{"id":10909,"date":"2023-05-30T07:00:56","date_gmt":"2023-05-30T05:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/boasblogs.org\/?post_type=capitalism&#038;p=10909"},"modified":"2023-05-30T15:07:29","modified_gmt":"2023-05-30T13:07:29","slug":"okonomische-anthropologie-im-nach-krisenmodus","status":"publish","type":"capitalism","link":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/researchingcapitalism\/okonomische-anthropologie-im-nach-krisenmodus\/","title":{"rendered":"\u00d6konomische Anthropologie im (Nach-)Krisenmodus"},"content":{"rendered":"\n<style>\n\t.dkpdf-download-icon { height: 1.5rem; }\n<\/style>\n\n\n\n\t<div class=\"dkpdf-button-container\" style=\" text-align:right \">\n\n\t\t<a class=\"dkpdf-button\" href=\"\/de\/wp-json\/wp\/v2\/capitalism\/10909?pdf=10909\" target=\"_blank\">\n\t\t\t<img src='\/wp-content\/themes\/boasblogs\/dkpdf\/download_red.svg' class=dkpdf-download-icon'\/>\n\t\t<\/a>\n\t\n\t\t<!-- <a class=\"dkpdf-button\" href=\"\/de\/wp-json\/wp\/v2\/capitalism\/10909?pdf=10909\" target=\"_blank\"><span class=\"dkpdf-button-icon\"><i class=\"fa fa-file-pdf-o\"><\/i><\/span> Download PDF<\/a> &rarr; -->\n\n\t<\/div>\n\n<p>Just zu dem Zeitpunkt, als ich 2008 in Bahrain f\u00fcr meine Masterarbeit zum Thema Islamic Finance Feldforschung betrieb, brach im euro-amerikanischen Raum eine kapitalistische Welt zusammen. Spekulationen im US-amerikanischen Immobilienmarkt st\u00fcrzten die Finanzwirtschaft in eine tiefe Vertrauenskrise, die schon bald sehr reale Auswirkungen hatte. In den USA verloren nahezu zehn Millionen Menschen ihr Eigenheim, in Europa \u00fcber f\u00fcnf Millionen ihre Arbeit. Jahrelang war die Wirtschaft am Boden, was unter anderem zu staatlichen Budgetk\u00fcrzungen in nahezu allen Bereichen f\u00fchrte, von der Altersvorsorge bis zum Bildungswesen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Meine Gespr\u00e4chspartner*innen in Bahrain schmunzelten im Sommer 2008 noch \u00fcber die Entwicklungen auf den Finanzm\u00e4rkten und sahen in ihr den Beweis, dass ihre &#8222;islamkonforme&#8220; Finanzpraxis den &#8222;konventionellen&#8220; Praktiken nicht nur moralisch, sondern auch in Bezug auf die Krisenanf\u00e4lligkeit \u00fcberlegen war. Das Lachen verging ihnen jedoch, als im Zuge der Finanzkrise auch die Immobilienblase auf der arabischen Halbinsel platzte \u2013 ein Sektor, in den islamische Banken mit Vorliebe ihr Kapital investiert hatten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die Finanzkrise ab 2008 \u00e4nderte die \u00f6ffentliche Wahrnehmung und das Selbstverst\u00e4ndnis der Finanzbranche. Und sie hat mein Denken \u00fcber Finanzm\u00e4rkte und Kapitalismus gepr\u00e4gt \u2013 zwei Themen, die seit diesen ersten Gehversuchen in Bahrain im Mittelpunkt meiner akademischen T\u00e4tigkeit stehen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10910\" src=\"https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-1-920x646.jpg\" alt=\"\" width=\"920\" height=\"646\" srcset=\"https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-1-920x646.jpg 920w, https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-1-1440x1012.jpg 1440w, https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-1-1536x1079.jpg 1536w, https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-1-920x646@2x.jpg 1840w\" sizes=\"auto, (max-width: 920px) 100vw, 920px\" \/><figcaption>\n<p style=\"font-size: 80%; line-height: 125%;\"><em>Deutsche Finanzinfrastruktur: Skyline von Frankfurt (Credits: Christian Wolf)<\/em><\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Als angehender Wirtschaftsanthropologe wurde mir damals klar, dass diese neue Krise nicht nur neue politische L\u00f6sungen, sondern auch einen neuen ethnographischen Blick auf das, was wir als &#8222;Wirtschaft&#8220; verstehen, erforderte. Wirtschaft, so war (und bin) ich der \u00dcberzeugung, muss prim\u00e4r kulturell gedacht werden. Als Feld, das ma\u00dfgeblich pr\u00e4gt, wie wir uns Gesellschaft denken, wie wir zusammenleben, wie wir (inter-)agieren \u2013 eine neue Wirtschaftsanthropologie f\u00fcr eine neue Welt nach der Krise! Ich beschloss deshalb, mich f\u00fcr meine Doktoratsforschung ins Herzen der Finanzwelt zu begeben und den Kapitalismus aus Sicht zentraler Akteur*innen, den Finanzanalyst*innen, zu verstehen (Leins 2018).