{"id":11076,"date":"2023-07-24T13:39:49","date_gmt":"2023-07-24T11:39:49","guid":{"rendered":"https:\/\/boasblogs.org\/?post_type=contestedknowledge&#038;p=11076"},"modified":"2023-07-24T15:03:57","modified_gmt":"2023-07-24T13:03:57","slug":"umwelt-handlungsoptionen-differenz","status":"publish","type":"contestedknowledge","link":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/contestedknowledge\/umwelt-handlungsoptionen-differenz\/","title":{"rendered":"Umwelt, Handlungsoptionen und Differenz"},"content":{"rendered":"\n<style>\n\t.dkpdf-download-icon { height: 1.5rem; }\n<\/style>\n\n\n\n\t<div class=\"dkpdf-button-container\" style=\" text-align:right \">\n\n\t\t<a class=\"dkpdf-button\" href=\"\/de\/wp-json\/wp\/v2\/contestedknowledge\/11076?pdf=11076\" target=\"_blank\">\n\t\t\t<img src='\/wp-content\/themes\/boasblogs\/dkpdf\/download_red.svg' class=dkpdf-download-icon'\/>\n\t\t<\/a>\n\t\n\t\t<!-- <a class=\"dkpdf-button\" href=\"\/de\/wp-json\/wp\/v2\/contestedknowledge\/11076?pdf=11076\" target=\"_blank\"><span class=\"dkpdf-button-icon\"><i class=\"fa fa-file-pdf-o\"><\/i><\/span> Download PDF<\/a> &rarr; -->\n\n\t<\/div>\n\n<figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11077\" src=\"https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Titelbild-Boas-Blog_-Desiree_Laura_Arno-920x482.jpg\" alt=\"\" width=\"920\" height=\"482\" srcset=\"https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Titelbild-Boas-Blog_-Desiree_Laura_Arno-920x482.jpg 920w, https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Titelbild-Boas-Blog_-Desiree_Laura_Arno.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 920px) 100vw, 920px\" \/><figcaption>\n<p style=\"font-size: 80%; line-height: 125%;\"><em>Links: Flie\u00df im Spreewald, Deutschland (Desir\u00e9e Hetzel); Mitte: Algen Strand von Yucat\u00e1n, Mexiko (Laura Otto); rechts: Brandrodung im Garten, Vanuatu (Arno Pascht).<\/em><\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Einleitung<\/strong><\/p>\n<p>Weitgreifende Umweltver\u00e4nderungen durch Klimawandel und Artensterben gef\u00e4hrden globales \u00dcberleben und Sicherheit. Entsprechend m\u00fcssen sich Menschen weltweit damit auseinandersetzen, wie lokale\/globale (Um)welten f\u00fcr die Zukunft gestaltet werden k\u00f6nnen. Diese Ver\u00e4nderungen und Dynamiken k\u00f6nnen verbinden, stellen Akteur:innen unterschiedlicher Lokalit\u00e4ten gleichzeitig aber in neue Spannungsverh\u00e4ltnisse zueinander. Dies geschieht beispielsweise durch Rahmenrichtlinien zu Umweltschutz und Ma\u00dfnahmen zu Klimawandelanpassungen, die Handlungsoptionen vorgeben und regulieren, aber vor allem auch im Kontext der Aushandlungsprozesse von Praktiken des Alltags, bei denen verschiedene Expertisen und Wissensbest\u00e4nde aufeinandertreffen. Ma\u00dfnahmen, die in situiert entwickelt werden und als lokale Antwort auf globale Umweltherausforderungen intendiert sind, eint, dass in ihrer Konzeptualisierung und Durchf\u00fchrung Wissen unterschiedlicher Herkunft aufeinandertrifft und dass Umweltherausforderungen kosmopolitisch werden (vgl. Hulme 2010).<\/p>\n<p>Dabei spielen verschiedene Interessen sowie epistemologische und ontologische Differenzen eine Rolle (vgl. Blaser und de La Cadena 2018). Sichtbar wird dies z.B. in Klimawandelanpassungs- oder Naturschutzprojekten, bei denen basierend auf naturwissenschaftlichen Erkenntnissen das \u00dcberleben und Wohlergehen im Kontext anthropogenen Klimawandels sichergestellt werden soll. Der R\u00fcckgriff auf verschiedene Wissensformen und -best\u00e4nde kann zu Konflikten zwischen beteiligten Akteur:innen f\u00fchren, aber auch konstruktive Prozesse der Wissensgenerierung stimulieren (Pascht 2019).