{"id":5282,"date":"2020-09-14T00:30:21","date_gmt":"2020-09-13T22:30:21","guid":{"rendered":"https:\/\/boasblogs.org\/?page_id=5282"},"modified":"2024-02-26T13:16:29","modified_gmt":"2024-02-26T12:16:29","slug":"info","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/humboldt-info\/info\/","title":{"rendered":"\u00dcber diesen Blog"},"content":{"rendered":"<p><strong>DECOLONIZING COLLECTIONS \u2013 NETWORKING TOWARDS RELATIONALITY<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"p4\"><span class=\"s1\"><b>D<\/b><\/span><b>ecolonizing<\/b> \u2013 Dieser Blog m\u00f6chte einen Beitrag zur Dezentrierung der Debatte \u00fcber koloniale und ethnographische Sammlungen, Archive und Museen leisten. Unser Ziel ist es, koloniales Wissen und vorherrschende epistemische Praktiken kritisch zu reflektieren, auch in unserer eigenen Praxis zu \u00fcberwinden und damit zugleich die hierarchischen Trennungen zwischen Zentrum und Peripherie zu destabilisieren. Der Blog bietet eine Plattform f\u00fcr diverse Stimmen und spricht explizit auch neue \u00d6ffentlichkeiten jenseits des akademischen Diskurses an. Wir laden indigene Interessenvertreter*innen, lokale Expert*innen, postkoloniale Aktivist*innen, K\u00fcnstler*innen, Museumspraktiker*innen und Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen und Regionen ein, an diesem Vorhaben mitzuwirken.<\/p>\n<p class=\"p4\"><span class=\"s1\"><b>C<\/b><\/span><b>ollections<\/b> \u2013 In den letzten Jahren haben koloniale Sammlungen und die umstrittene Vergangenheit des ethnographischen Museums in folgenreichen Debatten \u00fcber Europas koloniales Erbe an Bedeutung gewonnen. Die Spuren kolonialer Gewalt, die lange Zeit zum Schweigen gebracht oder ignoriert wurde, kommen in der heutigen post-migrantischen Gesellschaft und globalisierten Welt an die Oberfl\u00e4che. Diese Verschiebungen in der Erinnerungspolitik bringen das strukturelle und epistemische Gef\u00fcge des Museums ins Wanken. Museen stehen als Institutionen, in denen Kultur kanonisiert wird, in denen Fragen von Zugeh\u00f6rigkeit und Nicht-Zugeh\u00f6rigkeit verhandelt werden und in denen sich nationale Identit\u00e4t durch den Ausschluss von &#8222;Anderen&#8220; herausgebildet hat, auf dem Pr\u00fcfstand. Kurator*innen sehen sich gezwungen, fr\u00fchere Repr\u00e4sentationslogiken radikal zu \u00fcberdenken und ihr Arbeitspraxis zu ver\u00e4ndern \u2014 vom Bewahren, Sch\u00fctzen und kennerschaftlichem Einsch\u00e4tzen von Objekten l\u00e4sst sich ein Wechsel zu kooperativem Aktivieren und Bereitstellen der Objekte beobachten. Dabei treten neuen Akteursgruppen in Erscheinung, die eine andere Politik der Erinnerung, der R\u00fcckgabe von Objekten und ein gleichberechtigtes Mitwirken an der Repr\u00e4sentationspolitik und der Verwaltung der Sammlungen einfordern. Diese tektonischen Verschiebungen und ihre Folgen verweisen auf das Potenzial von Artefakten, historische und aktuelle Themen sichtbar zu machen und gemeinsame Erinnerungsr\u00e4ume zu schaffen. Jenseits etablierter Klassifizierungsarbeiten im Museum sind Artefakte stets in Relationen mit anderen Objekten und Personen zu denken. Sie k\u00f6nnen zu wichtige Aktanten bei Versuchen der Vers\u00f6hnung und des \u201eReparierens\u201c von Beziehungen werden und generieren neue Bedeutungen und Sinnzuschreibungen, etwa wenn sie durch Restitution in ihre Herkunftskontexte gebracht oder mit neuen, diasporischen und kosmopolitischen Netzwerken verkn\u00fcpft werden.<\/p>\n<p class=\"p4\"><span class=\"s1\"><b>N<\/b><\/span><b>etworking<\/b> \u2013 In Zeiten des erneut aufkeimenden Nationalismus und zunehmend fragmentierender Globalisierung ist es entscheidend, unsere wechselseitige globale Verstrickung und Abh\u00e4ngigkeit anzuerkennen. Der Blog zielt darauf ab, eurozentrischen und nationalistischen Perspektiven und dem Wiedererstarken neokolonialer Muster entgegenzuwirken, den interkontinentalen Wissenstransfer zu f\u00f6rdern und unterschiedlichen epistemischen Praktiken Raum zu geben. Wir begr\u00fc\u00dfen Berichte \u00fcber kollaborative Forschung und kollaborative kuratorische Praxis \u2014 an und zwischen verschiedenen Orten \u2014 sowie \u00fcber die Entwicklung neuer Allianzen und Netzwerke. Wie k\u00f6nnen wir uns die Ver\u00e4nderung oder sogar Aufl\u00f6sung bestehender Machtverh\u00e4ltnisse vorstellen, die kooperativen Projekten im Wege stehen? Wie m\u00fcssen sich die Strukturen und Infrastrukturen von Museen ver\u00e4ndern, um eine symmetrische Zusammenarbeit m\u00f6glich zu machen?