<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die Wirtschaftsanthropologie war zu dieser Zeit im deutschsprachigen Raum noch stark von Handlungs- und Entscheidungstheorien geleitet. Zentral waren hier vor allem Fragen nach \u00f6konomischem Handeln und wirtschaftlicher Organisation in gesellschaftlichen Bereichen, die nicht prim\u00e4r als &#8222;\u00f6konomisch&#8220; verstanden wurden. Neben substantivischen Ans\u00e4tzen wurde in der deutschen Anthropologie nun zwar auch vermehrt mit kritischen Konzepten aus der Wirtschaftswissenschaft gearbeitet (etwa der Neuen Institutionen\u00f6konomik, siehe z.B. Finke 2004). Angewandt wurden diese allerdings fast ausschlie\u00dflich in der Analyse nicht-kapitalistischer Kontexte.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Aus dem englischsprachigen Raum waren indes erste Ethnographien bekannt, die versuchten, einen neuen Umgang mit dem &#8222;\u00d6konomischen&#8220; zu finden und dabei auch auf kapitalistische Kontexte fokussierten (siehe z.B. Hertz 1998, Zaloom 2003, Ho 2009). Diese Werke wurden im deutschsprachigen Raum aber nur bedingt gelesen und besprochen. Die gro\u00dfe Schwester Soziologie war da ein bisschen weiter. Dort gab es schon vor dem Fall von Lehman Brothers Bestrebungen, Wirtschaft neu zu denken \u2013 auch in Abgrenzung zu marxistischen Ans\u00e4tzen. So wurde in der Soziologie zum Beispiel viel \u00fcber die Performativit\u00e4t \u00f6konomischen Wissens gesprochen. Der Performativit\u00e4tsansatz kann quasi als Befriedung der formalistischen und substantivistischen Position gelesen werden. Denn, wie die &#8222;performativity studies&#8220; zeigten, funktionieren M\u00e4rkte empirisch gesehen zwar tats\u00e4chlich global \u00e4hnlich (die formalistische Argumentation). Das ist allerdings nicht so, weil Marktlogiken Naturgesetze w\u00e4ren, sondern weil sie durch \u00f6konomische Expertise &#8222;formatiert&#8220; werden (siehe dazu Callon 1998, alle Beitr\u00e4ge in McKenzie, Muniesa und Siu 2007).<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Angels\u00e4chsische anthropologische Arbeiten nahmen diesen Trend auf, belegten ihn empirisch oder kritisierten ihn (siehe Miller 2002, Riles 2010). Eine eigene Programmatik in Bezug auf aktuelle Entwicklungen im finanzialisierten Kapitalismus zeichnete sich aber nicht ab.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Als ich 2015 Gastforscher an der London School of Economics war, hatte ich das Gl\u00fcck, dass mir Laura Bear als Mentorin zugeteilt wurde. In Gespr\u00e4chen mit ihr wurde mir klar, dass sie und andere f\u00fchrende Anthropologinnen im Begriff waren, diese L\u00fccke zu f\u00fcllen. Im M\u00e4rz 2015 wurde das Gens-Manifest publiziert mit dem Ziel, der Nachkrisen-Anthropologie einen Fahrplan vorzulegen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das Manifest von Laura Bear, Karen Ho, Anna Tsing und Sylvia Yanagisako (2015) stellt die ethnographische Arbeit ins Zentrum der Analyse kapitalistischer Entwicklungen und fordert einen empiriebasierten und undogmatischen Zugang zur Erforschung zeitgen\u00f6ssischer Wirtschaftsprozesse. Dabei machen sich die Autorinnen in Anlehnung an f\u00fchrende feministische Denker*innen wie Gibson-Graham (1996, 2014) stark daf\u00fcr, die Kategorie des &#8222;\u00d6konomischen&#8220; nicht als gegeben zu betrachten. In der Tat hat es gerade die neuere Wirtschaftssoziologie verpasst, sich kritisch gegen\u00fcber dieser Kategorie zu positionieren. So haben zum Beispiel gerade auch die &#8222;performativity studies&#8220; ein \u00fcberh\u00f6htes Bild wirtschaftlicher Expertise produziert, ohne die daf\u00fcr zu Grunde liegende Kategorie des \u00d6konomischen kritisch zu diskutieren (siehe dazu auch die Kritik von Butler 2010).