<\/p>\n<p>In unseren jeweiligen Forschungskontexten, die drei Kontinente miteinander verbinden und in denen verschiedene vernetzteUmweltherausforderungen thematisiert werden, fragen wir: Wie generieren Akteur:innen im Zusammenhang mit lokalen Prozessen von Austausch, \u00dcbersetzung und Aushandlung Wissen und Praktiken? Ausschnitte aus unserer jeweiligen Forschung zeigen, dass unterschiedliche Akteur:innen mit sowohl zunehmend fortschreitenden Umweltver\u00e4nderungen, als auch mit neuen Wissenskontexten und Konstellationen interagieren m\u00fcssen. Arno betrachtet die Gestaltung von Wissen und Praxis im Zusammenhang mit Klimawandel und Klimawandelanpassungsprojekten in Vanuatu, Desir\u00e9e trifft verschiedene Expert:innen der Modellierung einer Wasserlandschaft entlang der Spree in Deutschland und Laura setzt sich mit Aushandlungsprozessen zu Landschaftsgestaltung in der Interaktion mit Algen am Strand von Yucat\u00e1n in Mexiko auseinander. Unser Ziel ist es, im Zuge dieser globalen Verbindungen (Tsing 2005) mit unseren Forschungen nicht nur einen Beitrag zum besseren Verst\u00e4ndnis dieser Dynamiken beizutragen, sondern auch zu reflektieren, welche Rolle sozial- und kulturanthropologische Forschung in einer von anthropogenen Umweltver\u00e4nderungen gepr\u00e4gten Welt spielt.<\/p>\n<p><strong>Wissen um Landwirtschaft in Vanuatu<\/strong><\/p>\n<p>Seit mehr als einem Jahrzehnt ist der Klimawandel eines der wichtigsten Themen des politischen Diskurses in Vanuatu, einem Inselstaat im S\u00fcdpazifik. Die Regierung von Vanuatu unternimmt in diesem Zusammenhang vielf\u00e4ltige Anstrengungen, die den Menschen eine Anpassung an die negativen Auswirkungen des Klimawandels erm\u00f6glichen soll. Projekte zur Anpassung an den Klimawandel werden meist von internationalen Entwicklungsorganisationen durchgef\u00fchrt und sind zu wichtigen Schnittpunkten geworden, an denen unterschiedliche Wissenssysteme und Annahmen \u00fcber die Welt zusammentreffen. Da der Anbau von Nahrungspflanzen eine zentrale Rolle f\u00fcr die (Selbst-)Versorgung der Einwohner:innen Vanuatus darstellt, fanden zahlreiche Projekte zu diesem Bereich statt.<\/p>\n<p>In solchen Klimawandelanpassungsprojekten werden Wissensbest\u00e4nde und Praktiken vermittelt, die eine Ver\u00e4nderung der lokalen Anbaupraktiken zur Folge haben sollen, um sie an gegenw\u00e4rtige und prognostizierte Herausforderungen durch den Klimawandel anzupassen. Eine solche w\u00e4hrend der Projekte (und in anderen Zusammenh\u00e4ngen) propagierte Ver\u00e4nderung ist beispielsweise die Abkehr vom Brandrodungsfeldbau hin zu einem Anbau ohne die Verwendung von Feuer, die ohne einen Wechsel der Anbaufl\u00e4chen auskommt. Wie Arno bei seiner Forschung feststellen konnte, setzten die Teilnehmer:innen an den Projekten diese Ver\u00e4nderung jedoch nicht um. Als ich mit Mitarbeiter:innen einer NGO und des nationalen Landwirtschaftsministeriums dar\u00fcber sprach, zeigten sie sich irritiert dar\u00fcber. F\u00fcr sie bedeutet Brandrodung eine \u201eUmweltzerst\u00f6rung\u201c, die hinsichtlich des Klimawandels gro\u00dfe Nachteile hat, und sie erkl\u00e4rten mir, dass sie nicht verstehen, weshalb die Menschen an dieser Praxis festhielten. Meine lokalen Forschungspartner:innen erkl\u00e4rten mir hingegen, dass Brandrodung keine Umweltzerst\u00f6rung sei, sondern eine Praxis, die die Umwelt nicht sch\u00e4digt, sondern als notwendig angesehen wird, da es zu den Aufgaben von Menschen dazugeh\u00f6rt. Weiterhin erkl\u00e4rten mir die Bewohner:innen eines Dorfes, dass sie diese Methode der Brandrodung zwar in der k\u00fcstennahen Region anwenden, in der sie gegenw\u00e4rtig ihre G\u00e4rten anlegen, dass es jedoch an anderen Orten im Landesinneren nicht notwendig w\u00e4re, sie zu benutzen. Statt der wesentlichen Ver\u00e4nderung landwirtschaftlicher Methoden zur Sicherung des Lebensunterhalts kann man in Vanuatu den Trend zu einer Diversifizierung der T\u00e4tigkeiten feststellen: Die Dorfbewohner:innen wendeten sich verschiedenen anderen M\u00f6glichkeiten zu \u2013 von Lohnarbeit bis zu