{"id":10855,"date":"2023-05-02T07:00:22","date_gmt":"2023-05-02T05:00:22","guid":{"rendered":"https:\/\/boasblogs.org\/?post_type=capitalism&#038;p=10855"},"modified":"2023-05-10T18:57:31","modified_gmt":"2023-05-10T16:57:31","slug":"gens","status":"publish","type":"capitalism","link":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/researchingcapitalism\/gens\/","title":{"rendered":"Gens"},"content":{"rendered":"\n<style>\n\t.dkpdf-download-icon { height: 1.5rem; }\n<\/style>\n\n\n\n\t<div class=\"dkpdf-button-container\" style=\" text-align:right \">\n\n\t\t<a class=\"dkpdf-button\" href=\"\/de\/wp-json\/wp\/v2\/capitalism\/10855?pdf=10855\" target=\"_blank\">\n\t\t\t<img src='\/wp-content\/themes\/boasblogs\/dkpdf\/download_red.svg' class=dkpdf-download-icon'\/>\n\t\t<\/a>\n\t\n\t\t<!-- <a class=\"dkpdf-button\" href=\"\/de\/wp-json\/wp\/v2\/capitalism\/10855?pdf=10855\" target=\"_blank\"><span class=\"dkpdf-button-icon\"><i class=\"fa fa-file-pdf-o\"><\/i><\/span> Download PDF<\/a> &rarr; -->\n\n\t<\/div>\n\n<p class=\"p4\"><i>Der zweisprachige boasblog <\/i>Researching Capitalism<i> sucht nach ethnographischen M\u00f6glichkeiten, um den zeitgen\u00f6ssischen Kapitalismus zu erforschen. Im Zentrum steht dabei ein Manifest (\u201eGens\u201c), das einen feministischen Ansatz verfolgt und sich gegen etablierte Modelle etwa von Karl Marx, Michel Foucault oder Michel Callon positioniert. Indem die Autorinnen Laura Bear, Karen Ho, Anna Tsing und Sylvia Yanagisako eine substantivistische Grundidee weiterentwickeln, richten sie ihren Fokus auf die heterogenen, allt\u00e4glichen und relationalen Dimensionen der fortw\u00e4hrenden Genese kapitalistischer Beziehungen. Der folgende Beitrag ist eine \u00dcbersetzung des <\/i><a href=\"https:\/\/culanth.org\/fieldsights\/gens-a-feminist-manifesto-for-the-study-of-capitalism\"><span class=\"s1\"><i>Manifests<\/i><\/span><\/a><i>, das 2015 in der Blogserie \u201eTheorizing the Contemporary\u201c der Zeitschrift <\/i>Cultural Anthropology <i>erschien. Wir hoffen, damit einen kritischen Impuls f\u00fcr deutschsprachige Seminarr\u00e4ume und breitere Diskurse zu geben sowie zur Debatte der Themen Kapitalismus, \u00d6konomie und Feminismus beizutragen.<\/i><\/p>\n<p class=\"p7\">\u00dcbersetzung: Tim Burger<\/p>\n<ol class=\"ol1\">\n<li class=\"li1\"><span class=\"s1\"><span class=\"s1\"><strong>Was ist Gens?<\/strong><br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">Unser Titel signalisiert eine grundlegende Neudefinition des historisch vielschichtigen Begriffs \u201eGens\u201c. Gens begann als r\u00f6misches Konzept einer m\u00e4nnlich begr\u00fcndeten Familieneinheit, bevor es erweitert wurde, um soziale Unterschiede wie etwa aristokratische Abstammungslinien zu beschreiben. Lewis Henry Morgan ver\u00e4nderte das Konzept weiter, indem er darauf die ethnologische Untersuchung von Verwandtschaft begr\u00fcndete sowie die \u201eurspr\u00fcnglichen\u201c matriarchalen Wurzeln von Gemeinschaft aufzeigte (Trautmann 1992; Feeley-Harnik 2002). Friedrich Engels griff schlie\u00dflich auf Morgan zur\u00fcck, um zu argumentieren, dass die patriarchale Form von Gens das Ende matriarchaler Systeme herbeif\u00fchrte. Gleichzeitig ist Gens auch die etymologische Wurzel von Gender, Genus, Genre, Generation und generieren. F\u00fcr unser Anliegen ist dieser Begriff konstruktiv, da er eine lange Geschichte der Aneignung menschlicher und nicht-menschlicher Lebenskr\u00e4fte durch soziale Formen in sich tr\u00e4gt. Seine vielseitige Verwendung regt zur Reflexion \u00fcber die spezifische Darstellung dieser Lebenskr\u00e4fte an, welche wiederum Formen sozialer Ungleichheit f\u00f6rdern. Dar\u00fcber hinaus verweist Gens spezifisch auf eine Geschichte voller Widerspr\u00fcche zwischen m\u00e4nnlicher Autorit\u00e4t und weiblichen Verwandtschaftsbeziehungen, und damit auf das Spannungsfeld von Inbesitznahme und Generativit\u00e4t, indem soziale Macht <i>per se <\/i>verortet ist. Und schlie\u00dflich spielen wir bei der Aneignung dieses Begriffs bewusst mit der Ironie, dass eine patriarchal begr\u00fcndete Familieneinheit die Wurzel f\u00fcr das Wort \u201eGender\u201c liefert, w\u00e4hrend wir unseren Forschungsansatz zum Kapitalismus in einer emanzipatorischen (jedoch h\u00e4ufig ignorierten) Herkunftslinie feministischer Untersuchungen zu Gender, Verwandtschaft und <i>Race<\/i>, sowie weiteren marginalisierten epistemologischen Ans\u00e4tzen, begr\u00fcnden.