<\/p>\n<p class=\"p4\"><span class=\"s1\"><b>t<\/b><\/span><b>owards<\/b> \u2013 Jetzt, wo die Narrative des linearen Fortschritts zunehmend in Frage gestellt werden, wird es m\u00f6glich, (pr\u00e4-)koloniale Vergangenheit und postkoloniale Gegenwart aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und andere Modelle der Zeit und der Weltgestaltung zu w\u00fcrdigen. Wir wollen diesen historischen Moment der Ungewissheit und des \u00dcbergangs nutzen und dazu einladen, \u00fcber verschiedene Zuk\u00fcnfte nachzudenken, in denen Objekte, Orte und Menschen \u00fcber den Rahmen des konventionellen Museumsraums hinaus (wieder) verbunden werden. Wir begr\u00fc\u00dfen nicht nur klassische akademische Formate f\u00fcr unseren Blog, sondern alle Arten von heterogenen und experimentellen Dialog- und Ausdrucksformen.<\/p>\n<p class=\"p4\"><span class=\"s1\"><b>R<\/b><\/span><b>elationality<\/b> \u2013 Als Felwine Sarr und B\u00e9n\u00e9dicte Savoy 2018 ihren Bericht \u00fcber die Restitution afrikanischer Kulturg\u00fcter ver\u00f6ffentlichten, forderten sie die dauerhafte R\u00fcckgabe afrikanischer Objekte aus franz\u00f6sischen Sammlungen und visionierten damit zugleich eine Umkehrung der bestehenden Machtverh\u00e4ltnisse innerhalb der Museumswelt. Ausgehend von dieser Vorstellung einer &#8222;neuen relationalen Ethik&#8220; begr\u00fc\u00dfen wir Beitr\u00e4ge, die nicht nur \u00fcber die Hindernisse, Ambivalenzen und Chancen der R\u00fcckgabe nachdenken, sondern auch weitere Implikationen f\u00fcr Museen, Community Work und die Geisteswissenschaften im Allgemeinen untersuchen. Was bedeutet es, mit Routinen zu brechen, sich von der individuellen Autorschaft und kuratorischen Autorit\u00e4t zu l\u00f6sen und eine kollaborative Dynamik zuzulassen? Welche Auswirkungen hat es, wenn wir uns voll und ganz auf neue Formen der Zusammenarbeit und Diversit\u00e4t innerhalb der oft hierarchischen Struktur von Museumsinstitutionen einlassen? Wie k\u00f6nnen wir die Systeme wissenschaftlicher Anerkennung ver- oder umkehren, indem wir verschiedene Arten der Wissensgenerierung anerkennen?<\/p>\n<p class=\"p4\"><b>The Backstory:<\/b><\/p>\n<p class=\"p4\"><b>Going beyond Humboldt! <\/b>\u2013 Dieser Blog startete 2017 unter dem Namen &#8222;Wie weiter mit Humboldts Erbe? Ethnographische Sammlungen neu denken&#8220; als Reaktion auf die hitzige Debatte um den Bau des &#8222;Humboldt-Forums&#8220; in der Mitte Berlins. Die anachronistische Geste, die dem Wiederaufbau-Projekt des preu\u00dfischen Schlosses zu Grunde liegt, das zugleich die kaiserliche ethnographische Sammlung in der Hauptstadt Deutschlands zeigen soll, wurde vor allem von den Diasporagemeinschaften als reaktion\u00e4rer Versuch gesehen, die triumphalistische Idee eines Universalmuseums wiederzubeleben. Das architektonische und konzeptionelle Projekt erschien unangemessen, um auf die Bed\u00fcrfnisse einer post-migrantischen und post-kolonialen Gesellschaft zu reagieren, so dass dieser Blog eine Plattform f\u00fcr eine breitere Diskussion \u00fcber das Humboldt-Forum und \u00fcber die Zukunft ethnographischer Sammlungen im deutschsprachigen Raum anbieten sollte. Die Ver\u00f6ffentlichungen des Blogs haben in Deutschland und international eine wichtige Debatte gespiegelt und bef\u00f6rdert, aber mit fortschreitender Diskussion wurde deutlich, dass das Gespr\u00e4ch erweitert werden mu\u00df, um einen breiteren kooperativen Austausch zwischen dem globalen Norden und dem globalen S\u00fcden zu erm\u00f6glichen. Als Auftakt f\u00fcr eine Neuorientierung fand 2019 die Konferenz &#8222;Museum Collections in Motion\u201c in K\u00f6ln statt. Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen, K\u00fcnstler*innen und Museumsexpert*innen aus der ganzen Welt kamen zusammen, insbesondere aus jenen Gemeinschaften, die Teile ihres sozialen, politischen, kulturellen und \u00e4sthetischen Erbes durch die koloniale Herrschaft verloren haben. Wir haben von unseren Kolleg*innen und Mitarbeiter*innen, die gro\u00dfz\u00fcgig ihre Perspektiven, ihr Wissen und ihre Visionen in diesem Blog geteilt haben, viel gelernt und signalisieren mit der Umbenennung des Blogs in DCNtR unsere Neuausrichtung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Redaktion freut sich \u00fcber Kommentare, Fragen und Beitragsvorschl\u00e4ge an <a href=\"mailto:dcntr@boasblogs.org\">dcntr@boasblogs.org<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Redaktion:<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4933 