selbst\u00e4ndigen T\u00e4tigkeiten im Dienstleistungsbereich \u2013 und kombinierten diese mit dem Anbau von Nahrungspflanzen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Welt von Menschen in Vanuatu und damit f\u00fcr ihr Alltagswissen und -handeln spielen im Unterschied zu dem in Anpassungsprojekten vermittelten Wissen h\u00e4ufig Beziehungen, die keine scharfe Abgrenzung von Umwelt und Sozialit\u00e4t enthalten, eine zentrale Rolle. Dies ist ein Charakteristikum, das f\u00fcr die Region Ozeanien bereits h\u00e4ufig beschrieben wurde. Im Zusammenhang damit steht die zentrale Bedeutung von Relationalit\u00e4t f\u00fcr die Lebenswelten der Menschen in Melanesien (Strathern 1988). Das bedeutet, dass Menschen nicht durch ihre Eigenschaften charakterisiert sind, sondern durch die Beziehungen, die sie mit anderen Menschen haben. Dies gilt aber nicht nur f\u00fcr Menschen und Beziehungen zwischen Menschen, sondern beispielsweise auch f\u00fcr Tiere, Pflanzen, Orte, Geister, Gottheiten und materialisierte Ahnen. Austausch und Reziprozit\u00e4t sind dabei grundlegend f\u00fcr Sozialit\u00e4t und Umwelt (Emde, D\u00fcrr und Schorch 2020, 7). In diesem Netzwerk von Beziehungen und Gegenseitigkeit haben auch Menschen, Tiere und Pflanzen ihre Aufgaben oder Arbeit und es existiert f\u00fcr alles auch ein (geeigneter, passender) Ort (\u201eples\u201c). Dass es f\u00fcr alles einen richtigen Ort gibt, hat wichtige Konsequenzen. Meine Forschungspartner:innen pflanzten verschiedene Arten und Sorten im selben Garten an, w\u00e4hrend sie gleichzeitig G\u00e4rten an verschiedenen Standorten unterhalten. Sie wissen um die Bodenverh\u00e4ltnisse an diesen Orten, insbesondere um die (potenzielle) Feuchtigkeit des Bodens. Und sie wissen auch, an welchen Orten Brandrodung verwendet werden muss und an welchen nicht.<\/p>\n<p>In diesem Beispiel trafen bei der Zusammenarbeit verschiedener Akteur:innen also ganz unterschiedliche Vorstellungen und Konzepte aufeinander, die aufgrund unterschiedlicher Wissensbest\u00e4nde, verschiedenen Intentionen und ontologischer Differenzen zu Reibungen, aber auch zu neuen (unerwarteten) Entwicklungen f\u00fchrten.<\/p>\n<p><strong>Wissen um Wasser in Deutschland<\/strong><\/p>\n<p>Das Zusammenarbeiten unterschiedlichster Akteur:innen im Kontext von Klimawandel in Deutschland stellt die Frage nach Entscheidungsprozessen und Bewertung unterschiedlichen Expter:innenwissens ins Zentrum. Der Nordosten von Deutschland ist f\u00fcr die zahlreichen Seen und Flussl\u00e4ufe bekannt und durch die Flutung von ehemaligen Braunkohlegruben sollen noch weitere Gew\u00e4sser hinzukommen. Jedoch erregt die Region zwischen Lausitz und Berlin derzeit die meiste mediale Aufmerksamkeit durch die jahrelange Trockenheit und die immer st\u00e4rker diskutierten Auswirkungen f\u00fcr die Wasserlandschaft. Die Spree wird dabei zur fluiden Verbindung zwischen den Orten des Braunkohleabbaus und der wachsenden Metropolregion Berlin. Steigende Temperaturen und ausbleibender Niederschlag lassen Diskussionen um das Wasservorkommen der Spree von Politik und Wissenschaft auch im Alltag der Menschen entlang des Flusses ankommen und stellen Beziehungen zwischen Wasser und Mensch in den Mittelpunkt des Geschehens. Das \u201eWeniger\u201c an Wasser wird zentral in wissenschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Diskussionen um Gew\u00e4sser \u2013 und es bringt eine Diskussion zu zunehmend umstrittenem Wissen \u00fcber \u201emodernes\u201c Wasser als ausschlie\u00dflich nutzbare Ressource zutage (Linton und Budds 2014).