<\/p>\n<p class=\"p1\">Gens ist ein vielschichtiger, flexibler Begriff, der unser Interesse an den generativen Kr\u00e4ften des Kapitalismus und den dadurch produzierten Ungleichheiten zum Ausdruck bringt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Unsere Aufmerksamkeit gilt deshalb insbesondere dem <i>generativen <\/i>Aspekt dieses Begriffs, insofern er die Mittel und Mechanismen, d.h. die eigentlichen Prozesse der Generierung von Systemen und Gesellschaften, beleuchtet.<\/p>\n<ul class=\"ul1\">\n<li class=\"li1\">Gens: ein Kollektiv feministischer Abstammung zur Erforschung kapitalistischer Ungleichheit.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">\u25ca<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">\u25ca<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li class=\"li1\"><span class=\"s1\"><span class=\"s1\"><strong>Wieso ein feministisches Manifest?<\/strong><br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">Die intensive Auseinandersetzung mit feministischen Ans\u00e4tzen hat uns dazu veranlasst, die Abgeschlossenheit des Bereichs des \u201e\u00d6konomischen\u201c zu hinterfragen. Unser alternativer Ansatz fokussiert stattdessen auf die ganze Bandbreite produktiver Kr\u00e4fte und Praktiken, wodurch Menschen sich vielgestaltige Existenzgrundlagen erschaffen (und worauf wiederum kapitalistische Ungleichheiten begr\u00fcndet sind), indem sie das Potential von Ressourcen, Geld, Arbeit und Investitionen zu realisieren versuchen. Wir verstehen unsere Intervention als Wiederbelebung feministisch-substantivistischer Ans\u00e4tze zur Sph\u00e4re des \u201eSozio-\u00d6konomischen\u201c (z.B. Kondo 1990; Mills 1999; Ong 1987; Rosaldo 1980; Strathern 1988; Weiner 1992; Wilson 1999; Wolf 1992). Historisch betrachtet erkannten feministische Substantivist:innen zwar, dass die enge Eingrenzung sowie die Entbettung von \u201eMarktbeziehungen\u201c beziehungsweise \u201eNicht-Marktbeziehungen\u201c blo\u00dfe Illusionen waren. Doch obwohl sie aus dieser Einsicht eine Kritik der vorherrschenden Analysen entwickelten, artikulierten sie nie einen eigenen umfassenden Ansatz zur Untersuchung des Kapitalismus. Unsere Neudefinierung und Erweiterung dieser Analysemethode sind auf zweifache Weise hilfreich. Wir k\u00f6nnen dadurch nicht nur jene Modelle \u00fcberwinden, in denen die Welt der Haushalte, der Verwandtschaft, und der \u201enicht-kapitalistischen\u201c Institutionen radikal von der Welt des Marktes abgegrenzt werden, sondern wir entwickeln gleichzeitig auch einen Ansatz des \u201egenerierenden Kapitalismus\u201c, der die Ungleichheiten kapitalistischer sozialer Beziehungen zu fassen vermag.<\/p>\n<ul class=\"ul1\">\n<li class=\"li1\">Feminismus hinterfragt die diskursiven Repr\u00e4sentationen \u201edes \u00d6konomischen\u201c als eigenst\u00e4ndige Sph\u00e4re.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">\u25ca<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">\u25ca<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li class=\"li1\"><span class=\"s1\"><span class=\"s1\"><strong>Die Wirtschaft ist keine Logik, und Kapitalismus nicht ihr Vehikel<\/strong><br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">Trotz der zahlreichen und vielf\u00e4ltigen Versuche, Politik, Gesellschaft und Geschichte in Analysen des Kapitalismus miteinzubeziehen, stellen wir fest, dass in dieser Literatur wieder und wieder eine imaginierte \u201e\u00f6konomische Logik\u201c als treibende Kraft auftaucht. Das \u00d6konomische wird unerm\u00fcdlich als singul\u00e4re Logik gedacht, die einer vorgefertigten Sph\u00e4re entspringt und sich in historischen und kulturellen Realit\u00e4ten ausdr\u00fcckt. Dass \u201edie Wirtschaft\u201c ein etablierter und relativ begrenzter wissenschaftlicher Fokus ist verdeutlicht, wie solch vorgefertigte Welten \u2013 angeblich charakterisiert durch ihnen inh\u00e4rente Praktiken und normierende Logiken \u2013 als selbstverst\u00e4ndlich vorausgesetzt werden. Ethnolog:innen und andere kritische Wissenschaftler:innen (Ho 2005; Kasmir 1999; Ong und Collier 2004; Tsing 2000) schreiben seit langem gegen solche Modelle an. Sie veranschaulichen, dass totalisierende Entw\u00fcrfe \u2013 selbst, wenn sie explizit als Kritik des Kapitalismus formuliert werden \u2013 unweigerlich zur Reproduktion kapitalistischer Tr\u00e4ume und in den Worten von Gibson-Graham (1996) zu \u201ecapitalocentrism\u201c f\u00fchren. Stattdessen verstehen wir Kapitalismus als generiert aus dem relationalen Zusammenwirken produktiver Kr\u00e4fte, die \u00fcber formale \u00f6konomische Modelle, Praktiken, Grenzziehungen und Marktinstrumente hinausgehen. Anstatt Kapitalismus also <i>a priori<\/i> anzunehmen, als eine immer schon determinierende Struktur, Logik und Entwicklung, fragen wir, wie kapitalistische soziale Beziehungen aus uneinheitlichen Lebensprojekten