size-full\" style=\"border-radius: 50%; object-fit: cover; width: 120px; height: 120px;\" src=\"https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cropped_anna.jpeg\" alt=\"\" width=\"569\" height=\"569\" \/><\/p>\n<p><strong>Anna Brus<\/strong><\/p>\n<p>Anna Brus is lecturer and research fellow at the art history department, University of Cologne. Her research focuses on the history of science in art history and anthropology, anthropological collections and exhibition practices, and the discourse on global art. From 2012 to 2016 she was a DFG fellow at the Locating Media Research Training Group of the University of Siegen with the project \u201cColonial Art in Symmetrical Perspective: Julius Lips and the Inversion of the Gaze\u201d. She is currently guest curator at the Johann-Jacobs Museum in Z\u00fcrich (exhibition title \u201cAmong Whites\u201d 2020\/21) and co-curated \u201cSpectral-White. The Appearance of Colonial Europeans&#8220; at the HKW (Haus der Kulturen, 2019\/20) in Berlin and &#8222;The Savage Hits Back. Colonial-Era Depictions of Europeans in the Lips Collection&#8220; at the Rautenstrauch-Joest-Museum \u2013 Cultures of the World in Cologne (2018).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4405\" style=\"border-radius: 50%; object-fit: cover; width: 120px; height: 120px;\" src=\"https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/deussen-carl.jpg\" alt=\"\" width=\"202\" height=\"202\" \/><\/p>\n<p><strong>Carl Deussen<\/strong><\/p>\n<p>Carl Deu\u00dfen studierte Liberal Arts am University College Freiburg und Museum Studies an der Universit\u00e4t Amsterdam. Zur Zeit arbeitet er an seinem Dissertationsprojekt an der Universit\u00e4t Amsterdam und am Rautenstrauch-Joest-Museum. Seine Forschung besch\u00e4ftigt sich mit der Rolle von Affekten in der kolonialen Ethnologie und den Dekolonialisierungsprozessen im ethnografischen Museum der Gegenwart.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4405\" style=\"border-radius: 50%; object-fit: cover; width: 120px; height: 120px;\" src=\"https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/knecht-michi.jpeg\" alt=\"\" width=\"202\" height=\"202\" \/><\/p>\n<p><strong>Michi Knecht<\/strong><\/p>\n<p>Michi Knecht holds a position as professor for Social Anthropology at Bremen University and is co-speaker of the interdisciplinary research platform \u201cWorlds of Contradiction\u201d. Her research focuses on interconnections between knowledge practices and social forms. At the intersections of Anthropology and STS, she has investigated reproductive technologies, political and religious movements, poverty, anonymity and new forms of kinship. Currently, she is trying to rethink problems of unrequited reciprocity in the context of object circulation under colonial rule and with post\/colonial consequences, the history of object-extractivism, and post\/colonial naturecultures.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Larissa F\u00f6rster<\/strong><\/p>\n<p>Larissa F\u00f6rster, Dr., ist Leiterin des 2019 am Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geschaffenen Fachbereichs \u201eKultur- und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten\u201c und assoziiertes Mitglied des Centre for Anthropological Research on Museums and Heritage an der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin. Sie ist promovierte Kultur- und Sozialanthropologin mit dem regionalen Schwerpunkt s\u00fcdliches Afrika und befasst sich mit Fragen der postkolonialen Provenienz und R\u00fcckgabe von Museumsobjekten und menschlichen \u00dcberresten. Sie ist Mitherausgeberin von \u201eMuseumsethnologie \u2013 Eine Einf\u00fchrung. Theorien \u2013 Praktiken \u2013 Debatten\u201c (2019) und \u201eProvenienzforschung zu ethnografischen Sammlungen der Kolonialzeit. Positionen in der aktuellen Debatte\u201c (2018).