<\/p>\n<p>Ins Diskussionsgemenge zwischen von Ingeneur:innen und Naturwissenschaftler:innen geleiteten Studien zu Wasser\u00fcberleitungen, Wasserr\u00fcckhalt und Wasserversorgung mischen sich lokale Stimmen aus dem Flussdelta des Spreewaldes. Diese Natur\/Kulturlandschaft des Spreewaldes (R\u00f6ssig 2015) verortet sich geographisch und thematisch zwischen Wasser f\u00fcr Grubenseen und Wasser f\u00fcr die Stadt Berlin \u2013 was durch den Spreewald flie\u00dft, soll in Berlin ankommen. Das Wassernetz des Spreewaldes wurde \u00fcber das letzte Jahrhundert durch eine Zusammenarbeit von Menschen und Fluss geschaffen, erarbeitet durch die Anlegung von Wasserl\u00e4ufen, Kan\u00e4len, Drainagesystemen, Wehren und Schleusen. \u201eDer Spreewald ist nicht ohne den Menschen denkbar\u201c ist die g\u00e4ngige Antwort auf die Frage nach der Zukunft der Region. Das Zusammenarbeiten mit der Umwelt ist hier \u00fcber Generationen weitergegeben worden.<\/p>\n<p>Nun erzeugen \u00fcberregionale Interessen an Wasser mit Pl\u00e4nen der Wasserregulierung in Kombination mit steigenden Temperaturen und ausbleibendem Niederschlag zunehmend Unsicherheit vor Ort. \u201eDas hier ist kein Naturwunder, das ist harte Arbeit. Das muss erhalten werden\u201d. Eine \u00e4ltere Spreew\u00e4lderin sitzt auf ihrem Grundst\u00fcck am Wasser und versichert, dass man f\u00fcr das Wohl des Flusses in den letzten Jahrzehnten viel erreicht h\u00e4tte &#8211; und nun mehr darum bem\u00fcht ist, sauberes Wasser in den sogenannten Flie\u00dfen zu halten. Aber da nun das Wasser weniger werde, steigt die Sorge, dass Entscheidungen \u00fcber die Region woanders getroffen werden. Verschiedene Expert:innen aus Alltag und Wissenschaft regulieren, formen und diskutieren die Zukunft der Wasserlandschaft des Spreewaldes. Klimatische Ver\u00e4nderungen bringen Unsicherheiten dar\u00fcber, welche Art von Wissen hier zur Anwendung kommt, und welche Handlungen dies nach sich zieht. Die flie\u00dfende Zusammenarbeit wird verz\u00f6gert, und neue Formen der Kooperation m\u00fcssen gefunden werden, die den Blick in Zeiten von tiefgreifenden Ver\u00e4nderungen abseits von Wasser als Ressource auch auf die sozialen Beziehungen zu und durch Wasser und den Fluss richten. Hierbei wird im Falle des Spreewalds Wissen \u00fcber Wasser auf verschiedene Weise neu diskutiert.<\/p>\n<p><strong>Wissen um Algen in Mexiko<\/strong><\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie Fl\u00fcsse, erfahren auch K\u00fcsten im Kontext von Klimawandel intensive Ver\u00e4nderungen. Sie lassen sich als \u201econtact zone\u201c (Pratt 1991) verschiedener Spezies beschreiben und sind mit all ihren Gestaltungskr\u00e4ften \u2013 Palmen, Sand, Schildkr\u00f6ten, Fischen, V\u00f6geln, Menschen, Algen und vielen mehr \u2013 eine \u201emultispecies landscape\u201c (Tsing 2012, S. 141; Tsing et al. 2019). So auch die weltbekannte Riviera Maya in Mexiko, die sich rund 160 Kilometer von Canc\u00fan im Norden bis nach Tul\u00fam auf der Halbinsel Yucat\u00e1n erstreckt. Die Region geh\u00f6rt mit rund 30 Millionen Tourist:innen im Jahr zu den meistbesuchten Feriendestinationen der Welt. Doch seit 2015 landen nicht nur die Reisenden in Massen an, sondern auch Sargassum. Dabei handelt es sich um eine schwimmende, braune Makroalge, die sich zu kilometerlangen Teppichen verweben und den gesamten Atlantik \u00fcberqueren kann. Das bislang ungewohnte Anlanden der Algen ist mit zahlreichen Effekten verbunden: Das t\u00fcrkisblaue Meer verf\u00e4rbt sich braun und weist Sauerstoffmangel auf, Seegras stirbt ab, Futter suchende V\u00f6gel meiden die in Folge ihrer Zersetzung (stark) riechenden Algen, Tourist:innen beschweren sich \u00fcber das \u00e4sthetische Problem auf ihren Urlaubsfotos, Biolog:innen sind besorgt um den Zustand des \u00d6kosystems, Hoteliers bangen um ihre Einnahmen, Fischer:innen klagen \u00fcber Atembeschwerden, Meeresschildkr\u00f6ten haben Schwierigkeiten, Nester an den Algen-geplagten Str\u00e4nden zu bauen.