generiert werden. Wir sind nicht an einem singul\u00e4ren Ursprung interessiert, von dem aus eine allumfassende kapitalistische Logik entspringt, und genauso wenig nehmen wir an, dass jede Person von denselben \u00f6konomischen Grundprinzipien geleitet wird. Vielmehr interessieren wir uns f\u00fcr die instabilen und ungewissen Netzwerke des Kapitalismus, die uns umgeben. Diese sind fragiler und intimer, als uns Theorien \u00fcber inh\u00e4rente Kernwiderspr\u00fcche oder determinierende \u00f6konomische Logiken glaubhaft machen wollen. Sie generieren sich aus Heterogenit\u00e4t und Differenz sowie aus unseren vielseitigen Bestrebungen, bestimmte Individuen, Familien oder Gemeinschaften werden zu wollen und zu sein (siehe auch Narotsky und Besnier 2014).<\/p>\n<p class=\"p1\">Mit unserem Ansatz folgen wir wichtigen anthropologischen Beitr\u00e4gen zu dieser Debatte. Wegweisende Beitr\u00e4ge erarbeiteten sowohl die Macht \u00f6konomistischer Praktiken als auch die Vielfalt der sozialen Beziehungen, die dem Kapitalismus immanent sind (Dunn 2008; Elyachar 2005; Miller 2002; Mitchell 1998, 2002). W\u00e4hrend wir aus dieser ergiebigen analytischen Tradition sch\u00f6pfen, um zu betonen, auf welch vielf\u00e4ltige Weise nach Wert gestrebt werden kann und welch konstitutive Kraft Grenzziehungen aus\u00fcben, beginnt unser Ansatz jedoch nicht mit M\u00e4rkten und explizit \u00f6konomischen Praktiken. Stattdessen gilt unser Interesse den diversen und weitreichenden Lebens- und Produktionspraktiken, die etablierte soziale Sph\u00e4ren \u00fcberlagern.<\/p>\n<p class=\"p1\">Es ist an dieser Stelle wichtig hervorzuheben, dass wir den Einfluss und die Macht des Kapitals durchaus anerkennen. Genauso w\u00fcrdigen wir die Bedeutung systemischer und struktureller Analysen. Wir betonen jedoch, dass Struktur nicht unabh\u00e4ngig existiert, sondern auf heterogene Weise fabriziert wird, indem vielf\u00e4ltige Projekte aufeinander abgestimmt und auf verschiedene Ziele hin umgewandelt werden. Diese Zwecke wiederum beinhalten (aber sind nicht begrenzt auf) die Akkumulation und Distribution von Kapital. Die Macht und die strukturellen Formationen von Kapital anzuerkennen, zwingt uns in keiner Weise dazu, weder dem Kapital noch dem Kapitalismus eine singul\u00e4re, koh\u00e4rente und totalisierende Logik zuzuschreiben.<\/p>\n<p class=\"p1\">Der Gens-Ansatz ist somit eine koordinierte Strategie, um die Konstruiertheit des Kapitalismus aufzuzeigen \u2013 all die harte und auch intime Arbeit, die n\u00f6tig ist, um vielf\u00e4ltige kapitalistische Projekte zu erschaffen, zu \u00fcbersetzen, zu verweben, umzuwandeln und zu verbinden, so dass Letzterer erst als totalisierend und koh\u00e4rent erscheinen kann. Repr\u00e4sentationen des Kapitalismus, die diese Anstrengungen nicht anerkennen, laufen Gefahr, Interessen und Wirkweisen des Kapitals zu verschmelzen \u2013 und damit unbeabsichtigt und teleologisch die \u201eunsichtbare Hand\u201c zu reproduzieren. Dar\u00fcber hinaus f\u00fchren uns unsere Fragen zur Instabilit\u00e4t und Generativit\u00e4t zur\u00fcck zur kontingenten Produktion von Ungleichheit und struktureller Gewalt. Heterogenit\u00e4t festzustellen bedeutet nicht, die tiefen Einschnitte und die Tragweite der durch strukturelle Gewalt zugef\u00fcgten Verletzungen zu bestreiten, sondern sie zu erkl\u00e4ren und somit zu problematisieren.<\/p>\n<ul class=\"ul1\">\n<li class=\"li1\">Kapitalismus ist in seinem Kern ein vielf\u00e4ltiges, intimes Netzwerk aus menschlichen und nicht-menschlichen Beziehungen.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">\u25ca<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">\u25ca<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li class=\"li1\"><span class=\"s1\"><span class=\"s1\"><strong>Klasse generiert sich innerhalb historisch wechselnder Dynamiken von Gender, <i>Race<\/i>, Sexualit\u00e4t und Verwandtschaft<\/strong><br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">Eine zentrale Erkenntnis der feministischen Anthropologie ist, dass Klasse nur innerhalb von Geschlecht, <i>Race<\/i>, Sexualit\u00e4t und Verwandtschaft generiert werden kann (Bear 2007; Fernandez-Kelly 1984; Ho 2009; Ong 1987; Rofel 1999; Rubin 1975; Yanagisako 2002, 2013; Zavella 1984). Wenn wir also strukturelle Beziehungen innerhalb des Kapitalismus verstehen wollen, m\u00fcssen wir zun\u00e4chst untersuchen, wie diese durch weit umfassendere Prozesse menschlicher und nicht-menschlicher Beziehungen erzeugt werden. Es beeintr\u00e4chtigt demnach die Analyse, wenn wir \u201eKlasse\u201c als Idealtypus au\u00dferhalb dieser Beziehungen annehmen. Ein weiteres Mal