlaubt unter Voraussetzung der Namensnennung der Urheber:innen die Bearbeitung, Vervielf\u00e4ltigung und Verbreitung des Materials in jedem Format oder Medium f\u00fcr beliebige Zwecke, auch kommerziell. <\/em><a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/\"><em>https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/<\/em><\/a><\/p>\n<p><em>Die Grafik ist unter der Creative Commons Lizenz CC BY-SA 4.0 lizenziert. Diese Lizenz erlaubt unter Voraussetzung der Namensnennung der Urheber:innen die Bearbeitung, Vervielf\u00e4ltigung und Verbreitung des Materials in jedem Format oder Medium f\u00fcr beliebige Zwecke, auch kommerziell. Wenn Sie das Material bearbeiten, d\u00fcrfen Sie Ihre Beitr\u00e4ge nur unter derselben Lizenz wie das Original verbreiten. <\/em><a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\/\"><em>https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\/<\/em><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Matthias Harbeck<\/strong> studierte Geschichte, Ethnologie und Politik an der Universit\u00e4t Hamburg und Informations- und Bibliothekswissenschaft an der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin. Seit 2009 ist er Fachreferent f\u00fcr Ethnologie an der UB der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin, seit 2016 leitet er den DFG-gef\u00f6rderten Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie.<\/p>\n<p><strong>Moritz Strickert<\/strong> (<a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-9626-5932\">https:\/\/orcid.org\/0000-0001-9626-5932<\/a>) studierte Soziologie und Ethnologie an der Universit\u00e4t Bremen und Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin. Derzeit ist er Mitarbeiter des Fachinformationsdienstes Sozial- und Kulturanthropologie (FID SKA). Er arbeitet in einem Projekt zur Gemeinsamen Normdatei (GND) aus ethnologischer Perspektive und ist in der Arbeitsgruppe Thesauri des Netzwerks f\u00fcr nachhaltige Forschungsstrukturen in kolonialen Kontexten aktiv.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a> <a href=\"https:\/\/research-and-innovation.ec.europa.eu\/strategy\/strategy-research-and-innovation\/our-digital-future\/open-science_en\">https:\/\/research-and-innovation.ec.europa.eu\/strategy\/strategy-research-and-innovation\/our-digital-future\/open-science_en<\/a> [abgerufen am 25.07.2025].<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a> Wilkinson, Mark D.; Dumontier, Michel; Aalbersberg, I. et al. (2016): The FAIR Guiding Principles for scientific data management and stewardship. In: Scientific data 3, 160018. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/sdata.2016.18\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/sdata.2016.18<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a> Einen Ankn\u00fcpfungspunkt liefern hier die CARE-Prinzipien (Collective Benefit, Authority to Control, Responsibility, Ethics), die dem FAIR-Ansatz oftmals zu Seite gestellt werden. Jene besitzen jedoch keinen \u00fcbergreifenden Anspruch, sondern legen den Fokus auf indigene Kontexte. Siehe hierzu: Rizzolli, Michaela; Imeri, Sabine (2022): CARE Principles for Indigenous Data Governance. In: o-bib. Das offene Bibliotheksjournal \/ Herausgeber VDB, Bd. 9 Nr. 2 (2022). DOI: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5282\/o-bib\/5815\">https:\/\/doi.org\/10.5282\/o-bib\/5815<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a> F\u00fcr eine kompakte \u00dcbersicht hinsichtlich Erschlie\u00dfungspraktiken, der GND und deren Anwendungspotentiale f\u00fcr Forschenden siehe: <a href=\"https:\/\/nbn-resolving.org\/urn:nbn:de:101-2023092119\">https:\/\/nbn-resolving.org\/urn:nbn:de:101-2023092119<\/a> [abgerufen am 25.07.2025].<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[5]<\/a> Siehe als Beispiel den vom Leibniz-Institut f\u00fcr Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) verantworteten Wissensgraph Bildung: <a href=\"https:\/\/www.dipf.de\/de\/infrastrukturen\/infrastrukturentwicklung\/wissensgraph-bildung\">https:\/\/www.dipf.de\/de\/infrastrukturen\/infrastrukturentwicklung\/wissensgraph-bildung<\/a> [abgerufen am 25.07.2025].