<\/p>\n<p>F\u00fcr s\u00e4mtliche von den Algen betroffene Akteur:innen bringt die Situation neue Herausforderungen und zahlreiche Unsicherheiten mit sich. Die anf\u00e4ngliche Hoffnung, Antworten auf das Problem in der indigenen Maya-Community zu finden, ist schnell verpufft. Feldforschung vor Ort zeigt, dass auch in den Maya-Gemeinden \u00e4hnliche Unsicherheiten herrschen wie in den anderen Teilen der Bev\u00f6lkerung: Wie lange werden die Reisenden noch kommen? Werden wir in Zukunft hier noch fischen k\u00f6nnen? Was passiert, wenn das k\u00fcstennahe \u00d6kosystem kippt? Und w\u00e4hrend verschiedene Akteur:innen \u2013 vor allem menschliche \u2013 in ihrer Sargassum-Abneigung vereint sind, hat sich bislang keine Situation formiert, in der gemeinsam und in eine Sto\u00dfrichtung das Algenproblem diskutiert, reguliert und geformt wird. Vielmehr werden Wissenschaft, Tourismusbranche, Wirtschaft und Politik vor Ort in ein neues Spannungsverh\u00e4ltnis zueinander gesetzt.<\/p>\n<p>Junge Unternehmen, die z.B. veganes Leder oder D\u00fcnger aus den Algen herstellen wollen, finden \u2013 wie andere Start-Ups auch \u2013 einen Dschungel an b\u00fcrokratischen H\u00fcrden vor: Seit Jahren wird ohne Ergebnis diskutiert, ob Sargassum als Ressource oder als Abfall klassifiziert werden soll. Je nach Definition \u00e4ndern sich beh\u00f6rdliche Zust\u00e4ndigkeiten und Verantwortlichkeiten. Offiziell ist die Marina de M\u00e9xico auf dem Meer f\u00fcr Sargassum zust\u00e4ndig, die ersten 50 Seemeilen ab der K\u00fcste fallen unter die Zust\u00e4ndigkeit des Zona Federal Maritimo Terrestre (ZOFEMAT) und liegt Sargassum am Strand, sind die Gemeinde (\u00f6ffentliche Str\u00e4nde) oder die Hotels (gepachtete Str\u00e4nde) zust\u00e4ndig. Start-Ups, die aus Sargassum Biogas oder D\u00fcnger herstellen wollen, w\u00fcrden das Sammeln der Algen auf dem Meer bevorzugen. Dies hat den Vorteil, dass kein Sand mit den Algen vom Strand abgetragen wird. Auch Hotelbetreibende bevorzugen die Entfernung auf dem Meer, damit ihre G\u00e4ste die Algen am Strand nicht sehen und unbeschwert baden gehen k\u00f6nnen. Sie haben in Barrieren, Boote, spezielle Sauger und F\u00f6rderb\u00e4nder investiert. \u201eAber die Reinigung auf dem Meer ist ein b\u00fcrokratischer Albtraum\u201c, berichtet Rosa Garc\u00eda, die seit vielen Jahren versucht, ein Sargassum-Protokoll zu etablieren und mit Unternehmen, Politiker:innen und Beh\u00f6rden zusammenarbeitet. Die b\u00fcrokratischen H\u00fcrden sind aber bei Weitem nicht die einzige Herausforderung: W\u00e4hrend Wissenschaftler:innen, wie Rosa Garc\u00eda, versuchen, gemeinsam mit anderen Beteiligten Rahmenbedingungen und Richtlinien zu etablieren, um die Algen-Situation m\u00f6glichst kontrollieren zu k\u00f6nnen, befinden sie sich in einer Situation, in der sie permanent neues Wissen \u00fcber Sargassum \u2013 \u00fcber dessen Agency in k\u00fcstennahen, karibischen Gew\u00e4ssern wenig bekannt ist \u2013 generieren. So zeigen neuere Studien und Testreihen den hohen Arsen- und Schwermetallgehalt der Algen auf. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse f\u00fchren neben b\u00fcrokratischen Herausforderungen, Rechtsunsicherheit und hartn\u00e4ckigen Differenzen zwischen einzelnen Akteur:innen hinsichtlich der Frage, was Sargassum eigentlich ist, zu einer Situation, in der gemeinsames Arbeiten kaum m\u00f6glich ist. Die K\u00e4mpfe um die Zust\u00e4ndigkeit, um Umweltvorschriften und die Finanzierung des Umgangs mit Sargassum werden durch Rivalit\u00e4t, verschiedene Interessen und unterschiedliche Wissensbest\u00e4nde der Akteur:innen noch versch\u00e4rft.<\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Gedanken<\/strong><\/p>\n<p>Was haben Landwirtschaft in Vanuatu, Wasser in Deutschland und Algen in Mexiko gemeinsam? Zun\u00e4chst k\u00f6nnten wir sie als illustrierende lokale Praktiken in Zeiten des sich global ver\u00e4ndernden Planeten rahmen.