w\u00fcrde man f\u00e4lschlicherweise den Kapitalismus als eine allumfassende \u00f6konomische Logik voraussetzen. Feministische Wissenschaftler:innen haben aufgezeigt wie marxistische Ans\u00e4tze \u2013 wenn auch anderweitig produktiv \u2013 schon in ihren fr\u00fchesten kritischen Analysen gegenderte, sexualisierte und rassifizierte Figuren nutzten (Scott 1999; Ferguson 2004; Tsing 2009). Au\u00dferdem zeigte uns die feministische Kritik des Naturkonzepts, wie die fruchtbare Generativit\u00e4t der Welt wiederholt instrumentalisiert wurde, um Unterscheidungen durch Klasse, <i>Race<\/i>, Verwandtschaft und Nationalit\u00e4t zu repr\u00e4sentieren und zu konstruieren (Yanagisako und Delaney 1995; Franklin und McKinnon 2002; Stoler 2002). Wir sch\u00f6pfen vielfach aus diesen Arbeiten, besonders indem wir erkunden, wie nicht nur ungleiche Formen von Identit\u00e4t, sondern auch die eigentlichen Rohstoffe und Treibkr\u00e4fte des Kapitalismus in historischen Konfrontationen entstehen (Tsing 2018 [2015]).<\/p>\n<p class=\"p1\">Das Thema der Akkumulation ist grundlegend f\u00fcr unsere Diskussion. Wir m\u00f6chten verstehen, wie Ungleichheit aus heterogenen Prozessen entsteht, durch die Menschen, Arbeit, Empfindungen, Pflanzen, Tiere und Lebensformen in Ressourcen f\u00fcr verschiedene Produktionsvorhaben verwandelt werden. Wir erkennen an, dass solche Umwandlungen \u2013 obwohl au\u00dferordentlich m\u00e4chtig \u2013 nicht immer vollst\u00e4ndig, konsistent oder einheitlich sind.<\/p>\n<p class=\"p1\">Manche dieser Konvertierungen werden durch spezifische Formalisierungen wie etwa Geld, Vertr\u00e4ge, Pr\u00fcfungen, Ertragskurven und finanzielle Modelle realisiert. Andere Umwandlungen entstehen durch intime soziale Beziehungen wie etwa Heirat, Elternschaft, Freundschaft, Gaben und Erbe. Dennoch k\u00f6nnen Lebenswelten, genauso wie die Prozesse und Ergebnisse solcher Konvertierungen, uneinheitlich bleiben. Die Arbeit von Thomas Piketty (2014) \u00fcber Verm\u00f6gensungleichheit dokumentiert die bedeutende Rolle von familieninternen Erbschaften f\u00fcr die historische Entwicklung von Verm\u00f6gensverteilung. Seine Erkenntnisse liefern reichlich Belege f\u00fcr die zentrale Bedeutung von Verwandtschaft f\u00fcr Kapitalakkumulation und Klassenbeziehungen. Pikettys Geschichte der Ungleichheit in \u201ef\u00fchrenden\u201c kapitalistischen Gesellschaften legt also dar, dass Klassenungleichheit nicht verstanden oder ver\u00e4ndert werden kann, ohne nicht-\u00f6konomische Machtstrukturen zu beachten, einschlie\u00dflich der Machtstrukturen innerhalb der intimsten sozialen Beziehungen.<\/p>\n<ul class=\"ul1\">\n<li class=\"li1\">Historische Konfrontationen erschaffen Strukturen, nicht andersherum.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">\u25ca<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">\u25ca<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li class=\"li1\"><span class=\"s1\"><span class=\"s1\"><strong>Konvertierungsapparate produzieren nicht die Realit\u00e4t<\/strong><br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">In den letzten Jahren konzentrierte sich ein signifikanter Teil der Forschung \u00fcber Kapitalismus auf sogenannte \u201emarket devices\u201c und \u00f6konomisches Modellieren. Obwohl diese Arbeiten wichtig sind, nehmen sie f\u00fcr gegeben, was gemeinhin als \u201edas \u00d6konomische\u201c verstanden wird. Jedoch verengt sich dadurch die Analyse der generativen Prozesse von Produktion, Verteilung und Konsum und l\u00e4sst au\u00dfer Acht, auf welche Art und Weise diese Prozesse weitere menschliche und nicht-menschliche Beziehungen umfassen. Anstatt uns darauf zu konzentrieren, wie \u00f6konomische Modelle die Realit\u00e4t erzeugen oder wie die Realit\u00e4t sie \u00fcbersteigt (zwei unbestritten hilfreiche, wenn auch limitierte, kritische Ans\u00e4tze), verstehen wir diese Formalisierungen als Konvertierungsprozesse zwischen diversen Lebensprojekten. Diese Vermittlung ist wichtig, da sie Akkumulation und Klassenbeziehungen formt, <i>ohne <\/i>sie jedoch zu determinieren. Wir argumentieren, dass diverse Lebenspraktiken, Beziehungen, Erfahrungen und Kontexte \u2013 ihrerseits gepr\u00e4gt durch Verwandtschaft, Charisma, Empfindung, Status, <i>Race<\/i>, Gender, Klasse, Nation usw. \u2013 mit diesen dominanten Prozessen auf unerwartete Weise interagieren.