<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Eine Historisierung der Kategorie Wirtschaft ist, wie die Autorinnen aufzeigen, jedoch eine Notwendigkeit, wenn man einen feministischen Blick auf zeitgen\u00f6ssische kapitalistische Gegebenheiten entwickeln m\u00f6chte. Denn die Produktion von Trennungen zwischen dem \u00d6konomischen und dem Sozialen (sowie auch dem Politischen und Kulturellen) ist Teil einer patriarchalen Logik, die dem Mann die Sph\u00e4re der produktiven Arbeit zuweist und die Frau in die Sph\u00e4re des Privaten, der reproduktiven Arbeit und der Sorgearbeit verbannt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das Manifest ist dar\u00fcber hinaus aber auch eine Aufforderung, sich mit den kleinen Details und oft widerspr\u00fcchlichen Handlungsweisen innerhalb des Kapitalismus zu besch\u00e4ftigen. Es ist ein flammendes Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine rigide ethnographische Besch\u00e4ftigung mit den Logiken, Narrativen und Praktiken, die Menschen der \u00f6konomischen Sph\u00e4re zuordnen.<\/p>\n<p>Das Gens-Manifest ist auch deshalb so stark, weil es eine Alternative bietet zu einer neueren &#8222;grand theory&#8220; der Wirtschaftsanthropologie \u2013 dem Neoliberalismus.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Dieser beschreibt kapitalistische Prozesse zu oft als programmatisch und in eine in eine klare, vorgeschriebene Richtung gehend. <i>Gens<\/i> bietet hier die M\u00f6glichkeit, die ethnographische Forschung zu Neoliberalismus weiterzudenken, Ambivalenzen miteinzubeziehen und gleichzeitig \u00fcber die Generierung kapitalistischer Logiken und Praktiken in einem allenfalls postneoliberalen Zeitalter nachzudenken. Gleich verh\u00e4lt sich die Beziehung zwischen dem Gens-Ansatz und der Finanzialisierung. Die Autorinnen lehnen das Konzept nicht ab, laden aber dazu ein, Widerspr\u00fcchlichkeiten und Abwandlungen ernst zu nehmen und in die Analyse einzubauen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10912\" src=\"https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-2-UBS-690x920.jpg\" alt=\"\" width=\"690\" height=\"920\" srcset=\"https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-2-UBS-690x920.jpg 690w, https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-2-UBS-1080x1440.jpg 1080w, https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-2-UBS-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-2-UBS-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-2-UBS-scaled.jpg 1920w, https:\/\/boasblogs.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Bild-2-UBS-690x920@2x.jpg 1380w\" sizes=\"auto, (max-width: 690px) 100vw, 690px\" \/><figcaption>\n<p style=\"font-size: 80%; line-height: 125%;\"><em> \u201eWill the world always be this unpredictable?\u201c UBS Werbung am Flughafen Z\u00fcrich (Credits: Stefan Leins)<\/em><\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Gerade aktuelle Ereignisse im wirtschaftspolitischen Feld, etwa protektionistische Ma\u00dfnahmen, lassen vermuten, dass wir es mit neuen Dynamiken zu tun haben, die nicht anhand einer reinen Marktbefreiungslogik erkl\u00e4rt werden k\u00f6nnen. Weiter haben logistische Herausforderungen in transnationalen Lieferketten dazu gef\u00fchrt, dass in bestimmten Bereichen Effekte auftreten, die Beobachter*innen als &#8222;deglobalisation&#8220; bezeichnen (siehe Tooze 2023). Eine \u00f6konomische Anthropologie im (Nach-)krisenmodus muss \u2013 ganz gem\u00e4\u00df <i>Gens<\/i> \u2013 solche Gegenbewegungen mitber\u00fccksichtigen, um die aktuelle Lage beschreiben zu k\u00f6nnen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Angesichts multipler Krisen \u2013 seit 2008 hatten wir eine Finanzkrise, eine (vermeintliche) Fl\u00fcchtlingskrise, eine pandemiebedingte Gesundheitskrise, eine fortw\u00e4hrende Klimakrise und nun mit dem russischen \u00dcberfall auf die Ukraine auch noch eine europ\u00e4ische Sicherheitskrise \u2013 f\u00fchrt das Gens-Manifest die \u00f6konomische Anthropologie also in einen (Nach-)Krisenmodus, der wohl so schnell nicht wieder vorbei geht. Das Gens-Manifest erinnert uns dabei an die Kernkompetenz unserer Disziplin: Die akribische ethnographische Arbeit, deren Ziel es nicht prim\u00e4r ist, Theorien zu best\u00e4tigen oder zu widerlegen, sondern unterschiedliche Lebenswelten inklusive ihrer divergierenden Vorstellungen und Praktiken zu erschlie\u00dfen und sichtbar zu machen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Anmerkungen<\/b><\/p>\n<p><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Ich danke Mario Schmidt, der die Neoliberalismus-Literatur in einem pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch mal als &#8222;grand theory&#8220; bezeichnet hat. Wie bei vielen Dingen hatte er damit absolut recht.