<br \/>\nW\u00e4hrend unseres Treffens zu diesem Blogbeitrag sind wir jedoch, beeinflusst von ethnographischen Beispielen, auf die einzelnen allt\u00e4glichen, nicht immer einfachen oder glatt laufenden Auseinandersetzungen und Spannungsverh\u00e4ltnisse zwischen verschiedenen Akteur:innen gesto\u00dfen. Diese sind von verschiedenen notwendigen Kollaborationen gepr\u00e4gt, welche sich durch ihre lokalen und auch globalen Verflechtungen auszeichnen.<\/p>\n<p>Als wichtig erwies sich dabei zum einen die Konzentration auf lokale Handlungen des Alltags. Fortune et al. (2021) weisen beispielsweise auf den von Elinoff und Vaughan (2020) gepr\u00e4gten Begriff \u201equotidian Anthropocene\u201c hin, um sozial- und kulturanthropologische Forschungen anzuregen, die Herausforderungen des Anthropoz\u00e4ns immer in der doppelten Bedeutung von global und lokal angehen, und sowohl das Partikulare und Spezifische, als auch gleichzeitig die gemeinsamen planetaren Herausforderungen beachten. Und zum anderen ist uns wichtig, mit sozial- und kulturanthropologischer Vorgehensweise diesen lokalen Beispielen der allt\u00e4glichen Handlungen entlang von Reibungen (in Bezug auf Wissen) im Sinne des von Anna Tsing verwendeten Konzepts \u201efriction\u201c (2005) zu folgen. Mit diesem weist Tsing auf die vielf\u00e4ltigen und oft widerspr\u00fcchlichen Interaktionen hin, die die Welt formen und gestalten.. Dabei sehen wir diese Reibungen nicht als Hindernisse, sondern als Prozesse, bei denen Menschen Handlungsoptionen und Konzepte in Zeiten neuer Problematiken schaffen.<\/p>\n<p>Aus unseren Forschungskontexten ergibt sich, dass lokal beobachtete (Umwelt\u001e)Ver\u00e4nderungen, Prognosen, unterschiedliche Handlungsoptionen und L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten mit verschiedenen \u00f6kologischen und sozialen Ver\u00e4nderungen zusammenspielen. Ein Zusammentreffen von Wissen aus unterschiedlichen Zusammenh\u00e4ngen, von globalen, nationalen, regionalen und lokalen Interessen geschieht im Kontext von neuen Herausforderungen und kann neue Unsicherheiten erzeugen. Es zeigt sich jedoch, dass neue Prozesse des Wandels und daraus resultierende Unsicherheiten innovative und zukunftsgewandte Prozesse des Zusammenarbeitens erfordern \u2013 diese sind zwar nicht konfliktfrei, stellen aber dennoch kreative Prozesse der Wissensproduktion dar und bilden neue Formen von Beziehungen zu menschlichen und nicht-menschlichen Akteur:innen. Pr\u00e4ferierte Optionen und Handlungen vor Ort sind nicht (nur) Resultat von (gescheiterter oder gegl\u00fcckter) Vermittlung von Wissen \u00fcber verschiedene Kan\u00e4le oder von Konflikten und Spannungen aus einem Zusammentreffen von Expert:innen- und Alltagswissen oder &#8218;indigenem&#8216; Wissen. Sondern sie weisen immer auf das lokal erarbeitete Neue in seiner derzeitigen \u00fcberlokalen Vernetzung hin.<br \/>\nIm Zuge der globalen Verbindungen (Tsing 2005) und somit Herausforderungen sehen wir f\u00fcr die Sozial- und Kulturanthropologie die Aufgabe, aus einzelnen Forschungslokalit\u00e4ten heraus miteinander in einen Dialog zu treten, bei dem lokalisierte Wissenspraktiken in Bezug zueinander gesetzt werden. Wir schlagen vor, dies nicht nur als Austausch zu einem zuvor gew\u00e4hlten \u00dcberthema vorzunehmen, sondern entlang von Reibungsmomenten im Feld (aber auch jenen im fachlichen Austausch) dar\u00fcber nachzudenken, wie neue Konzeptionen von (Um)Welt erarbeitet werden. So spielt in Brandenburg die Option, durch technische L\u00f6sungen wieder die Gestaltungsm\u00f6glichkeit der Wasserlandschaft zu erlangen, eine zentrale Rolle. In Vanuatu entscheiden sich immer mehr Menschen daf\u00fcr, zur Sicherung ihres Lebensunterhalts auch auf die lokale Praxis der Diversifizierung zur\u00fcckzugreifen, statt den Ratschl\u00e4gen von Agrarexpert:innen zu folgen. In Mexiko wird das Verhandeln der Antwort auf die Frage, was Sargassum ist, immer dringlicher, um Entscheidungen bezogen auf den Umgang mit den Algen treffen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dies bedarf weiterer