<\/p>\n<p class=\"p1\">Wir argumentieren ebenfalls, dass formale Modelle aus vielf\u00e4ltigen Lebenswelten entstehen und nicht schlichte Manifestationen singul\u00e4rer Kernlogiken sind. Vielmehr werden sie durch bestimmte soziale und historische Erfahrungen generiert, sowie durch m\u00fchsame \u00dcbersetzungs- und Konvertierungsarbeit \u201eglobal\u201c gemacht. Auf diese Weise vermitteln sie Objekte, die abstrahiert und ihrer Urspr\u00fcnge beraubt erscheinen. Die entscheidende Macht solcher Modelle im gegenw\u00e4rtigen Kapitalismus gr\u00fcndet in ihrer F\u00e4higkeit, Partikularit\u00e4t zu beseitigen sowie Gegenst\u00e4nde, Menschen und Ressourcen aus ihren Kontexten herauszul\u00f6sen (Tsing 2015; Bear 2013).<\/p>\n<p class=\"p1\">Aufgrund der beschriebenen Kapazit\u00e4t von Konvertierungsapparaten, Dinge zu dekontextualisieren, lassen sie diverse soziale und \u00f6konomische Projekte koh\u00e4rent erscheinen, trotz der heterogenen, versprengten Praktiken, durch die sie konstituiert sind. Ein wesentliches Ziel unseres Kollektivs besteht darin, zu untersuchen, wie diese Vermittlungen den Kapitalismus als eine einheitliche Kraft erscheinen lassen. Unser Fokus liegt nicht nur auf formalen Prozeduren des Dokumentierens, mathematischen Modellierens und Vertr\u00e4gen, sondern vielmehr auf den Empfindungen und Inszenierungen von Identit\u00e4t, Kollektivit\u00e4t und Sozialit\u00e4t, die formale (und informale) Prozesse immer begleiten. Um solche Konvertierungen in ihrer Gesamtheit zu ergr\u00fcnden, geht unsere Analyse \u00fcber Markttausch und Geldformen hinaus und ber\u00fccksichtigt zum Beispiel auch die Vermittlungsarbeit zwischen staatlichen und sozialen Schulden, humanit\u00e4ren Projekten und Unternehmertum, und nicht-menschlichen Formen und Waren oder Ressourcen.<\/p>\n<ul class=\"ul1\">\n<li class=\"li1\">Konvertierungsapparate vermitteln zwar, aber determinieren Sozialit\u00e4t oder menschliche\/nicht-menschliche Beziehungen nicht.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">\u25ca<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">\u25ca<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li class=\"li1\"><span class=\"s1\"><span class=\"s1\"><strong>Finanzialisierung ist ein m\u00e4chtiger, jedoch heterogener und kontingenter Prozess der Vereinnahmung und Konvertierung<\/strong><br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">Der \u00fcberm\u00e4\u00dfige Einfluss des Finanzapparats im 21.\u00a0Jahrhundert wird h\u00e4ufig als Ausdruck und Triumph neoliberaler Logik verstanden, ohne dass dieser Aufstieg genauer unter die Lupe genommen wird. Die spezifische Geschichte ist hier aber relevant. Das Finanzwesen \u2013 als Konstellation von Priorit\u00e4ten, Praktiken und Ideologien, die auf vielf\u00e4ltige Weise bestehende Verm\u00f6gensformen in liquidere Kapitalformen zu konvertieren suchen \u2013 ist uralt. Finanzialisierung hingegen bezieht sich auf die Skalierung nach oben und den wachsenden Einfluss des Finanzwesens, und spezifisch auf die engere Verkn\u00fcpfung, \u00dcbersetzung und Interaktion zwischen einem finanziellen Modus, die Welt zu erfassen, und anderen sozialen Sph\u00e4ren (Ho 2015).<\/p>\n<p class=\"p1\">W\u00e4hrend unser Ansatz des generierenden Kapitalismus den massiven sozio\u00f6konomischen Wandel frontal in Angriff nimmt, der Institutionen, nat\u00fcrliche Ressourcen, Regierungsinstanzen, Bildung, Renten usw. zunehmend von finanziellen Produkten, Messungen und Werten abh\u00e4ngig macht, betonen wir gleichzeitig, dass Finanzialisierungsprozesse ungleich, spezifisch und kontingent sind. Au\u00dferdem ist diese Skalierung nach oben (d.h. der weitreichende institutionelle, regionale und globale Einfluss des Finanzapparats genauso wie dessen Hervorbringung individueller Subjektivit\u00e4ten und Selbstbilder) abh\u00e4ngig von solchen multiplen und nicht-linearen kulturellen, materiellen, politischen und rechtlichen Transformationen, die ebenso vonstattengehen m\u00fcssen, um die holprige Konvertierung von nicht-finanziellen Assets \u00fcberhaupt erst zu erm\u00f6glichen<\/p>\n<p class=\"p1\">Kann die Analyse der Dezentralisierung und Auslagerung von Risiken auf solch heterogene Lebenswelten zu einem besseren Verst\u00e4ndnis von Finanzialisierungsprozessen beitragen? Erlaubt eine Neubewertung von Risiko im Finanzwesen, historisch wie zeitgen\u00f6ssisch, auch eine frische Sichtweise auf die vielbeschworene kapitalistische Logik und das vorherrschende Narrativ der Finanzialisierung? Zweifelsfrei, ja und ja. Ein Beispiel: Das verbreitete Aufzwingen von Subprime-Krediten in den USA gr\u00fcndete teilweise auf der historischen Konfrontation mit rassistischer Diskriminierung [sogenanntes <i>redlining<\/i>, bei dem Wohngegenden aufgrund von <i>Race<\/i> nachteilig anvisiert oder ausgeschlossen werden, A.d.\u00dc.]