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Literatur<\/b><\/p>\n<div style=\"text-indent: -2em; padding-left: 2em;\">\n<p>Bear, Laura, Karen Ho, Anna Lowenhaupt Tsing und Sylvia Yanagisako. 2015. Gens: A Feminist Manifesto for the Study of Capitalism. <i>Cultural Anthropology<\/i>, online: <a href=\"https:\/\/culanth.org\/fieldsights\/gens-a-feminist-manifesto-for-the-study-of-capitalism\">https:\/\/culanth.org\/fieldsights\/gens-a-feminist-manifesto-for-the-study-of-capitalism<\/a>.<\/p>\n<p>Butler, Judith. 2010. Performative Agency. <i>Journal of Cultural Economy<\/i> 3 (2): 147-161.<\/p>\n<p>Callon, Michel. 1998. <i>The Laws of the Markets<\/i>. Oxford: Blackwell Publishing.<\/p>\n<p>Finke, Peter. 2004. <i>Nomaden im Transformationsprozess. Kasachen in der post-sozialistischen Mongolei<\/i>. M\u00fcnster: Lit Verlag.<\/p>\n<p>Gibson-Graham, J. K. 1996. <i>The End of Capitalism (As We Knew It): A Feminist Critique of Political Economy<\/i>. Oxford: Blackwell.<\/p>\n<p>Gibson-Graham, J. K. 2014. Rethinking the Economy with Thick Description and Weak Theory. <i>Current Anthropology<\/i> 55 (S9): 147-153.<\/p>\n<p>Harvey, David. 2005. <i>A Brief History of Neoliberalism<\/i>. Oxford: Oxford University Press.<\/p>\n<p>Hertz, Ellen. 1998. <i>The Trading Crowd: An Ethnography of the Shanghai Stock Market<\/i>. Cambridge: Cambridge University Press.<\/p>\n<p>Ho, Karen. 2009. <i>Liquidated: An Ethnography of Wall Street<\/i>. Durham, NC: Duke University Press.<\/p>\n<p>Leins, Stefan 2018. <i>Stories of Capitalism: Inside the Role of Financial Analysts<\/i>. Chicago: University of Chicago Press.<\/p>\n<p>MacKenzie, Donald, Fabian Muniesa und Lucia Siu. 2007. Hrsg. <i>Do Economists Make<\/i><\/p>\n<p><i>Markets? On the Performativity of Economics<\/i>. Princeton, NJ: Princeton University Press.<\/p>\n<p>Miller, Daniel. 2002. Turning Callon the Right Way Up. <i>Economy and Society<\/i> 31 (2): 218-233.<\/p>\n<p>Riles, Annelise. 2010. Collateral Expertise: Legal Knowledge in the Global Financial Markets. <i>Current Anthropology<\/i> 51 (6): 795-818.<\/p>\n<\/div>\n<p><em><strong>Stefan Leins<\/strong> ist Juniorprofessor f\u00fcr Ethnologie mit Schwerpunkt Kulturen der \u00d6konomie an der Universit\u00e4t Konstanz. Davor war er Oberassistent am Institut f\u00fcr Sozialanthropologie und Kulturwissenschaften der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, Gastforscher an der London School of Economics and Political Science (LSE) und lehrte an den Universit\u00e4ten Liechtenstein, Luzern und Trondheim. Leins arbeitet zu den Themen Rohstoffhandel, Lieferketten, Finanzm\u00e4rkte, Prognoseverfahren, Nachhaltigkeit und sozial verantwortliches Investieren. Sein Buch Stories of Capitalism: Inside the Role of Financial Analysts wurde 2018 von der University of Chicago Press ver\u00f6ffentlicht.<\/em><\/p>\n","protected":false},"author":21,"featured_media":0,"menu_order":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"autor":[121],"class_list":["post-10909","capitalism","type-capitalism","status-publish","hentry","autor-stefan-leins"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/capitalism\/10909","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/capitalism"}],"about":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/capitalism"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/21"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/capitalism\/10909\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10915,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/capitalism\/10909\/revisions\/10915"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10909"}],"wp:term":[{"taxonomy":"autor","embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/autor?post=10909"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}