<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref6\" name=\"_edn6\">[6]<\/a> Gartner, Richard (2016): Metadata. Shaping Knowledge from Antiquity to the Semantic Web. Basel: Springer: 42. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/978-3-319-40893-4\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/978-3-319-40893-4<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref7\" name=\"_edn7\">[7]<\/a> Cataloging Ethics Steering Committee (2021): Cataloguing Code of Ethics. Online verf\u00fcgbar unter <a href=\"https:\/\/docs.google.com\/document\/d\/1IBz7nXQPfr3U1P6Xiar9cLAkzoNX_P9fq7eHvzfSlZ0\/\">https:\/\/docs.google.com\/document\/d\/1IBz7nXQPfr3U1P6Xiar9cLAkzoNX_P9fq7eHvzfSlZ0\/<\/a> [abgerufen am 25.07.2025].<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref8\" name=\"_edn8\">[8]<\/a> Turner, Hannah (2020): Cataloguing culture. Legacies of colonialism in museum documentation. Vancouver, Toronto: UBC Press: 159.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref9\" name=\"_edn9\">[9]<\/a> F\u00fcr eine umfassende Literaturanalyse von empfohlenen Vorgehensweisen in diesem Bereich siehe: Watson, B. M. (2021): Advancing Equitable Cataloging. In: Proceedings from North American Symposium on Knowledge Organization 8: 9-10. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.7152\/nasko.v8i1.15887\">https:\/\/doi.org\/10.7152\/nasko.v8i1.15887<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref10\" name=\"_edn10\">[10]<\/a> F\u00fcr die GND erfolgt dies \u00fcber ein Teilprojekt des FID Sozial- und Kulturanthropologie, das auf die \u00dcberarbeitung und Erg\u00e4nzung der GND aus ethnologischer Perspektive abzielt.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref11\" name=\"_edn11\">[11]<\/a> Aus diesem Grund reichert der FID Sozial- und Kulturanthropologie im Zuge der Arbeit der AG Thesauri im <a href=\"https:\/\/www.evifa.de\/de\/netzwerk-koloniale-kontexte\/netzwerk-koloniale-kontexte\">Netzwerk Koloniale Kontexte <\/a>Datens\u00e4tze f\u00fcr kulturelle Gruppen an und verkn\u00fcpft diese mit denen des weit verbreiteten Art and Architecture Thesaurus (AAT).<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref12\" name=\"_edn12\">[12]<\/a> Ein Beispiel stellt das Respectful Terminology Platform Project betrieben von der kanadischen National Indigenous Knowledge &amp; Language Alliance dar. Dabei handelt es sich um ein mehrsprachiges Wissensorganisationsprojekt f\u00fcr indigene Gruppenbezeichnungen und deren Lebenswelt. Dabei werden derzeit noch in Kulturerbe Einrichtungen verwendete veraltete und unangemessene Begriffe \u00fcberarbeitet und ersetzt. Weitere Informationen siehe: <a href=\"https:\/\/www.nikla-ancla.com\/respectful-terminology\">https:\/\/www.nikla-ancla.com\/respectful-terminology<\/a> [abgerufen am 25.07.2025].<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref13\" name=\"_edn13\">[13]<\/a> Drabinski, Emily (2013): Queering the Catalog: Queer Theory and the Politics of Correction. In: Library Quarterly: Information, Community, Policy 83 (2), S. 94\u2013111: 109. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1086\/669547\">https:\/\/doi.org\/10.1086\/669547<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"menu_order":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"autor":[736,737],"blog":[723],"class_list":["post-12201","uncommoning","type-uncommoning","status-publish","hentry","autor-matthias-harbeck","autor-moritz-strickert","blog-commoning-knowledge"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/uncommoning\/12201","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/uncommoning"}],"about":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/uncommoning"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/uncommoning\/12201\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12309,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/uncommoning\/12201\/revisions\/12309"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12201"}],"wp:term":[{"taxonomy":"autor","embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/autor?post=12201"},{"taxonomy":"blog","embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog?post=12201"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}