. Subprime-Kredite bedienten einerseits die Verbindung mit diesem Trauma, und versprachen gleichzeitig deren \u00dcberwindung (trotz weiterhin nachteiliger Konsequenzen), um dadurch die Umwandlung von Haushaltseinkommen und -beziehungen (vor allem in afroamerikanischen Nachbarschaften) in Finanzprodukte zu erleichtern. Hier wird offensichtlich, wie Finanzialisierung auf grundlegende Weise mit Haushalten, <i>Race<\/i> und der Produktion von Risiko zusammenh\u00e4ngt. Tats\u00e4chlich k\u00f6nnen diverse Finanzprodukte und Beratungsformen gleichzeitig auf Konvertierungen innerhalb von Haushalten angewiesen sein und diese \u00fcberhaupt erst erm\u00f6glichen, da Haushalte zwischen Markt und Familie vermitteln (Han 2012; James 2014).<\/p>\n<ul class=\"ul1\">\n<li class=\"li1\">Finanzialisierung ist die explizite Anwendung bestimmter finanzieller Marktwerte auf neue Sph\u00e4ren. Sie zerschl\u00e4gt dabei die Illusion, dass Kapitalismus abgetrennt von multiplen, sich \u00fcberlagernden Produktionsorten (wie etwa Haushalt, Konzern oder Bildung) existiert.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">\u25ca<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">\u25ca<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li class=\"li1\"><span class=\"s1\"><span class=\"s1\"><strong>Immaterielle und affektive Arbeit sind gleichzeitig alt und neu<\/strong><br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">Unsere kritische und holistischere Auffassung der generativen Kr\u00e4fte des Kapitalismus, aus denen wiederum kapitalistische Werte gesch\u00f6pft werden, l\u00e4sst uns auch j\u00fcngere Behauptungen infrage stellen, nach denen der Kapitalismus einen historischen Wandel durchlaufen hat: von der industriellen \u00c4ra, in der \u201eindustrielle Arbeit\u201c dominierte, bis zur post-industriellen \u00c4ra, die durch \u201eimmaterielle Arbeit\u201c definiert ist. Diese Narrative kapitalistischer Transformation wurzeln im gut dokumentierten R\u00fcckgang des sekund\u00e4ren Sektors (industrielle Produktion) und dem damit einhergehenden Aufstieg des terti\u00e4ren Sektors (Dienstleistungen), die seit den 1970er-Jahren in den dominanten kapitalistischen L\u00e4ndern stattfinden. Da die Dienstleistungsindustrie, etwa Gesundheitswesen, Bildungsbereich, Finanzwesen oder Transportbranche, keine materiellen oder haltbaren G\u00fcter produziert, klassifizierten Wissenschaftler:innen die Arbeit dieses Sektors h\u00e4ufig als immaterielle Arbeit. Innerhalb der \u201eInformations\u00f6konomie\u201c machen soziale Beziehungen, Kommunikationssysteme, Informationen und affektive Netzwerke solch immaterielle Arbeit vermeintlich unerl\u00e4sslich, und bewerten sie deshalb h\u00f6her (Hardt und Negri 2000).<\/p>\n<p class=\"p1\">Es ist durchaus so, dass zeitgen\u00f6ssische Diskussionen \u00fcber immaterielle und affektive Arbeit die fr\u00fchen feministischen Kritiken der Begrenztheit marxistischer Arbeitskonzepte anerkennen. Sie bekr\u00e4ftigen damit das Argument, dass die unbezahlte h\u00e4usliche Arbeit von Frauen sozial ebenso produktiv ist wie industrielle Arbeit. Gleichzeitig jedoch wird dadurch eine bin\u00e4re Opposition zwischen immaterieller Arbeit, durchdrungen von Affekt, und industrieller Arbeit, frei von Affekt, konstruiert. Ein solcher Ansatz schreibt diesen Arbeitsformen f\u00e4lschlicherweise v\u00f6llig unterschiedliche kreative Energien und kommunikative Kr\u00e4fte zu.<\/p>\n<p class=\"p1\">In diesen Debatten \u00fcber affektive Arbeit fehlt vor allem die kritische Anerkennung, dass die Unterscheidung zwischen der \u201cinstrumental action of economic production\u201c und der \u201ecommunicative action of human relation\u201c (Hardt und Negri 2000: 293) an sich ein ideologisches Konstrukt ist, das die kommunikative Dimension jeglicher menschlichen Handlung, einschlie\u00dflich kapitalistischer Produktion und Distribution, verschleiert. Wird diese ideologische Unterscheidung als objektiv bestehende Differenz behandelt, wird dadurch das wichtigste und best\u00e4ndigste Argument feministischer Wissenschaftler:innen \u00fcbergangen \u2013 n\u00e4mlich, dass Ungleichheit gerade durch die Schaffung solch kategorischer Unterscheidungen zwischen unterschiedlichen menschlichen Handlungen und verschiedenen Akteur:innen generiert wird (Yanagisako 2012).<\/p>\n<ul class=\"ul1\">\n<li class=\"li1\">Die Kategorie der immateriellen (affektiven) Arbeit erzeugt eine falsche Dichotomie, die Arbeitsformen inh\u00e4rent verschiedene kreative Energien und kommunikative Kr\u00e4fte zuschreibt und sie somit in einer Werthierarchie anordnet.