fachlicher Auseinandersetzungen mit sowohl emischen als auch fachspezifischen Konzepten (vgl. Holbraad 2017) f\u00fcr die nie zuvor dagewesenen Herausforderungen unserer Zeit. Wir sehen die Notwendigkeit, diese Prozesse des Erarbeitens entlang von Reibungen und Irritationen, die wir in unseren Feldern beobachtet haben, auch in unsere wissenschaftliche Zusammenarbeit einzubringen. In einem ersten Schritt werden daf\u00fcr im Dialog mit allen beteiligten Akteur:innen, einschlie\u00dflich der Wissenschaftler:innen aus den einzelnen Forschungslokalit\u00e4ten heraus, die lokal relevanten Konzepte, Differenzen und Spannungsverh\u00e4ltnisse untersucht und ihre Charakteristika herausgearbeitet.<\/p>\n<p>In einem weiteren Schritt kann dann \u2013 und dazu soll dieser Blogbeitrag anregen \u2013 ein Prozess stattfinden, der unterschiedliche lokale Forschungen miteinander in Dialog setzt, um auch auf dieser Ebene aus den Spannungen, Differenzen und \u201efrictions\u201d neues Wissen zu kreieren. Dadurch kann es zu einer Ver\u00e4nderung unserer (wissenschaftlichen) Konzepte kommen, die einer Situation der globalen Verflechtungen lokaler Ver\u00e4nderungsprozesse gerechter werden als die vorhandenen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<div style=\"text-indent: -2em; padding-left: 2em;\">Blaser, Mario, und Marisol de La Cadena. 2018. \u201cPluriverse: Poposals for a World of Many Worlds.\u201d In A World of Many Worlds, edited by Marisol d. La Cadena and Mario Blaser, 1\u201322. Durham: Duke University Press.<\/div>\n<div style=\"text-indent: -2em; padding-left: 2em;\">Elinoff, Eli, und Tyson Vaughan. 2021. Disastrous Times: University of Pennsylvania Press.<\/div>\n<div style=\"text-indent: -2em; padding-left: 2em;\">Emde, Sina, Eveline D\u00fcrr, und Philipp Schorch. 2020. \u201cExperiencing Pacific Environments: Pasts, Presents, Futures.\u201d The Contemporary Pacific 32 (1): 1\u201320. https:\/\/doi.org\/10.1353\/cp.2020.0001.<\/div>\n<div style=\"text-indent: -2em; padding-left: 2em;\">Fortun, Kim, James Adams, Tim Sch\u00fctz, und Scott Gabriel Knowles. 2021. \u201cKnowledge Infrastructure and Research Agendas for Quotidian Anthropocenes: Critical Localism with Planetary Scope.\u201d The Anthropocene Review 8 (2): 169\u201382. https:\/\/doi.org\/10.1177\/20530196211031972.<\/div>\n<div style=\"text-indent: -2em; padding-left: 2em;\">Holbraad, Martin, und Morten Axel Pedersen. 2017. The Ontological Turn: An Anthropological Exposition. New departures in anthropology. Cambridge: Cambridge University Press.<\/div>\n<div style=\"text-indent: -2em; padding-left: 2em;\">Hulme, M. 2010. \u201cCosmopolitan Climates: Hybridity, Foresight and Meaning.\u201d Theory, Culture &amp; Society 27 (2-3): 267\u201376. https:\/\/doi.org\/10.1177\/0263276409358730.<\/div>\n<div style=\"text-indent: -2em; padding-left: 2em;\">Linton, Jamie; Budds, Jessica (2014): The hydrosocial cycle: Defining and mobilizing a relational-dialectical approach to water. In: Geoforum 57, S. 170\u2013180. DOI: 10.1016\/j.geoforum.2013.10.008.<\/div>\n<div style=\"text-indent: -2em; padding-left: 2em;\">Pascht, Arno. 2019. \u201cKlaemet Jenj Worlds. Approaching Climate Change and Knowledge Creation in Vanuatu.\u201d Journal de la Soci\u00e9t\u00e9 des Oc\u00e9anistes, no. 149: 235\u201344. https:\/\/doi.org\/10.4000\/jso.11257.<\/div>\n<div style=\"text-indent: -2em; padding-left: 2em;\">Pratt, Marie-Louise. 1991. Arts of the contact zone. Profession: 33\u201340.<\/div>\n<div style=\"text-indent: -2em; padding-left: 2em;\">R\u00f6ssig, Wiebke (2015): Ordnung und Unordnung. Berlin, Humboldt Universit\u00e4t zu Berlin, Diss., 2012. Humboldt Universit\u00e4t zu Berlin, Philosophische Fakult\u00e4t I, Berlin.<\/div>\n<div style=\"text-indent: -2em; padding-left: 2em;\">Strathern, Marilyn. 