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4405\" style=\"border-radius: 50%; object-fit: cover; width: 120px; height: 120px;\" src=\"https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/gabriel-schimmeroth_schwarz-weiss.jpg\" alt=\"\" width=\"202\" height=\"202\" \/><\/p>\n<p><strong>Gabriel Schimmeroth<\/strong><\/p>\n<p>Gabriel Schimmeroth arbeitet als Kurator und Projektkoordinator am Museum am Rothenbaum &#8211; Kulturen und K\u00fcnste der Welt (MARKK) in Hamburg. Im Rahmen des von der Kulturstiftung des Bundes gef\u00f6rderten Programms MARKK in Motion verantwortet er den experimentellen Ausstellungs- und Diskursort \u201eZwischenraum &#8211; A Space Between\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"396\" height=\"425\" class=\"alignnone wp-image-4403\" style=\"border-radius: 50%; object-fit: cover; width: 120px; height: 120px;\" src=\"https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Photo-le-04-05-2020-a\u0300-12.26.jpeg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><strong>Bernard Mueller<\/strong><\/p>\n<p>His research in anthropology and performance studies focuses on the processes of staging, whether it is a question of scenic devices (theatre, rituals, plastic arts, etc.), museum scenography or any situation that explicitly concerns a performance. He is particularly interested in research devices inspired by the ethnographic field, as they are developing today in but above all outside scientific institutions, especially in the arts. In association with the Institut f\u00fcr Ethnologie and the Rautenstrauch-Joest Museum in Cologne (Germany), he leads the teaching and research programme &#8222;Museum on the couch: creative and reflexive explorations of the ethnographic collections&#8220; since 2015. He is an associate member of the l\u2019Institut de Recherche Interdisciplinaire sur les enjeux sociaux (IRIS, EHESS, Paris) and coordinates the activities of CURIO (<a href=\"http:\/\/www.curioweb.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.curioweb.org<\/a>), a space for research in anthropology through art, and chairs the Ouvroir d&#8217;Anthropologie Potentielle. Since 2020, he has been teaching anthropology at the Ecole Sup\u00e9rieure d&#8217;Art d&#8217;Avignon (ESAA).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4403\" style=\"border-radius: 50%; object-fit: cover; width: 120px; height: 120px;\" src=\"https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/boas.jpeg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><strong>Ehler Voss<\/strong><\/p>\n<p>Ehler Voss is an anthropologist working on the interferences of medicine, media and religion. He is currently visiting professor at the Department of Anthropology and Cultural Research at the University of Bremen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4403\" style=\"border-radius: 50%; object-fit: cover; width: 120px; height: 120px;\" src=\"https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/zillinger-martin-cropped.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><strong>Martin Zillinger<\/strong><\/p>\n<p>Martin Zillinger is Professor of Anthropology at the Department for Social and Cultural Anthropology, University of Cologne. He is interested in the history of anthropology (<a href=\"https:\/\/artes.phil-fak.uni-koeln.de\/forschung\/forschungsprojekte-im-research-lab\/projektseiten-research-lab\/mauss-werkstatt\">Mauss-Werkstatt<\/a>), the study of media and practice theory. Principal Investigator at the Collaborative Research Center 1187 \u201cMedia of Co-operation\u201d and the CRC 228 \u201cFuture Rural Africa\u201d, he is also board member of the Global South Studies Center, Cologne. Working on new media and trance mediums since 2003, he has, together with the film maker and curator Anja Dreschke, collaborated with Sufi-brotherhoods on their video archives and trance practices for the exhibition \u201cAnimism\u201d at the Museum of Contemporary Art, Antwerp (2010), and the HKW, Berlin (2012).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DECOLONIZING COLLECTIONS \u2013 NETWORKING TOWARDS RELATIONALITY &nbsp; Decolonizing \u2013 Dieser Blog m\u00f6chte einen Beitrag zur Dezentrierung der Debatte \u00fcber koloniale und ethnographische Sammlungen, Archive und Museen leisten. Unser Ziel ist es, koloniales Wissen und vorherrschende epistemische Praktiken kritisch zu reflektieren, auch in unserer eigenen Praxis zu \u00fcberwinden und damit zugleich die hierarchischen Trennungen zwischen Zentrum [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"parent":444,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"class_list":["post-5282","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5282","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5282"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5282\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11548,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5282\/revisions\/11548"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/444"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5282"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}