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">\u25ca<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">\u25ca<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li class=\"li1\"><strong><span class=\"s1\"><span class=\"s1\"><span class=\"s1\">Die Raumzeiten des Kapitalismus sind heterogen<\/span><\/span><\/span><\/strong>\n<p class=\"p1\">Die erste Welle an Theorien \u00fcber den \u201eneoliberalen\u201c Kapitalismus beschrieb globale Arbeitsorte als Inbegriff einer verdichteten und beschleunigten Raumzeit, die neue Formen von Produktion und Technologie begleite (Castells 1996; Harvey 1989). Andere Autorinnen argumentierten, dass jedwede soziale Erfahrung nun in einem oberfl\u00e4chlichen Jetzt-Zustand verbliebe \u2013 und damit die nahe und ferne Zukunft aufl\u00f6se (Guyer 2007). Allerdings offenbaren ethnographische Arbeiten \u00fcber ausgelagerte, global vernetzte und finanzialisierte Arbeitsorte eine andere Realit\u00e4t. Obwohl verdichtete und beschleunigte Raumzeit in Technologien und Managementstrategien als eine Kraft au\u00dferhalb der Gesellschaft erscheint, setzt sie ihre Implementierung in konkreten Abreitsorten in Beziehung zu komplexen sozialen Praktiken verschiedener Raumzeiten (Upadhya 2009; Zaloom 2006). Im gegenw\u00e4rtigen Kapitalismus gibt es keine einheitliche oder gleichf\u00f6rmige soziale Raumzeit. Vielmehr existieren vielschichtige <i>Timescapes<\/i>, in denen wir versuchen (durch die Arbeit innerhalb und mit der Zeit) menschliche und nicht-menschliche Handlungen zu koordinieren (Thrift und May 2001; Bear 2014).<\/p>\n<p class=\"p1\">Auf diese Weise er\u00f6ffnet sich zwar eine Vielfalt an <i>Timescapes<\/i> zur Untersuchung, jedoch bleibt unser Verst\u00e4ndnis davon, wie sich diese <i>Timescapes <\/i>in der Praxis \u00fcberschneiden, l\u00fcckenhaft. Insbesondere m\u00fcssen wir nachzeichnen, wie die Vielzeitigkeit von Finanzkapital, technologischen Instrumenten, Vorhersagetechniken, Zeitvorstellungen, sozialen Disziplinen, nicht-menschlichen Ressourcen und sozialer Reproduktion in Arbeitspl\u00e4tzen und Gemeinschaften vermittelt werden. Diese Leerstelle ist problematisch, da wir ohne eine Analyse der Widerspr\u00fcche und Aushandlungen solcher Polychronit\u00e4ten zwei Schl\u00fcsselelemente des zeitgen\u00f6ssischen wirtschaftlichen Lebens nicht untersuchen k\u00f6nnen: die zunehmende Ungewissheit bez\u00fcglich des Prozesses der Kapitalakkumulation; sowie die zentrale Bedeutung der Rhythmen von Kredit und Defizit f\u00fcr die Produktivit\u00e4t (Bear 2014; Graeber 2012; Roitman 2003). Zus\u00e4tzlich sollte das Augenmerk auf solche Fragen die Idee untergraben, dass Speed-up und Zeitwirtschaft\u2013 an sich die gr\u00f6bste Vereinfachung der Effizienzlogik \u2013 das Herzst\u00fcck des Kapitalismus ausmachen. Stattdessen k\u00f6nnen wir nun die heterogenen Formen von Temposteuerung, Zeitdauer, Warten, Pause, Veralterung und Versp\u00e4tung untersuchen, welche die generativen Rhythmen des Kapitalismus ebenfalls charakterisieren.<\/p>\n<ul class=\"ul1\">\n<li class=\"li1\">Die Raumzeit-Widerspr\u00fcche des Kapitalismus sind multipel sowie vermittelt durch menschliche Arbeit in\/mit der Zeit.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">\u25ca\u00a0<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"p1\"><b>Literaturangaben<\/b><\/p>\n<div style=\"text-indent: -2em; padding-left: 2em;\">\n<p class=\"p2\">Bear, Laura. 2007. <i>Lines of the Nation: Indian Railway Workers, Bureaucracy and the Intimate Historical Self<\/i>. 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Her most recent book based on ESRC funded research in India, Navigating Austerity (2015), addresses two key questions of our era: why does austerity dominate in state policy and how can we change this? Drawing on the experiences of boatmen, shipyard workers, hydrographers, port bureaucrats and river pilots on the Hooghly in West Bengal it proposes a social calculus. This measures policy according to the qualities of the social relations it generates and the ability it creates to plan for the future among precarious communities. This has led to comparative research on communities along the Thames in the UK and into local experiments in cooperative and post-growth economies in rural Japan. The goal of all of these projects is to build an innovative practice of the public good that can renew communities and citizen-state relations.