1988. The Gender of the Gift: Problems with Women and Problems with Society in Melanesia. Studies in Melanesian anthropology 6. Berkeley: University of California Press.<\/div>\n<div style=\"text-indent: -2em; padding-left: 2em;\">Tsing, Anna Lowenhaupt. 2005. Friction: An Ethnography of Global Connection. Princeton, N.J. Princeton University Press.<\/div>\n<div style=\"text-indent: -2em; padding-left: 2em;\">Tsing, Anna Lowenhaupt. 2012. Unruly edges. Mushrooms as companion species. Environmental Humanities, no. 1(1): 141\u2013154.<\/div>\n<div style=\"text-indent: -2em; padding-left: 2em;\">Tsing, Anna Lowenhaupt, Andrew Mathews, und Nils Bubandt. 2019. Patchy Anthropocene: Landscape Structure, Multispecies History, and the Retooling of Anthropology: An Introduction to Supplement 20. Current Anthropology, no. 60(20): 186\u2013197.<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.iri-thesys.org\/people-pages\/desiree-hetzel\/\"><strong>Desir\u00e9e Hetzel<\/strong><\/a> arbeitet derzeit als Postdoktorandin am Institut f\u00fcr Europ\u00e4ische Ethnologie und dem I<a href=\"https:\/\/www.iri-thesys.org\">RI THESys<\/a> an der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin. Sie forscht im transdisziplin\u00e4ren Projekt Climate and Water Change (<a href=\"https:\/\/www.cliwac.de\">CliWaC<\/a>) zu Imaginationen von Hydrosozialen Territorien in Berlin Brandenburg. Dabei arbeitet sie mit Expter:innen des Alltags vor Ort, interdisziplin\u00e4r mit Wissenschaftler*innen im Projekt und kooperiert mit dem Experimantallabor f\u00fcr Wissenschaftskommunikation <a href=\"https:\/\/www.anthroposcenes.de\/\">AnthropoScenes<\/a>. Zuvor forschte Desir\u00e9e im Rahmen ihrer Promotionsforschung mit Arno Pascht zu Klimawandel und Gartenbau in Vanuatu.<\/em><\/p>\n<p><em><strong><a href=\"https:\/\/www.laura-otto.com\/\">Laura Otto<\/a> (Dr. phil.)<\/strong>\u00a0ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut f\u00fcr Kulturanthropologie und Europ\u00e4ische Ethnologie an der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt am Main. Aktuell forscht sie im Rahmen ihres von der DFG-gef\u00f6rderten Projektes zu Umgangsweisen mit sch\u00e4dlichen Algenbl\u00fcten in der Karibik, prim\u00e4r in Mexiko.<\/em><\/p>\n<p><em><strong><a href=\"https:\/\/www.ethnologie.uni-muenchen.de\/personen\/emeriti\/pascht\/index.html\">Arno Pascht<\/a> (Dr. phil.)<\/strong> war in den letzten Jahren als Sozial- und Kulturanthropologe an mehreren sozialwissenschaftlichen und interdisziplin\u00e4ren Forschungsprojekten zu verschiedenen Umweltthemen in Ozeanien beteiligt und hat mehrj\u00e4hrige Feldforschungserfahrung in dieser Region. Die Darstellung in diesem Blogbeitrag stammt aus der Forschung im Rahmen seines DFG-Projekts zu <a href=\"https:\/\/www.ethnologie.uni-muenchen.de\/personen\/emeriti\/pascht\/project-description_2018.pdf\">Lokalisierung von Klimawandelwissen und -praktiken in Vanuatu<\/a>.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":21,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"autor":[436,668,669],"class_list":["post-11076","contestedknowledge","type-contestedknowledge","status-publish","hentry","autor-laura-otto","autor-desiree-hetzel","autor-arno-pascht"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/contestedknowledge\/11076","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/contestedknowledge"}],"about":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/contestedknowledge"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/21"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/contestedknowledge\/11076\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11087,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/contestedknowledge\/11076\/revisions\/11087"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11076"}],"wp:term":[{"taxonomy":"autor","embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/autor?post=11076"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}