<\/em><\/p>\n<p class=\"p2\"><em><b>Karen Ho<\/b> is a Professor in the Department Anthropology at the University of Minnesota, Twin Cities. Her research centers on the problematic of understanding and representing financial markets, sites that are resistant to cultural analysis. Her domain of interest is the anthropology of economy, with specific foci on financialization; capitalism; corporations; socio-economic inequalities; and critical race and feminist studies. Her ethnography, Liquidated: An Ethnography of Wall Street (Duke University Press, 2009) was based on three years of fieldwork among investment bankers and major financial institutions. Recent publications include \u201cMarkets, Myths, and Misrecognitions: Economic Populism in the Age of Financialization and Hyperinequality. (Economic Anthropology, 2018); \u201cWhat Happened to Social Facts?\u201d (American Anthropologist, co-edited, 2019); \u201cIn the Name of Shareholder Value: Origin Myths of Corporations and Their Ongoing Implications\u201d (Seattle Law Review, 2020); \u201cWhy the Stock Market is Rising Amidst a Pandemic and Record, Racialized Inequality\u201d (American Ethnologist online, 2020), and \u201cMarkets, Finance, Whiteness, and the American Dream\u201d (Routledge 2022). Her forthcoming book, Financial Afterlives (Duke University Press) is especially concerned with the ongoing ramifications of financialization-gone-wild: increased socio-economic inequality, and racialized extraction and scapegoating.<\/em><\/p>\n<p class=\"p3\"><em><b>Anna Lowenhaupt Tsing<\/b> is a professor of anthropology at the University of California, Santa Cruz, as well as at Aarhus University, Denmark. Her most recent collaborative project is the book Field Guide to the Patchy Anthropocene (Stanford University Press), which works to extend the digital project Feral Atlas: The More-than-Human Anthropocene (www.feralatlas.org).<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>She is the author of several books, including Friction: An Ethnography of Global Connection and The Mushroom at the End of the World: On the Possibility of Life in Capitalist Ruins (both from Princeton University Press).<\/em><\/p>\n<p class=\"p1\"><em><b>Sylvia Yanagisako<\/b> is the Edward Clark Crossett Professor of Humanistic Studies and Professor of Anthropology at Stanford University.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Her research and publications have focused on kinship, gender, and capitalism. Her book, Producing Culture and Capital: Family Firms in Italy (Princeton University Press, 2002), was based on intensive ethnographic research on family firms in the silk industry of Como, Italy. Her latest book, Fabricating Transnational Capitalism (Duke University Press, 2019), co-authored by Lisa Rofel, is a collaborative ethnography of Italian-Chinese joint ventures in global fashion.<\/em><\/p>\n<p class=\"p3\"><em><b>Tim Burger<a style=\"font-size: 80%; line-height: 125%;\" href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/b> is a final-year PhD student in Social Anthropology at the University of Cambridge. He has conducted fieldwork on S\u00e3o Jorge Island, Portugal, and in Central Java, Indonesia, with a focus on agriculture, economic practices, household relations, and the state. His dissertation is titled \u201cCultivating Lost Land: Livelihood and Depopulation on an Azorean Island.\u201d Before pursuing his doctoral thesis in Cambridge, he studied for a MSc in Social Anthropology at the London School of Economics (LSE), and B.A. in Social and Cultural Anthropology and Law at the University of Munich (LMU) where he also taught various courses. E-mail: tp447@cam.ac.uk<\/em><\/p>\n<p class=\"p1\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>A.d.\u00dc : Ich danke Lisa Burger, Quirin Rieder und vor allem Katja Schwaller f\u00fcr ihre hilfreichen Anmerkungen und Kommentare zu fr\u00fcheren Versionen dieser \u00dcbersetzung.<\/p>\n","protected":false},"author":21,"featured_media":0,"menu_order":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"autor":[639,640,641,642,643],"class_list":["post-10855","capitalism","type-capitalism","status-publish","hentry","autor-laura-bear","autor-karen-ho","autor-anna-lowenhaupt-tsing","autor-sylvia-yanagisako","autor-tim-burger"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/capitalism\/10855","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/capitalism"}],"about":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/capitalism"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/21"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/capitalism\/10855\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10888,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/capitalism\/10855\/revisions\/10888"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10855"}],"wp:term":[{"taxonomy":"autor","embeddable":true,"href":"https:\/\/boasblogs.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/autor?post=10855"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}